Noch weiter Weg zur Datenautobahn

3. März 2011, 08:18

Deutschland, Österreich und Schweiz sind Glasfaser-Schlusslichter - Nur einzelne Regionen verlegen bisher eigene Netze

Vom Befahren der "Datenautobahn" des Internets sind Deutschland, Österreich und auch die Schweiz noch weit entfernt. "Allen drei Länder sind in Europa Schlusslichter, was den Anschluss an das Glasfaser-Breitbandnetz betrifft. Der Rückstand in der Kommunikationstechnik wirkt sich für den Standort negativ aus", berichtet Hartwig Tauber, Direktor des FTTH-Councils Europe , am Rande der CeBit im pressetext-Interview.

Breitband im Promillebereich

Glasfaser ist in Zeiten von Telearbeit, Online-Updates, Videostream und Internet-TV für Heimanwender und die Wirtschaft interessant. Die EU nimmt sich in der "Digitalen Agenda" vor, dass 2020 jeder zweite Haushalt bereits eine 100 Mbit/s-Verbindung nutzt und der Rest immerhin 30 Mbit/s. Im Ranking der 20 besten Staaten führt derzeit Litauen (23 Prozent) vor den Ländern Skandinaviens, des Baltikums und Osteuropas. Deutschland, Österreich und die Schweiz scheitern jedoch am Einzug in die Liste, da der Anteil ihrer Haushalte mit Fibre-to-the-Home (FTTH) bzw. Fibre-to-the-building (FTTB) nur im Promillebereich liegt.

Alternative Anbieter und Kommunen als Vorreiter

Lange nutzten alternative Anbieter in Deutschland die Struktur der Telekom und bauten somit keine eigenen Glasfasernetze. "Druck zur Weiterentwicklung kam erst dann, als Stadtwerke, Energieversorger und TV-Kabelbetreiber FTTH-Netze errichteten - etwa in München, Köln oder Hamburg", so Tauber. Von der Telekom-Ankündigung, vorerst zehn Städte mit 1-Gbit-Anschlüssen zu versorgen und das Glasfasernetz um zehn Mrd. Euro auszubauen, wurde bisher erst ein Bruchteil umgesetzt. "Die Telekom bremst, indem sie die Kommunen in Wartestellung ausharren lässt statt dass sie selbst aufzubauen", kritisiert der Experte

In Österreich sei die Situation ähnlich. Nur einzelne Regionen wie das Inn- und Waldviertel verlegten bisher in Eigenregie kommunale Glasfasernetze. Auch hier gelte, dass börsenotierte Marktbeherrscher vor Infrastruktur-Investitionen zurückschrecken, die sich erst mittelfristig lohnen. Etwas innovativer ging bisher die Schweiz vor. Nach einem Volksentscheid begannen die Züricher Energiewerke mit dem Glasfasernetz-Ausbau in Zürich, woraufhin auch andere Städte mit ähnlichen Initiativen nachzogen und die Swisscom unter Druck kam, selbst stärker in Glasfaser zu investieren.

Breitband bewertet Regionen neu

Da die Glasfaser-Geschichte in den deutschsprachigen Ländern noch jung ist, sind positive Auswirkungen auf eine Region bisher kaum messbar. Tauber berichtet jedoch von Erfolgen in Schweden, wo der Ausbau früh begann. "In der Stadt Hudikswall 300 Kilometer nördlich von Stockholm hielt das seit 2004 installierte Glasfaser-Netz die Abwanderung von Betrieben auf und sorgte für den Aufschwung der Region. Junge kamen zurück, Betriebsgründungen stiegen um 40 Prozent und staatliche Forschungseinrichtungen siedelten sich an."

Das Beispiel zeigt für Tauber, dass auch Landregionen Glasfaser brauchen, denn andernfalls bilde sich schnell eine "digitale Kluft". Statt einfach Netze mit Steuergeldern aufzubauen, rät der Experte den Politikern zu Anreizförderungen für Bereiche, die nicht in Business-Plänen aufscheinen. "Stünde das Thema weiter oben auf der politischen Agenda, so würde bei jedem Straßenneubau ein Glasfaserkabel gleich mitverlegt." Mobile Netze wie LTE können den Glasfaser-Ausbau vorantreiben, seien aufgrund der wesentlich niedrigeren Bandbreite jedoch kein Ersatz für FTTH, wie Entscheidungsträger oft Glauben machen.

