Neue Funktionen

Xing wandelt auf den Spuren von Facebook

1. März 2011, 16:56

Mitglieder sehen künftig Neuigkeiten aus ihrem Netzwerk auf einen Blick und können diese kommentieren und weiterleiten

Hamburg - Xing geht den Facebook-Weg: Das Karriere-Netzwerk hat am Dienstag neue Funktionen angekündigt, die der große Konkurrent unter Internetnutzern populär gemacht hat. Xing-Mitglieder sehen künftig Neuigkeiten aus ihrem Netzwerk auf einen Blick und können diese kommentieren und weiterleiten. Mit einem Klick bekunden sie, dass sie etwas "interessant" finden. Beides erinnert an Facebook, wo der Ticker mit Aktivitäten von Freunden und der "Gefällt mir"-Button eine wichtige Rolle spielen.

Die Funktionen sollen im Laufe des Mittwochs allen Nutzern zur Verfügung stehen. "Wir erschließen bestimmte Social-Media-Tools, mit denen man effektiv kommunizieren kann, für die Geschäftswelt", sagte Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck der Nachrichtenagentur dpa. "Wir wollen die Aktivität der Nutzer durch diese schnelle Art der Kommunikation weiter steigern."

Freund und Familienvater

Trotz der optischen Annäherung an Facebook sieht Groß-Selbeck sein Unternehmen nicht in Konkurrenz zum rasant wachsenden Marktführer. "Wir hören immer wieder, dass die Nutzer zwischen geschäftlicher und privater Welt unterscheiden. Ich bin einerseits Freund und Familienvater, andererseits Kollege oder Vorgesetzter", argumentierte er. Dafür sprächen auch die Zahlen: "Beruflich und privat genutzte Netzwerke wachsen gleichermaßen."

Dagegen hat Xing den Versuch weitgehend aufgegeben, die Plattform mit Hilfe von Programmen externer Entwickler zu erweitern. "Die Apps haben sich im Business-Kontext nicht so entwickelt wie erhofft. Deswegen haben wir das Thema nicht mehr groß vorangetrieben", sagte Groß-Selbeck. Xing hatte 2009 eine entsprechende Schnittstelle in seine Plattform integriert, ließ aber nur ausgewählte Apps zu. Groß-Selbeck betonte, dass die Entwicklung auch so voranschreite. Ein Team von 100 Mitarbeitern entwickle die Plattform weiter.

Xing wurde 2003 gegründet und richtet sich vor allem an berufliche Nutzer. Die Plattform hat nach eigenen Angaben mehr als 10 Millionen Mitglieder, davon rund 4,2 Millionen im deutschsprachigen Raum. Ein Großteil der Einnahmen des börsennotierten Unternehmens stammt aus Abozahlungen für sogenannte Premium-Mitglieder, die die volle Funktionalität des Portals nutzen können. (APA/dpa)

suche prov.freie(!) 3-Zi-Whg in Wien
00
Eine perfekte Verschlimmbesserung.

Die neuen Funktionaliäten sind a) schlecht erklärt, b) nicht steuer-/konfigurierbar und c) penetrant aufdringlich ohne der Möglichkeit, das Ganze auszublenden oder zu verschieben.

Wichtiger wäre gewesen, wenn man z.B. endlich die Kontaktliste bzw. die Statusmeldungen kontaktbezogen freigeben/sperren könnte.

Ich spiele echt mit dem Gedanken, meine Premiummitgliedschaft zu kündigen, weil mich das so nervt.

illuminat_0815
01
es wird unprofessionell!

"Mit einem Klick bekunden sie, dass sie etwas "interessant" finden" - XING war immer eine Businessplattform - Facebookfunktionen sind zum Berufsnetworken völlig fehl am Platz! Darüber hinaus wurde es völlig unübersichtlich - wobei das Geschmackssache ist.........

gk76
00
Sie könen ja auswählen

worüber Sie informiert werden wollen. Ich werde diesen like-button sicher nie drücken, aber zwing mich auch keiner

Der junge Jim Kirk
01

Danke für den Artikel, wusste ja ich hab was vergessen (premium mitgliedschaft kündigen).

ARO5
00

Ist echt schad ums Geld.

gustav gans42
00

wenn man`s nicht wirklich a k t i v nutzt (bedeutet Arbeit) ist`s wirklich schad ums Geld.
Mein Unternehmen (A) hat innert 4 Jahren ca. 3000 Kontakte generiert, und mindestens zweihundert Kunden gewonnen.
Eine Mitarbeiterin arbeitet pro Woche ca. 5-7 Stunden daran.
Übrigens: der Zauberer ist tot;-)

ARO5
00

Welcher Zauberer ?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.