Cannabis-Konsum erhöht Risiko für Psychosen

2. März 2011, 11:28
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    foto: apa/torsten leukert

    Die Studie zeigte, dass Cannabis das Risiko psychotischer Symptome deutlich erhöht.

Wer als Teenager oder junger Erwachsener Cannabis konsumiert, erhöht das Risiko einer Erkrankung

Maastricht - Cannabis-Konsum als Teenager oder junger Erwachsener erhöht das Risiko der Entstehung von Psychosen. Zu diesem Ergebnis ist ein Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Jim van Os von der Universiteit Maastricht gekommen. Die Forscher begleiteten 1.900 Personen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Obwohl der Zusammenhang längst bekannt ist, war bisher unklar, ob das Haschisch die Krankheit auslösen kann. Details der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.

Wahrscheinlichkeit für Psychosen steigt

Die aktuellen Forschungsergebnisse weisen sehr stark darauf hin, dass der Cannabis-Konsum an erster Stelle steht und es Menschen nicht gegen die Symptome von Psychosen einnehmen. Die Wissenschaftler aus Holland, Deutschland, der Schweiz und Großbritannien schlossen zu Beginn der Studie alle jene Teilnehmer aus, die bereits Cannabis konsumiert oder von bestehenden psychotischen Symptomen berichtet hatten. Die Teilnehmer der in Deutschland durchgeführten Studie waren zwischen 14 und 24 Jahre alt. Sie wurden innerhalb von zehn Jahren drei Mal hinsichtlich ihres Haschisch-Konsums und psychotischer Symptome beurteilt.

Es zeigte sich, dass Cannabis das Risiko psychotischer Symptome deutlich erhöht. Dieses Ergebnis veränderte sich auch durch die Berücksichtigung anderer Faktoren wie dem sozioökonomischen Status, Konsum anderer Drogen sowie anderer psychischer Erkrankungen nicht. (pte)

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8uddh48r0t
02
http://www.sueddeutsche.de/wissen/ca... -1.1067064

Geht um die gleiche Studie:

"Nicht zuletzt schien eine epidemiologische Studie in Großbritannien der Cannabis-These zu widersprechen: Angesichts des zunehmenden Massenkonsums der Droge müsste eigentlich zu erwarten sein, dass die Zahl der Schizophreniekranken steigt. Doch in einer Population von 600.000 Briten konnten die Forscher zwischen 1996 bis 2005 keine Zunahme feststellen."

...

"Andererseits gibt der Forscher zu bedenken, dass die absolute Risikosteigerung bei gesunden Menschen und moderatem Konsum relativ gering ist: Nach einer Modellrechnung müsste man, so Hall, 2000 bis 4500 junge Menschen vor dem regelmäßigen Drogenkonsum bewahren, um einem einzigen Schizophrenie-Fall vorzubeugen."

Arbeitsviecherl
04
"Cannabis-Konsum erhöht Risiko für Psychosen"...

... bei mir ist eher das Gegenteil der Fall....
Kein Konsum löst bei mir Psychosen aus^^

Gipsy Lady
21
für manche wohl Absicht...

Gute Studie, gut dass dies wissenschaftliche nachweisbar ist!! Doch genau deswegen nehmen ja so viele Menschen diese Drogen, da sie sich in ihrem Leben langweilen und sich auf diese psychotischen Ausflüge freuen, wobei sie nicht sehen, dass dies eine Krankheit ist. Krankheit 1 ist die Droge, Krankheit 2 die Psychose.

hadioread
01

Wow, für einen kurzen Moment hab ich gedacht dass Sie Ihr Posting ernst nehmen ;)

Ehrlicher
122

Drogen aller Art sind eh nur was für Schwachmaten und Zivilversager.

Arme Würstel, die sowas brauchen ...

thomas1231
21

gähn

winterloch ???

