Wer zahlt, schafft an

Und wer mehr verdient, wissen wir ja: Bandion-Ortner macht "Kinderpolitik" für Männer

In Österreich verdienen Frauen, bei gleicher Leistung, weniger als Männer. In Österreich sind Frauen in Führungspositionen so selten wie Schneeglöckerln im Juli. In Österreich braucht es, um Gleichstellung zwischen Frauen und Männern herzustellen, Quoten und rechtliche Regelungen; aber es wird schon werden.

Dafür geht es bei den Männern in familiärer Hinsicht (da waren sie präsenzmäßig bisher eher unterrepräsentiert) jetzt schneller - der Justizministerin sei Dank. Claudia Bandion-Ortner glaubt an die automatische gemeinsame Obsorge für Kinder, auch wenn die Partnerschaft der Eltern zerbrochen ist. Vor allem glaubt sie, dass das Sorgerecht auch Vätern zustehen soll, die sich im öden Alltag Jahre nicht um ihre Kinder gekümmert haben. Die aber dann, wenn die Pflichtzeit des Windelwechselns, In-der-Nacht-Aufstehens, des Babysitter-Suchens-wegen-Ohrenentzündung vorbei ist, ihre Vaterliebe erkennend, das Sorgerecht einfordern. "Warum soll einer vorher Staub saugen oder Windeln wechseln? Wenn er Unterhalt zahlt, soll er auch ein Mitspracherecht haben", wird die Ministerin zitiert.

Und nennt das allen Ernstes, vor "Geschlechterkampf" warnend, "Kinderpolitik". Sie könnte es auch ehrlich sagen: Wer zahlt, schafft an. Und wer mehr verdient, wissen wir ja.
Sicher, Geschlechterkampf war einmal. Aber Zeit ist vielleicht für den Kampf gegen schlechte, vorgestrige Politik. (Renate Graber/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2.3.2011)

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Frauen diskriminieren Männer bei Kinderbetreuungsjobs

http://www.unijobs.at/Babysitte... 52&flash=&

Man achte auf den Satz: "bevorzugt weiblich".
Das Inserat ist NUR deshalb sonst geschlechterneutral geschrieben, weil es das Gleichbehandlungsgesetz vorsieht (geschlechtsneutrale Stellenausschreibung). Aber in Wahrheit liegt hier versteckte Diskriminierung vor.
Warum trauen Frauen den Männern nicht eine genauso verantwortungsvolle Arbeit zu, wenn sich Männer sogar bereit erklären wenig zu verdienen?

http://portal.wko.at/wk/format... dstid=7228

Jetzt wird dieser furchtbar schlechte, diskriminierende Artikel noch einmal aus dem Hut gezaubert? Unpackbar ist das liebe(r) Standard.

Mamas...

Was mich als Ausländer so wundert, ist diese hysterische, exclusive und symbiotische Bindung der hiesigen Mütter zu ihren Kindern. Daher die grobe Ablehnung der Männer als Miterzieher, daher die Geringschätzung der frühen Sozialisierung der Kinder (Krippen und Kindergärten), daher der Kontrollwahn über Schulen und Lehrer.

Der Grund? Wahrscheinlich eine jahrzehntelange Gehirnwäsche durch die tiefschwarzen Werte der ÖVP. "Die Mama"...

Das Ergebnis? Krippen und Kindergarten: Wüste. Schulen: stillgelegte Baustelle. Rechtslage: circa 1975.

Und linke/grüne Frauen die, einzigartig in Europa, sich gegen jeden Fortschritt wehren. Und hier eine Debatte aus einem anderen Jahrhundert verursachen.

Bitte aufwachen! Die Welt um euch bewegt sich.

Aber Zeit ist vielleicht

für den Kampf gegen unnötige, nichtssagende Artikel im Standard.
Also Renate Graber, Hut nehmen und ab zum Kleinformat!!

Hab gestern in der Früh 2 mal das Einserkastl lesen müssen, weil ich gedacht hab, ich hab was flascher verstanden.
Aber nein. Schlichte Dummheit.

Standard, der: Qualitätszeitung, sogenannte.

Zu spät

Wenn ich früher gewusst hätte, wie ich Ihrer Ansicht nach zu sein hätte, hätte ich mir viel erspart.

zu dem oft gebrauchten argument "das kind hat ein anrecht auf beide elternteile"

hat es dieses anrecht?
zwecks steigerung des kindeswohls?

es gibt doch die fälle, wo einem teil ein wochenend-besuchsrecht eingeräumt wird.
und die tage nach dem besuch sind für den haupterziehenden elternteil schlimm:
das kind wurde am wochenende so richtig verwöhnt, musste sich an keinerlei vorschriften halten, hat diesen elternteil ausschließlich als guten/gebenden gesehen und erwartet selbiges auch vom anderen elternteil...

dieses 'auszucken' am wochenende und die anschließenden bitteren tage der normalisierung sollen das kindeswohl steigern?
das bezweifle ich.
doch für den haupterzieher sind sie manchmal die hölle.

