Aufständische schlagen Regierungs-Truppen im Ölhafen Brega zurück
2. März 2011, 23:20
Im Al Jazeera-Livebericht wurde dieses Video gepostet, das Gaddafis Sohn Saif zeigen soll. Der glatzköpfige Mann fuchtelt mit einer automatischen Waffe herum und verspricht seinen Zuhörern Waffen, wenn sie ihm helfen, den Aufstand niederzuschlagen. Ausdrücklicher Hinweis der Kollegen aus Quatar: die Echtheit des Materials konnte nicht überprüft werden.
foto: ap/dapd/hussein malla
Jubel in Brega: der Angriff ist abgewehrt
foto: reuters/asmaa waguih
Plakat gegen Auslandsintervention in Bengasi
foto: ap/dapd/kevin frayer
In Bengasi wird Gaddafis "Grünes Buch" verbrannt
foto: reuters/goran tomasevic
Brega, 2. März 2011: Aufständische stehen nach eienem Luftangriff in einem Bombenkrater. Das Loch hat laut Reuters acht Meter Durchmesser und ist drei Meter tief.
foto: reuters/ahmed jadallah
Nach seiner dreistündigen Rede: Gaddafi in seinem Elektro-Auto
foto: reuters/goran tomasevic
Aufständische haben in Ajdabiyah an der Straße nach Brega einen Panzer übernommen
Propaganda-Rede Gaddafis - Rebellen fordern Luftangriffe mit UN-Mandat - Bisher bis zu 75.000 auf der Flucht
Am Mittwoch ist es den Aufständischen in der Ölhafenstadt Brega offenbar gelungen, einen Angriff regierungstreuer Truppen abzuwehren. Muammar al-Gaddafi wandte sich in einer dreistündigen Rede an das Volk und bestritt, dass Sicherheitskräfte Gewalt gegen friedliche Demonstranten angewendet hätten. Die Forderungen nach der Errichtung einer Flugverbotszone über Libyen wurden lauter, wie diese umgesetzt werden soll, ist weiter unklar. derStandard.at verabschiedet sich für heute, morgen geht es weiter.
Unter dem Livebericht steht wie immer ein Diskussionsforum bereit, um Ihre Meinung zu den Ereignissen in Libyen aufzunehmen. Bitte diskutieren Sie höflich und sachlich, klappt das nicht, wird Ihr Posting im Sinne der Fairness gelöscht.
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22:35 Uhr: Die Nachrichtenagentur Reuters hat zwei Bilder erworben, die den Einschlag einer Bombe in der Nähe von Brega und einen Aufständischen, der eine Luftabwehrrakete abfeuert zeigen. Ausdrücklich vermerkt ist allerdings leider, dass die Bilder nicht im Internet veröffentlicht werden dürfen, die geschätzte Leserschaft muss also die Zeitungen abwarten oder die Webseite des "Guardian" besuchen. Nachtrag: Eines der Bilder ist auf der BBC-Website zu sehen.
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22:22 Uhr: Die UNESCO hat jegliche Zusammenarbeit mit Libyen bis auf Weiteres ausgesetzt.
Die Maßnahme gelte "solange, bis die Rechte des libyschen Volks vollständig
beachtet" würden, erklärte die Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturorganisation
der Vereinten Nationen am Abend.
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21:21 Uhr: Al Jazeera-Korrespondent Evan Hill bestätigt aus Brega, dass der Angriff der Gaddafi-treuen Truppen zurückgeschlagen wurde. Seine Tweets finden Sie hier.
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21:07 Uhr: Die Landungsschiffe USS Ponce und USS Kearsarge haben die Passage des Suez-Kanals abgeschlossen und steuern nun auf die libysche Küste zu. An Bord der US-Kriegsschiffe sind 2.000 Marineinfanteristen. Nach Angaben der US-Regierung könnten die Schiffe bei Evakuierungen helfen und
humanitäre Hilfe leisten.
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20:20 Uhr: Auf dem Flughafen La Valetta/Malta bauen britische und französische Techniker die Waffensysteme aus den beiden libyschen Mirage-Kampfjets aus, die dort seit dem 21. Februar stehen. Die Piloten haben Asyl beantragt, Libyen will die Flugzeuge zurück, was Malta verweigert.