Druck von unten nötig

Für die Erreichung des EU-Zieles hofft der Experte auf mehr Druck seitens des Endanwenders. "Viele wissen nicht, dass es die viel schnellere Breitband-Alternative gibt. Zudem liegt es an den Landeshauptleuten zu erkennen, welchen Beitrag Glasfaser für die Attraktivität eines Standorts leistet, und das Thema entsprechend weit vorne auf ihre Agenda zu setzen", so der Direktor des europäischen FTTH-Councils. (pte)

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Posting 1 bis 25 von 45
1 2
Inno Vision
 
00
Österreich braucht doch nur Provisionionsabfangjäger

die meisten können doch nicht mal richtig lösen, geschweigen denn scheiben
also was solls des neumoderne glumpert ist eh viel zu snelll

ISDN
00
22.3.2011, 01:47
a) wie Großschönau (Waldviertel bei Zwettl), oder b) GUTEN Regulator

a) man macht es wie in Großschönau (Waldviertel bei Zwettl), legt eigene GF und sucht sich immer den besten/günstigsten Anbieter für seine Bürger aus (allerdings muß der Bürgermeister/Gemeindeverwaltung dann was tun)

b) Da muß der "Regulator" nur vorschreiben wie was gemacht werden soll, DENN sonst gibt es keine LIZENZ für diese Firma und sie dürfen gar nichts verkaufen.
ABER die rtr (Regulator) ist unfähig nur lauter Juristen und die haben keine Ahnung !!!
UND im BM sieht es ähnlich aus !!!!!!

Elettra
00
26.3.2011, 12:09
so nebenbei: ISDN ist tot

Die letzte reinrassige ISDN (Datex-P http://de.wikipedia.org/wiki/Datex-P ) Anwendung, Aus und Vorbei, Bankomat Kassen funktionieren heute auch per reiner Internetanbindung, es gibt daher für die Boutique um die Ecke keinen zwingenden Grund mehr zum ISDN Anschluss.

http://www.paylife.at/web/conte... index.html
"Anbindung über jeden beliebigen Leitungsprovider (ISDN oder DSL/LAN") möglich

Einer_ders_weiß
01
20.3.2011, 20:16
Hier werden Äpfel und Birnen verglichen

Die Anbindung für Betriebe (da gibt es nämlich sehr wohl LWL-Anbindung) hat doch bitte absolut nichts mit dem flächendeckenden Ausbau für jeden Haushalt zu tun!
Wie soll sich dieser, vor allem im nicht-urbanen Gebiet, rechnen? die Yetti-Tant braucht nun mal keine 100Mbps, und der Game-Freak am Waldrand wechselt, wenn ihm der Marktführer den LWL um xxx€ bis ins Haus gegraben hat zu irgendeinem Billig-Schussel, weil die Regulierung die "Entbündelung" vorschreibt. Das kann sich weder ein halbstaatliches noch ein börsenorientiertes Unternehmen leisten.

ISDN
00
22.3.2011, 01:53
Entbündelung

weil die Entbündelung-Verordnung so schlecht ist WILL die A1TA NICHTS machen

Elettra
01
20.3.2011, 21:53
Völlig Falsch.

Nicht Äpfel und Birnen,
sondern die Süßesten Früchte

sind ausschließlich den Firmen bestimmt, Arbeiter und Konsumenten bekommen erst gar nicht mit was ihnen da entgeht.

Hier http://derstandard.at/129781892... mmen-Punkt verkündet Herr Ametsreiter, wir bestimmen Punkt und Pasta, was der Konsument dabei nicht kapiert er nutzt dieses miese kastrierte Produkt längst meint dessen mangelnde Funktionalität sei normal.

Einer_ders_weiß
10
21.3.2011, 13:42
Nur was bitte hat die Netzneutralität...

...mit dem Fibre-Ausbau bis zum Endkunden zu tun???

ISDN
00
22.3.2011, 01:56
Netzneutralität

hab ich was überlesen, wo ist in dem Artikel was von Netzneutralität zu lesen ??

Einer_ders_weiß
00
22.3.2011, 11:36
Da brauchen Sie gar nicht weit lesen...

Der Artikel beginnt mit:
"Während man sich innerhalb Österreichs bislang eher zurückhaltend in Fragen Netzneutralität gibt, scheint man bei der Telekom Austria intern offenbar recht klare Standpunkte zu diesem Thema zu hegen."

In weiterer Folge geht es um DPI, VoIP-Anbieter etc.

Elettra
00
20.3.2011, 18:43
Fazit

Am 19.3.11 Uhr das Glasfasermodem eingeschaltet, seitdem unterbrechungsfrei Online!

Wenn ich böse wäre würde ich behaupten, beim ADSL Privat Kunden Internet Produkt häufige Unterbrechungen dienen alleinig dem qualitativen Verhindern von Fernsehen und Telefonie über Internet.

Glasfaser für alle wäre daher wohl eine für viele Interessengruppen eine ungewollte Verbesserung. Einen Glasfaserausbau dürfte es erst geben wenn das Netz durch Gesetze geknebelt ein zahmer Tiger ist.

ISDN
00
22.3.2011, 01:58
das Glasfasermodem eingeschaltet

WO ist das bitte

TurnhamGreen
11
20.3.2011, 19:17

ui, schon seit einem tag dieselbe ip, ganz schlecht!

ISDN
00
22.3.2011, 01:59
das Glasfasermodem eingeschaltet dieselbe ip, ganz schlecht

WARUM soll das schlecht sein ????

Elettra
01
20.3.2011, 21:56

ich habe Dank zweier Internetzugänge -Fix und Dynamisch- ja die Wahl.

TurnhamGreen
00
20.3.2011, 23:07

Your ideas intrigue me. I wish to subscribe to your newsletter.