Dann sollte man die Kinder aber auch nicht zu den GE lassen...

die automatische gemeinsame obsorge?

plötzlich machen auch leute, die eigentlich auf der anderen seite des spektrums stehen, den fehler, den sie immer den sozis vorwerfen:
gleichmacherei!

*haben die eltern noch ein gutes oder zumindest korrektes verhältnis zueinander, dann stellt sich die frage der obsorge ohnehin nicht.

*gibt es 'troubles', dann entscheidet doch ohnehin das gericht über diese frage.
nach einer prüfung des EINZELfalls!

was also soll diese 'automatik' bei der obsorge?

Sie beschreiben was die 'automatische' gemeinsame Obsorge bedeuten soll.

Derzeit ist die 'Automatik' andersrum: einer bekommt die Obsorge, fast immer die Frau.
Das Gericht entscheidet dann, ob es eine gemeinsame wird.

...

leider nur zu wahr ......

Sie sollten ihren Partner/Partnerin bzw Freundeskreise wechseln, wenn diese mehrheitlich aus Machos bestehen, treten sie vom Rand in die Mitte der Gesellschaft, lösen sie sich von Weltbildern des letzten Jahrtausends, dann lösen sich ihre Verbitterungen

Das Argument der Brille, dass jemand, der für das Kind Alimente zahlt, deshalb automatisch ein Mitspracherecht haben sollte, ist zweifellos ein blödes, und man sollte die Leute auch darauf aufmerksam machen, wie die Brille denkt.
Aber der Rest vom Artikel ist zum Schmeißen.

dieser Kommentar ist eine Frechheit

Teil 2
Übrigens ich bin Vater, habe meinem Sohn sehr oft die Windeln gewechselt, bin auch in der Nacht aufgestanden und habe sehr oft nach Babysittern gesucht.
Ich lebe getrennt von der Mutter und habe die gemeinsame Obsorge. Dies nur weil sie versteht, dass ein Kind auch einen Vater braucht. Die ganze Situation war und ist nicht einfach, aber die Mutter soll nicht aus reiner Laune heraus, die gemeinsame Obsorge beenden können.
Übrigens die gemeinsame Obsorge, muss nicht als geteiltes Sorgerecht verstanden werden. Es muss weiterhin ein Ort ausgemacht werden, an dem sich das Kind hauptsächlich aufhält.
Ich finde dieses Populismus auf Rücken der Schwächsten in unserer Gesellschaft widerlich.

dieser Kommentar ist eine Frechheit

Mit Entsetzen musste ich heute früh den Leitartikel lesen. Dieser Artikel ist auf dem Niveau des Wiener Boulevards.
Sie vermischen Frauen- mit Familienpolitik. Es stimmt, dass Frauen immer noch benachteiligt werden. Doch was hat das mit der Gemeinsamen Obsorge zu tun. Soll eine Frau weiterhin allein bestimmen können, ob das Kind den Vater sehen kann oder nicht? Ihrer Meinung nach schon, auch wenn die Frau dies aus reinem Eigeninteresse handelt.
Sollten Vätern die sich um Ihre Kinder kümmern, nicht gewisse Rechte zustehen? Frauen können momentan jederzeit, die gemeinsame Obsorge beenden, egal aus welchen Gründen. Ich verstehe nicht warum Sie dagegen sind das alte Spiel Unterhalt vs. Besuchsrechte zu beenden.

dieser "artikel" oder "kommentar" auf der titelseite der print-ausgabe..!

mehr als fragwürdig!

nicht, dass die veröffentlichung im allgemeinen nicht zu hinterfragen wäre..

was wünscht sich frau grabner denn? mehr rechte für frauen in den bereichen, wo sie diskriminiert werden? soweit kann man dem ganzen ja noch folgen .. doch im selben atemzug eine gleichstellung der männer abzulehnen, ja schon fast nach strache-manier mit ähnlichen klischees, wie sie die "moderne" frau endlich loswerden will, dagegen zu wettern kann man nur noch als zu papier gebrachten sprechdurchfall bezeichnen

traurig und zum fremdschämen .. auch wenn ich keine frau bin

Selten so einen schlechten Kommtar gelesen,

da lohnt nicht einmal eine Erwiderung, Frau Graber.