Schweinsbraten und Schnitzel für 1/4 aller toten in österreich verantwortlich !!

das wäre mal eine schlagzeile....

nomad13
05
Gras-was macht es?-hmmm-schwer zu sagen

es macht einem etwas den Kopf frei.Die Kreativität spielt sich hierbei im Langsamen ab.Vielleicht könnte man es umschreiben als den Fokus aufs Detail zu lenken.Und es lässt einem etwas über der Welt stehen(easy going).Im Gegensatz dazu-driften "Ungeübte" gerne mal ab.Bin ehrlich-für mich ist das Müdemacherkraut ja nix.Ich selbst bin da eher in Kokablätter kauen verliebt.Da gehts mir übrigens mit den Gesetzen nicht besser als euch.Also jedem das seine.Mein Vorschlag wäre-das Zeug zu legalisieren-mit dem kleinen Zusatz: erst ab18 (damit weniger abgedriftet sprich Luftschlösser gebaut werden u.Prioritäten nicht verloren gehen-die etwas Reiferen von euch sollten das verstehen-die15jährigen dürfen rotstricheln)

Ich wäre also für einen Mittelweg

M L3
02
Die Prohibition bringt nix

Aber wenn ich darüber nachdenke, wieviele Schulabbrecher unter jenen sind, die bereits in der Schulzeit gekifft haben, dann ist das Zeug vor 18 wirklich nix. Da geb ich dir absolut recht. Die Psychosen kommen da noch dazu, vor allem bei Jungs, die sehr viel oder Bong rauchen.

SUVfahrenderxenophoberGrassermitIphoneanderWU
22
Und jährlich Grüßt das Murmeltier

Wenn ich im Standard nach Cannabis + Psychose suche kommen 8 Artikel über das GLEICHE THEMA seit 2002.

utt=c²uxx+f
20

Wieso suchen Sie eigentlich im Standard die Wörter 'Cannabis + Psychose' ? Mhhh, Selbst-Follower sind sie auch ... das heisst Sie haben mind. 2 Persönlichkeiten! Ihr Fall bestätigt diese Forschungsergebnisse.

untypischer Leistungsträger
01
5 Jahre Zeit, um über Sinn und Unsinn im Ständestaat Österreich nachzudenken:

http://www.kleinezeitung.at/nachricht... nten.story

kaliope1
00
16.3.2011, 09:50
dieses urteil würde ich mir mal bei kindesmissbrauch wünschen!

dann hätte z.b. ein hr. groer seinen lebensabend nicht in einem marienkloster genossen.

8uddh48r0t
01
Immer mehr Menschen kiffen

immer früher, der "Stoff" wird immer stärker
aber die Zahl der Psychosefälle bleibt insgesamt konstant.

Da kann man doch nur zu dem Schluss kommen, dass Cannabis Psychosen auslöst, nein sogar erzeugt!

indi mozart
 
00
und mit welcher studie...

belegen sie diese aussage? wie unten erwaehnt...nicht probleme kleinreden sondern verantwortungsvoll damit umgehen. use drugs, dont get abused by drugs...

8uddh48r0t
02
Degenhardt L, Hall W. Cannabis and psychosis. Curr Psychiatry Rep 2002;4(3):191-196

Wenn Cannabiskonsum neue Psychosen verursachen würde, dann würde die Häufigkeit der Schizophrenie zunehmen so wie die Häufigkeit des Cannabiskonsums in der risikobehafteten Altersgruppe zugenommen hat. Weil es eine dramatische Zunahme in der Häufigkeit des Cannabiskonsums in Australien gegeben hat, sagt diese Hypothese eine Zunahme von Psychosen bei jüngeren Geburtskohorten voraus. Eine Verringerung des Alters der ersten Cannabiskonsums innerhalb dieses Zeitraums sagt zudem eine Zunahme von früh auftretenden Psychosen voraus. Degenhardt und Kollegen untersuchten diese Hypothese durch Modellierung von Trends der Anzahl von Personen mit Psychosen in Australien, weil die Häufigkeit von gewohnheitsmäßigem Cannabiskonsum zugenommen hat.

8uddh48r0t
20
Die Befunde legen nahe, dass es innerhalb der vergangenen 30 Jahre keine signifikante Zunahme des Auftretens von Schizophrenie in Australien gegeben hat,

was nahe legt, dass der zugenommene Cannabiskonsum nicht kausal mit dem Auftreten der Schizophrenie verbunden war.