Elettra
01
20.3.2011, 18:33
so und hier zum Vergleich das selbe Log am Glasfasermodem

19.03.11 12:50:45 Internetverbindung wurde erfolgreich hergestellt. IP-Adresse: 195.149.xxx.xx, DNS-Server: 195.149.xxx.x und 195.149.xxx.x, Gateway: 195.149.xxx.xx

Elettra
00
20.3.2011, 22:00
PING 14ms

Elettra
00
20.3.2011, 18:22
habe beides, und möchte Euch hier den Unterschied zeigen, biginnen wir mit dem ADSL Log eines Tages

20.03.11 12:38:15 Internet connection established successfully. IP address: 188.22.196.xxx, DNS servers: 195.3.96.67 and 213.33.98.136, Gateway: 188.22.143.xxx
20.03.11 12:38:15 Internet connection cleared.
20.03.11 04:38:11 Internet connection established successfully. IP address: 93.82.115.xxx, DNS servers: 195.3.96.67 and 213.33.98.136, Gateway: 188.22.143.xxx
20.03.11 04:38:10 Internet connection cleared.
20.03.11 04:38:10 Clearing Internet connection briefly to prevent the Internet Service Provider from disconnecting you in the immediate future.
19.03.11 22:53:02 Internet connection established successfully. IP address: 188.22.203.xxx, DNS servers: 195.3.96.67 and 213.33.98.136, Gateway: 188.22.143.xxx
19.03.11 22:52:56 DSL is available (DSL synchronizatio

Elettra
00
20.3.2011, 18:23

synchronization exists with 4128/512 kbit/s).
19.03.11 22:52:50 DSL synchronization starting (training).
19.03.11 22:52:43 Internet connection cleared.
19.03.11 22:52:43 DSL not responding (no DSL synchronization).
19.03.11 19:40:20 Internet connection established successfully. IP address: 188.22.132.xxx, DNS servers: 195.3.96.67 and 213.33.98.136, Gateway: 188.22.143.xxx
19.03.11 19:40:13 DSL is available (DSL synchronization exists with 4128/512 kbit/s).
19.03.11 19:40:08 DSL synchronization starting (training).
19.03.11 19:40:01 Internet connection cleared.
19.03.11 19:40:01 DSL not responding (no DSL synchronization).
19.03.11 18:39:28 Internet connection established successfully. IP address: 188.22.207.xxx, DNS servers: 195.3.96.67 an

Elettra
00
20.3.2011, 18:24

and 213.33.98.136, Gateway: 188.22.143.xxx
19.03.11 18:39:24 DSL is available (DSL synchronization exists with 4128/512 kbit/s).
19.03.11 18:39:18 DSL synchronization starting (training).
19.03.11 18:39:12 Internet connection cleared.
19.03.11 18:39:12 DSL not responding (no DSL synchronization).
19.03.11 17:44:29 Internet connection established successfully. IP address: 188.22.135.xxx, DNS servers: 195.3.96.67 and 213.33.98.xxx, Gateway: 188.22.143.xxx
19.03.11 17:44:23 DSL is available (DSL synchronization exists with 4128/512 kbit/s).
19.03.11 17:44:18 DSL synchronization starting (training).
19.03.11 17:44:11 Internet connection cleared.
19.03.11 17:44:11 DSL not responding (no DSL synchronization)
19.03.11 16:14:46 Internet connection

Elettra
00
20.3.2011, 18:24

established successfully. IP address: 93.82.115.33, DNS servers: 195.3.96.67 and 213.33.98.xxx, Gateway: 188.22.143.xxx
19.03.11 16:14:46 Internet connection cleared.
19.03.11 08:14:42 Internet connection established successfully. IP address: 178.190.36.xxx, DNS servers: 195.3.96.67 and 213.33.98.136, Gateway: 188.22.143.xxx

Elettra
00
20.3.2011, 22:00
PING 32 ms

gogosch der Grosse
01
15.3.2011, 10:43
In meiner und umgebenden Gemeinden im Wienerwald (Speckgürtel) gibts kein VDSL (GigaSpeed-DSL).

Wir können froh sein wenn wir hier mit 4Mb/s herumgurken.
Der Ausbau der Infrastruktur wird hier von der Teledumm sträflichst vernachlässigt, wenn man sieht wo überall in NÖ Gigaspeed verfügbar ist.

ISDN
00
22.3.2011, 00:57
Großschönau (Waldviertel bei Zwettl)

dann macht es wie in Großschönau (Waldviertel bei Zwettl), legt eigene GF und sucht euch immer den besten/günstigsten Anbieter (allerdings muß der Bürgermeister/Gemeindeverwaltung dann was tun)

Zitronenbaum
01
Na ja

Okay, schauen wir uns mal allein die Werbung bei uns an:
Alles irgendwie drahtlos, alles irgendwie am Stick, alles irgendwie nicht über ein Kabel. Dafür aber funktionierts nicht überall, wie beim Telefonnetz eben.
Ich hab' zu Hause Internet über Glasfaserkabel und es ist ein Traum! Aber so lange sich der drahtlos-Trend fortsetzt, wirds wohl schwierig werden mit dem Glasfasernetz.

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