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Atlanta/Zug - Depression wird sich im 21. Jahrhundert auch zu einer Männerkrankheit entwickeln. Das behaupten Forscher der Emory University im "British Journal of Psychiatry". Der Wandel der traditionellen Rollenbilder in Wirtschaft und Sozialleben werde vielen Männern zum Problem, da er Wurzeln des männlichen Selbstwerts angreife. "Bisher hatten Frauen ein doppelt so hohes Depressions-Risiko wie Männer. In westlichen Industrieländern dürfte sich das zu Ungunsten der Männer ändern", so Studienleiter Boadie Dunlop.
Bröckelnde Rollenbilder
Normen der Vergangenheit, die Männern früher Sicherheit gaben, bröckeln bereits ab und werden künftig verschwinden, so die Forscher. Dazu gehört etwa die Rolle des Mannes als Ernährer und Beschützer der Familie. In den USA sind drei Viertel derer, die seit 2007 arbeitslos wurden, Männer. Zudem verdienen heute 22 Prozent der US-Frauen mehr als ihre Ehemänner - 1970 waren es nur vier Prozent. Männern falle es oft schwer, die Rolle des Haupterziehers zu übernehmen. "Viele fühlen sich gescheitert und schlittern in Depressionen und Ehekrisen", erklärt Studienleiter Boadie Dunlop.
Positiv verbuchen die Forscher, dass die Aufmerksamkeit über mentale Gesundheit zunimmt. Prominente Männer reden erstmals offen über ihre Depression und die gesellschaftliche Erwartung an Männer nimmt ab, sich stets stark und gelassen geben zu müssen und Gefühle zu verstecken. "Ärzte sollten sich über diese Veränderungen im Leben bewusst sein und gemeinsam mit den Patienten erkunden, welche Folgen das mit sich bringt und welche Interventionen helfen", so Dunlop.
Wie wenig vorbereitet Männer für das Thema Depressionen sind, zeigt eine Umfrage der Schweizer Selo-Stiftung: Nur jeder dritte Mann würde mit anderen über seine Depression sprechen - bei Frauen ist es jede Zweite. Männer glauben viel häufiger, dass Depression ein gesellschaftliches Tabu ist. Jeder Zwölfte würde sie sogar gänzlich verschweigen, was doppelt so häufig ist wie bei Frauen. Männer sind auch weniger gut über die Krankheit informiert und geben seltener an, Menschen mit Depression zu kennen. (pte)
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Doch, das ist sogar sehr wichtig, denn wenn man etwas nicht versteht, kann man es auch nicht ändern.
Mit Verstehen fremdartiger Verhaltensweisen alleine würden wir schon sehr viel weiter kommen und uns sehr viel weniger ärgern. Alles hat "am Boden" einfache Ursachen, die aber immer mehr verdeckt, gerechtfertigt und verschleiert werden. Z.B. die Angst, eines Tages zu kurz zu kommen, die bei vielen Antifeminismusmännern durch ihre Aggressionen durchschimmert. Da kann man doch was gegen machen.
Mit dem Verstehen der eigenen Verhaltensweisen und Motivationen ist man ja schon überfordert, wenn man es alleine probiert und uninformiert vielleicht auch noch. Erfordert Selbstehrlichkeit.
Könnte auch mit der realen einseitigen Entrechtung und realen Benachteiligung und einseitigen Freuenbevorzugung zusammenhängen. Dazu noch die allgegenwärtige Hetze, wie böse, schlecht und dumm doch die Männer alle sein sollen und das Frauen ja sooo viiieeelll besser seien.
glaube nicht, daß depressionen zunehmen, sondern daß sich männer diese immer mehr eingestehen (trauen, erlauben).
das menschenkaputtmachende männliche rollenbild akzeptiert keine schwächen wie ängste ("memme"), antriebslosigkeit ("lahmarsch"), trauer ("heulsuse"), hoffnungslosigkeit ("zauderer").
es ist aber leider nicht das männliche rollenbild. es ist ja nicht so, dass sich männer das selbst ausgesucht hätten.
beschweren sie sich einmal als mann über tatsächlich bestehende ungerechtigkeiten gegen männer und sie werden sehen, wo das herkommt: es dauert keine minute, bis die erste frau sie als jammerlappen beschimpft. das ist hier im forum laufend zu beobachten.
Und wie ist es im richtigen Leben außerhalb des Forums, wo weder Körpersprache noch Stimmmelodik zum Tragen kommen? Wo 85% der Kommunikation gar nicht erst passieren, passiert Informationsverlust und es kann gar nicht gut verlaufen, höchstens oberflächlich-sachlich. Außerdem werden negative Emotionen im Forum an den "unechten Menschen" abgebaut, die von woanders her kommen.
Also, das Internet sollte man nicht mit dem Restleben verwechseln und Erfahrungen im Internet auf das Internet beziehen, nicht aufs Leben!
Innerhalb von 6 Monaten haben sich 2 Freunde meiner Eltern, beide 70 J. alt, beide gesund, beide familiär gebunden, "ohne Grund", ihrem Leben ein Ende gesetzt.
In dieser der Generation redet man nicht darüber wie es einem geht. Als ich vor Jahren selbst in Therapie war, waren selbst meine Eltern darüber erschüttert.
Nachdem nicht einmal 5% in die Väterkarenz gehen, stehen doch die meisten Männer gar nicht vor diesem Problem. Und hin und wieder sich mit den Kindern zu beschäftigen, ohne nebenbei auf dem Blackberry herumzuhacken, wird sie hoffenlich nicht gleich in eine Depression stürzen.
schließlich ist es wichtig, sich - am besten wegen jeden kleinen scha* - therapieren zu lassen....
was frauen anbelangt, fällt mir die aussage eines freundes ein: "frauen mögen vielleicht nicht einen gleichstarken hang zur intellektualität wie männer haben, aber sie können dafür hackeln bis die schwarte kracht!" vielleicht ist da ja was dran. und vielleicht haben die arbeitgeber das auch schon längst bemerkt. jedefalls könnte ich mir schon eine zukunft vorstellen, in der viele männer sich um die kindererziehung und bildung kümmern während frauen dem wettbewerb fröhnen. alleinerzieherInnen werden es aber auch in dieser zukunft deutlich schwerer haben...
wie in ihrem ersten Satz hauen sich einige Menschen vor die Bahn oÄ. ! Gesellschaftlich nicht opportun halt . Nehmnen Sie endlich zur Kenntnis dass das kein kleiner Scha* ist sondern eine ernstzunehmende Krankheit! Würden Sie genauso über Diabetes oder Bluthochdruck reden (werten) ?
Die Zahl depressiver Männer steigt nicht, sondern die Diagnose wird auch für Männer eher hinnehmbar und sie ordnen sich entsprechender Therapie unter.
Die Selbstmordrate ist sicher ein Indiz (ich weiß, dass es andere Gemütskrankheiten gibt, die dafür stehen können) für die Verbreitung der Krankheit Depression unter Männern. Hier ein Beispiel aus Deutschland:
http://de.wikipedia.org/w/index.p... 0603204854
Und Männer vergewaltigen die Kinder und Jugendlichen ihrer Verwandtschaft viel mehr als Frauen und deswegen sollte man sie gleich aus der Erziehung raushalten.
Nur mal um zu demonstrieren, warum solche Verallgemeinerungen von Einzelfällen, auch wenn sie mehr als drei Mal auftreten, nicht zulässig sind.
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