8uddh48r0t
01
J. Gallinat: Schizophrenie – Ätiologie und Diagnostik

Weltweit erleiden rund 1 % der Menschen eine Psychose. Dabei scheint es zwischen verschiedenen Kulturen keine oder nur geringe Unterschiede in der Häufigkeit zu geben.

indi mozart
 
10
ich nehme ihre ausfuerliche antwort

mit wohlwollen zur kenntnis und gestehe ihnen bezueglich des themas der psychose zu mich unsicher zu machen. ich kann meinerseits auf keinerlei studien zurueckgreifen sondern habe bloss die traurige erfahrung mitgemacht des weiter unten erwaehnten falles. mir ist eh es lieber wenns recht haben, weil ich dann weniger schlechtes gewissen haben muss...

indi mozart
 
14
an alle grass, hasch etc. raucher

ich steh es mir auch drauf aber den zusammenhang zur psychose abstreiten zu versuchen ist ignorrant und nicht sehr verantwortungsvoll. hatte einen guten bekannten und den hat es gute 6 monate therapie gebracht weil ich damals auch nicht erkannt habe wie es denn immer weiter naja, irgendwie von der realitaet abhebt. ich war auch gut drauf nur hat es ihn eben damals wirklich sozusagen "aufprackt". akh, psychologe, medikamente ...das volle program. ich war dabei und kann nicht behaupten dass das lustig war. zwischen einer psychose und dem etwas erhoehten gefuehl der paranoia liegen welten und sind nicht vergleichbar. trotzdem faende ich die legalisierung von cannabis & co. sinnvoll und richtig.

Barbarin
00
Ihr Bekannter...

...hat sicher, wie mein Bekannter, der 1 Jahr in Mauer war, jede Menge Alkohol dazu getrunken!

Die Kombi ist echt heftig!

gasland the movie
00

selbst bei guten bekannten weiß man nicht immer, ob derjenige nicht noch nebenbei anderes nimmt.

nicht weil gras eine gatewaydroge ist, sondern einer einfach neugierig ist und bei persönlichen problemen noch mehr ablenkungen will.

und weil man es ja aus unbekannten quellen kaufen muss oder hat er selbst angebaut? war sein zeug gestreckt, könnte er anderes giftiges zeug zu sich genommen haben ohne es gewusst zu haben.

ein weiterer grund für die notwendige legalisierung. ohne die können keine aussagekräftigen studien angefertigt werden, bei denen menschen die versuchspersonen sind. dann müsste man nämlich selbstanbauer befragen und wäre politisch kritisch.

8uddh48r0t
00

Leute dies nicht packen, hängenbleiben oder abdriften gibts überall, ob mit Drogen oder sonstigem Suchtverhalten oder auch einfach nur so.

Solche Einzelerlebnise haben keine Aussagekraft über die Gesamtheit der Konsumenten.
Da gibts genug, von der Politik ignorierte, Studien die die relative harmlosigkeit belegen und solche Bsp. wie von dir in den auf max 1-2 Prozent der Konsumenten einordnen.

In dem Bereich liegt auch das normale Psychosenrisiko für abstinente Menschen.

Verleihnix
 
00
Interessant wäre eine Dosis-Wirkung-Abhängigkeit.

In der Publkation wird nicht darauf eingegangen, was ich sehr eigenartig finde. Interssant auch die Häufigkeit von Psychosen unter Jugendlichen: Fast 30% von Ihnen war jemals psychotisch, auch in der Kontrollgruppe. Da kann eine Cannabis-Psychose auch nicht mehr viel kaputtmachen - Es ist eher eine generelle Jugendkrankheit.

Barbarin
06
Ich empfehle...

...dazu die neueste Ausgabe vom Profil:

http://www.profil.at/

Da werden Sie staunen! :-)

Ich bitte den Standard sich von einer Drogen-propaganda-Ka**e aus dem VORIGEN Jahrhundert endlich zu verabschieden!

thomazz
02

du hast schon recht, die leute sollen unbedingt auch über anslinger's schauermärchen und ähnliches aufgeklärt werden. sie müssen aber auch über gefahren aufgeklärt werden, die thc neben all den positiven wirkungen haben kann. ich schreibe bewusst 'haben kann'. beispielsweise wirkt es unterstützend für den ausbruch von psychosen. was ist falsch daran, das zu schreiben? propaganda wäre, solche fakten zu verschweigen. ich kenne in meinem bekanntenkreis leider 3 fälle, die mit leichten und schweren psychosen zu kämpfen haben. alle 3 sind/waren kiffer. es ist einfach immer wieder verwunderlich, wie konsumenten negative aspekte des marihuana so rigoros ausblenden oder verleugnen.

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