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20:18 Uhr: Ein Service für die UserInnen, denen das Format Livebericht nicht zusagt: hier finden Sie die Zusammenfassung des heutigen Tages aus der morgigen STANDARD-Printtausgabe.
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19:48 Uhr: Der Angriff der Gaddafi-treuen Truppen auf den strategisch wichtigen Ölhafen Brega ist gescheitert: Reuters-Korrespondent Mohammad Abbas, der sich in der ostlibyischen Stadt befindet, bericchtet von Siegesfeiern der Aufständischen. Im Leichenschauhaus der Küstenstadt seien ihm die Körper getöteter Söldner gezeigt worden, die nigerianische Papiere bei sich hatten, berichtet der Journalist
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19:28 Uhr: Was sich die USA nicht zutrauen, will die arabische Liga schaffen: Generalsekretär Amr Moussa hat soeben laut Reuters angekündigt, dass man "nicht mit gefesselten Händen dastehen" werde, während "das Blut des libyschen Brudervolks vergossen" wird. Dazu will Moussa in Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union (AU) eine Flugverbotszone durchsetzen.
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19:20 Uhr: Die Grafiker der New York Times haben einen Überblick erstellt. Die Karte zeigt Tag für Tag, wo gekämpft wird.
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17:55 Uhr: US-Verteidigungsminister Robert Gates betont neuerlich, dass ein Flugverbot nicht einfach durchzusetzen sein wird: "Dazu müsste man zuerst die Luftverteidigung ausschalten, damit man dann das Land überfliegen kann,. ohne sich Sorgen zu machen, dass man abgeschossen wird" sagt er bei einer Anhörung im US-Kongress. Dazu seien mehr Maschinen nötig, als ein einzelner Flugzeugträger transportieren kann.
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16:27 Uhr: Der oppositionelle "Libysche Nationalrat" in Bengasi kündigt an, den kürzlich zurückgetretenen Justizminister Mustafa Abdel Jalil zu seinem Vorsitzenden ernennen zu wollen. Rebellenführer Atif el-Hasia bestreitet gegenüber Reuters Gaddafis Behauptungen, dass der Revolutionsrat anstrebe, den Ölexport selbst zu organisieren und so eine Teilung Libyens herbeiführen zu wollen.
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16:12 Uhr: Der Internationale Strafgerichtshof leitete Ermittlungen gegen Gaddafi ein, meldet die APA.
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15:54 Uhr: Hafiz Ghoga, der Sprecher des kürzlich in der ostlibyschen Stadt Bengasi gegründeten "Libyschen Nationalrats", fordert Luftangriffe auf Gaddafis Truppen. Er teilte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch mit, der Staatschef setze ausländische Söldner ein, was einer Invasion Libyens gleichkomme.
Deshalb sei es erforderlich, die Stützpunkte dieser ausländischen Kämpfer mit Zustimmung des UN-Sicherheitsrates zu bombardieren. Der Rat spricht sich aber gegen ausländische Interventionstruppen auf libyschem
Boden aus.
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14.38 Uhr: Reaktion Österreichs auf Ausschluss Libyens aus dem UNO-Menschenrechtsrat
Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) hat den Ausschluss Libyens aus dem UNO-Menschenrechtsrat begrüßt. "Regierungen, die Gewalt gegen das eigene Volk anwenden, dürfen keinen Platz im Menschenrechtsrat haben", erklärte Spindelegger in einer Aussendung vom Mittwoch. Diese Entscheidung sei nach dem Beschluss von UNO-Sanktionen gegen das Regime von Machthaber Muammar al-Gaddafi "der nächste wichtige Schritt der internationalen Staatengemeinschaft zum Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen vor den massiven Menschenrechtsverletzungen, die das Gaddafi-Regime derzeit begeht", so der Außenminister weiter.
Es sei besonders ermutigend, dass dieser erstmalige Ausschluss eines Mitglieds aus dem Menschenrechtsrat auf einen überregionalen Vorschlag hin mit Unterstützung sowohl der EU und USA als auch von arabischen und afrikanischen Staaten im Konsens angenommen worden sei. Damit folge die 192 Staaten umfassende Generalversammlung einer Empfehlung des Menschenrechtsrats, für dessen Mitgliedschaft sich Österreich derzeit bewerbe.
14.25 Uhr: Regimegegner haben nun die Kontrolle über den Flughafen der umkämpften Stadt Brega übernommen, behauptet der einstige Innenminister der Gaddafi-Regierung Abd al-Fattah Junis.