Selten dumpfer populismus in dem artikel.

ja, frauen werden de facto immer noch diskriminiert, auch wenn es viele männer nicht wahrhaben wollen. aber die lösung dafür heißt nicht, daß ich männer nun im familienbereich diskriminiere und ihnen ihre kinder vorenthalte, denn auch die kinder haben ein recht auf ihre väter. und klar geht das schneller: frauen sind formal vor dem gesetz gleich, die diskriminierung passiert im realen leben, da muß sich viel in den köpfen ändern. im familienrecht sind die männer von rechts wegen diskriminiert. und das kann nun mal nur das gesetz ändern.

der staat soll endlich rahmenbedingungen schaffen, daß frauen männer sich gleich in bezahlter und unbezahlter arbeit engagieren. aber nicht über die keule des familienrechts die männer bestrafen.

ersetzt man in dem artikel sinngemäss die wörter "väter/männer" durch "ausländer", "mütter/frauen" durch "ehrliche und fleissige", dann erhält man einen artikel, der aus staberls feder stammen hätte können und zurecht wegen xenophobie verteufelt werden würde.

Arme Kinder

Ich gehe davon aus, dass unsere Justizministerin "nur" die EU-Richtlinie umsetzen muss. Die ÖsterreicherInnen haben da nämlich eine eigentümliche Informationspolitik und glauben, dass Sie noch immer auf der Insel der Seligen allein sind. Allerdings habe ich meine Probleme mit dieser EU-Richtlinie, denn die leidtragenden dabei sind die Kinder. Mag sein, dass die Väterrechte gewahrt werden, aber die armen Psychos, die aus so einer Verordnung entstehen können einem jetzt schon leid tun. Zwei Menschen, die sich ohnehin nicht mehr verstehen, werden zu Gemeinsamkeit zwangsverordnet. Und die Leidtragenden sind die Kinder. Solange einer das Sagen hat, gibt es wenigstens eine Richtlinie. Wir sollten uns in Zukunft überlegen, wen wir nach Europa schi

Es gibt keine EU-Richtlinie zu dieser Frage. Es gibt ein EGMR-Urteil.

Trojanisches Artikelpferd

Jetzt ist es mir klar geworden; Zementierung des Vorurteils, dass Männer nicht in der Lage sind, bei der Kinderbetreuung eine ernsthafte Rolle zu spielen. Keine geteilte Obsorge, deswegen auch weniger gesellschaftlicher Druck und Wunsch nach Betreuungseinrichtungen, damit einhergehend Kinderbetreuung bleibt bei der Mamma picken und ... und?
Die Männer können getrost im Wirtshaus sitzen, sich im Haushalt blöd anstellen, Fußball schauen und haben noch dazu viel weniger weibliche Konkurrenten am Arbeitsmarkt.
Einen Dienst erweist Frau Gra damit vor allem den Chauvis.

Es hat keiner behauptet, dass Männer nicht imstande wären....

Davon dass jemand zwar kann aber nicht tut, hat niemand was.

Tatsache ist, dass vor allem Frauen die Kinder betreuen. Das ist ein Fakt.

Ich bin fassungslos!Teil 2

Frau Graber!Ich habe mich seit der Geburtsstunde meiner Tochter mich um sie gekümmert,war immer für sie da und ich bin nicht der einzige Vater,der verantwortungsvoll handelt.Viele Väter haben aber durch das mangelhafte Obsorgerecht keine oder wenig Möglichkeit ihre Vaterschaft zu leben.Sie sind der Willkür der ehemaligen Partnerin ausgesetzt da keine Institution die Verantwortung für die Durchsetztung dieses Gesetzes übernimmt.Weder Jugendamt noch die Gerichte.Also stellt sich das Recht meist auf die Seite des Haushalts 1.Ordnung und der 2te muß akzeptieren was kommt.Ich bin gerne bereit Ihnen mehr zu erzählen und mit Ihnen zu diskutieren.aber bitte:Dieser Artikel war völlig daneben,ich hoffe auf Entschuldigung in der nächsten Kolummne.

Ich gehe mal davon aus, dass

es stimmt was Sie schreiben. Sie müssen sich aber 1. klar werden, dass Sie zu einer kleinen Minderheit gehören und 2. dass Sie den Riesenfehler machen, sich mit der großen Mehrheit der Machomänner gegen die Frauen zu solidarisieren! Und genau das ist es, was B-O und die ganze reaktionäre Politclique inklusive der katholischen Kirche erreichen will!

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