Umfrage

Reiseplanung ohne soziale Netzwerke

2. März 2011, 13:30
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    foto: facebook

    Soziale Netzwerke sind für die Reiseplanung noch nicht von so großer Bedeutung.

Soziale Netwerke sind mittlerweile fixer Bestandteil des Alltags. Bei der Reiseplanung spielen sie nicht so eine große Rolle, zeigt eine Umfrage

Die entsetzte Frage, ob jemand tatsächlich noch nicht bei Facebook registriert ist, bekommen Verweigerer des sozialen Netzwerks relativ schnell zu hören. Die Seite ist inzwischen für viele zu einem der wichtigsten Kommunikationsmittel geworden, viele beziehen ihre Informationen über Facebook und halten sich mit Hilfe der täglichen Einträge auf Fanseite auf dem Laufenden.

Die Wichtigkeit von Facebook spielt aber zumindest bei Reiseplanungen weniger eine Rolle, als man vielleicht vermuten möchte. Das Reiseportale smavel.com hat beim Marktforschungsinstitut Skopos eine Umfrage in Deutschland in Auftrag gegeben, die zeigt, dass lediglich fünf Prozent der Deutschen Facebook für ihre Reiseplanung nutzen, die restlichen sozialen Netzwerke werden überhaupt nur von zwei Prozent dafür genutzt.

Viel mehr ins Gewicht fallen dagegen Internetseiten von Reiseanbietern wie TUI oder Expedia, die inzwischen schon fast als alte Hasen bezeichnet werden können. Beinahe 71 Prozent der Internetuser besorgen sich ihre Informationen auf diesen Seiten.

Über die Hälfte, nämlich 55,4 Prozent holen sich ihre Infos analog - nämlich von Familie, Freunden und Bekannten. 52,2 Prozent informieren sich nach wie vor im Reisbüro oder über Reisekataloge.

Nicht unerheblich ist auch die zunehmende Bedeutung von Bewertungsplattformen wie tripadvisor.com. Immerhin suchen bereits über 42 Prozent der Deutschen auf diesen Seiten Informationen über Destinationen und Hotels. Dabei ist die Skepsis gegenüber Kundenbewertungen sehr groß. Gerade einmal 5,4 Prozent glauben den Aussagen auf diesen Seiten voll und ganz, wogegen der größte Anteil doch gewisse Zweifel am Wahrheitsgehalt der Beurteilungen hegt. Kundenkommentare auf Internetseiten von Reiseanbietern scheinen eine Spur glaubwürdiger zu sein. Fast zehn Prozent der Befragten halten diese Aussagen für glaubwürdig.

Diese Vorlieben ziehen sich beinahe gleichwertig durch alle Altersgruppen. Der Anteil jener, die Internetseiten generell mehr Vertrauen schenken als Reisekatalogen liegt durchschnittlich bei 44,7 Prozent, wobei bei der Altergruppe 55+ etwas weniger Vertrauen in die neuen Medien vorhanden scheint. (red)

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