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14.21 Uhr: Nahost-Korrespondent Karim El-Gawhary auf Facebook: "Ich diskutiere gerade mit Kollegen unser weiteres Vorgehen, nachdem Gaddafi-Truppen 200 km westlich von unserem Standort Bengasi eine Offensive begonnen haben. Wir warten ab, wie sich die Lage entwickelt. Notfalls müssen wir uns absetzen."
Rebellen nehmen Soldaten als Geiseln - NATO übernimmt Kommando zum Schutz des UNO-Flugverbots - VAE beteiligt sich an Libyen-Einsatz - Sarkozy droht arabischen Gewaltherrschern
Nato einigt sich doch noch auf Übernahme des Kommandos - AU will mit Regierung und Rebellen sprechen - Medwedew ruft Obama an - Rebellen: Zentrum von Misrata eingenommen - Franzosen schießen Kampfjet ab
USA erkennen Waffenstillstand nicht an - Erneut Luftangriffe in Tripolis - Gebäude in Gaddafis Residenz zerstört - Nato streitet über Einsatz - Arabische Liga kritisiert Angriffe
Gaddafi-Truppen drängen Rebellen zurück - USA kappen Beziehungen zu Gaddafi - EU-Parlament fordert Anerkennung des Rebellenrats - Frankreich hat Rat bereits anerkannt - Niederländische Soldaten sollen freikommen
Auch lokaler Rebellenführer getötet - Rebellen nehmen Ras Lanuf ein, Regierung dementiert - Erneut heftige Gefechte um Ölhafen Brega - Interpol warnt vor Gaddafi-Familie
US-Präsident kündigt Luftbrücke an - Internationaler Strafgerichtshof ermittelt gegen Gaddafi - Rebellen lehnen Gespräche mit Gaddafi ab - EU-Sanktionen offiziell in Kraft
Gegenregierung in Bengasi gebildet - Saif Gaddafi: Regimegegner sind Terroristen - Kairos Al-Azhar-Universität ruft Regierungssoldaten zur Befehlsverweigerung auf - London, Berlin, Rom und Ankara verständigen sich auf Maßnahmen
Erneuter TV-Auftritt Gaddafis - Ban fordert vom UN-Sicherheitsrat Maßnahmen - UN-Vizebotschafter: Tausende Tote bei Protesten - 200 Söldner von Aufständischen getötet - NATO will nicht eingreifen, auch Flugverbot "zu früh" - USA und EU verhängen Sanktionen
Zehntausende vor Racheakten auf der Flucht - Gaddafi klammert sich an seine Macht - Ex-Justizminister: Gaddafi gab Befehl für Lockerbie-Anschlag - Mindestens 640 Tote - EU bereitet Sanktionen vor
Das Foto oben links zeigt die "unbewaffneten" Demonstranten in Brega, mit einem tollen automatischen Gewehr. Damit werden sie die Flugzeuge abschiessen wollen.
Leider haben sie keine Flugzeuge und das ist heutzutage ein kleines Problem, wie schon Saddam und die Taliban erleben durften.
Somit sind sie (soweit Gadaffi die gottgewollten US-Taktiken mit all den bedauernswerten Kollateralschaeden anwendet) auf verlorenem Posten.
Es will scheinen, dass die militärische Schlagkraft Gaddafis bei weitem nicht mehr so gross ist wie befürchtet.
Gut so, dann könnte die Sache doch in wenigen Wochen vorbei sein. Bleibt nur noch zu hoffen, dass Gaddafi ein Ende ereilt, dass mögliche Nachahmer abschreckt.
erstens mal ist die libysche armee mit 60er jahr equipment ausgeruestet, libyen hat nie ernsthaft geld fuer waffen verschwendet. wenn man nachschaut, da gibts 1000 t-55 panzer, die einfach nur vor sich hinrosten, oder mig-21, der typ war 1967 eine ziemliche herausforderung fuer die israelische luftwaffe.
mig23, eine karte, wer das flugzeug noch verwendet und wer es schon im museum hat:
http://en.wikipedia.org/wiki/File... MiG-23.png ja.
aber gegen leute, die auch keine modernen waffen verfuegen koennt sowas schon effizient sein.
sofern es noch fahrt, fliegt ... und genau das wird das problem von gaddafi sein: bei den 120 mig-23 steht dabei: most are grounded.
nur das irakische, saudische und wenn`s geht das iranische. Eine militärische Interventions wird es also nicht geben. Das müssen die lybischen Revoluzzer alleine schaffen. Ist mal so.
....Gadaffi erstmals Ernst macht, er alle staedte zurueckerobert, hinterher gar nicht mehr so viele Tote waren wie vorher rausposaunt, was meint Ihr, wie lang wirds dauernd bis Leitl wieder seinen sueffisanten Grinser aufsetzt und die vorzueglichen Handelsbeziehungen seit Kreisky lobt? Und wer wird ihn als erster wieder herzlich umarmen?
china, der grösste investor in libyen, startet die "operation" (oder den "eingriff"?) leitwährung!
"....die leitwährung dollar sei das einzige, was den zusammenbruch der USA verhindere" schrieb 2003 der wirtschaftswissenschaftler engdahl und betonte, "wer ein spiel gegen den dollar spielt soll wissen, dass das US militär bereit steht."
nun hat china, der grösste investor in libyen beschlossen, seine auslandsgeschäfte in yuan und nicht mehr in dollar abzuwickeln.
der US bankrott rückt damit näher, während sie marialisch vor libyens küste absurd bewaffnet interessensvertreter spielen.
"China attackiert den Dollar"
http://www.spiegel.de/wirtschaf... 30,00.html
... die Schuldzuweisungen genauer zu überprüfen. Für einen Wecken Brot und einen halben Liter Wasser gibt man schnell einmal "dem Regime" die Schuld an Übergriffen. Wie sagte Kreisky 1982 auf die dringliche Anfrage der ÖVP bezüglich des Besuches Gaddafis in Österreich? "Wenn sie aber Rinder und Holz nach Lybien verkaufen wollen, dann gibt es keine Körperöffnung, in die sie nicht hineinkriechen". http://www.wienerzeitung.at/linkmap/p... reisky.htm
im italienischen fernsehen "porta a porta" haben regierungsmitglieder wieder ihr horrorszenario von den lybischen flüchtlingen und noch "horroriger" von den afrikanern aus den umliegenden ländern tschad, niger dermaßen breitgetreten, dass sogar der renommierte talkmaster bruno vespa ziemlich ungeduldig wurde und dem p.t. publikum die karte mitsamt der ganzen wüste dazwischen zeigte.
ceterum censeo: ohne uno mandat sollte keiner irgendeine waffe in lybien gebrauchen.
am besten ihr brüllt für eine intervention der nato, damit ihr morgen noch schön eure autos in euren kleingarten fahren könnt, wo ihr nach einer arbeitsamen woche für euer bitter erarbeitetes papiergeld (das ja real keinen wert mehr hat) euch zudröhnen dürft.
Unter welchen Nick immer Sie hier gerade fungieren mögen, es wäre angelegen, dieses titulieren mit dem Personalpronomina "Ihr" zu unterlassen. Sie wirken sonst wie ein Turnlehrer am Gymnasium, der sein tiefempfundenes Bildungs-Defizit gegenüber seinen intellektuell überlegenen ProfessorenkollegInnen, vor versammelter erster Klasse auszugleichen versucht.
für etwas steht, dass ihr mit euren parteien doch immer so liebt zu betonen, um euch zu unterscheiden, wenn es darum geht, euch von euren gegnern abzusetzen, damit ihr zeigen könnt, dass ihr besser seit als die anderen.
und in diesem fall wieder mal: die pösen islamistischen (und sogar sozialistischen) terroristen-regime-tyrannen (egal woher), die sowie nix können ausser kamele reiten und falls sie aber was können, dann bitte auch nur zu unserem wohl ...
solange DER westen sich nunmal in DEREN dinge einmischt, so lange wird es auch ein fingerzeig auf IHR (wir) leben bleiben.
lasst die ihr ding endlich mal selber machen, dann können wir uns auch besser mit unseren islamischen mitbürgern verständigen und dann haben wir auch kein problem mit dem islam.
klar ist nur, dass sich die brave bürgersgesellschaft nicht daran so schnell gewöhnen wird, dass voraussichtlich ein anderer wind im nahen osten nunmehr wehen wird.
da muss man sich als demokratieversteher schon auch mal ein paar eingeständnisse machen können, um glaubwürdig zu bleiben.
aber um das ging es EUCH IHRS ja sowieso noch nie.
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