Auf "PagePlace" kann man sich ab sofort mit digitalem Lesestoff eindecken
Die Deutsche Telekom will Apple auf dem schnell wachsenden Markt für elektronische Bücher und Zeitungen Konkurrenz machen. Dazu legt der Bonner Konzern nach Angaben vom Dienstag zusammen mit einigen deutschen Verlagen einen eigenen Online-Kiosk auf. Auf "PagePlace" können sich Bundesbürger ab sofort mit digitalem Lesestoff eindecken. Eine Software sorge dafür, dass Zeitungen und Bücher auf allen Endgeräten des Käufers - vom Computer über Tablet-PCs bis zu Multifunktionshandys - gelesen werden können. Eine Version für Android-Geräte soll in Kürze folgen. Der Clou für die Telekom: Auf Wunsch wird der Kauf über die Telefonrechnung bezahlt - angesichts von 25 Millionen Festnetz-Kunden ein großer Startvorteil für das Geschäft. Für alle anderen bleibt die Kreditkarte oder der Internet-Bezahldienst PayPal.
Angebot noch bescheiden
Zum Start ist das Angebot noch übersichtlich. Von den großen überregionalen Zeitungen hat PagePlace lediglich die "Süddeutsche" und das "Handelsblatt" im Angebot. Deutschlands größtes Boulevard-Blatt "Bild" aus dem Hause Axel Springer fehlt ebenso wie der "Spiegel".
Der Markt für digitale Zeitungen und Bücher wird von Apple dominiert. Der US-Konzern hat sich in der deutschen Print-Branche allerdings wenig Freunde gemacht, da er 30 Prozent der Verkaufserlöse kassiert und die Daten der Abonnenten selbst verwaltet - für viele Verleger ist das unannehmbar. Genau hier will die Telekom punkten. "Wir stellen eine hersteller- und verlagsunabhängige Plattform, mischen uns aber nicht in die Kundenbeziehungen unserer Partner ein", sagte Telekom-Innovationsvorstand Ed Kozel. (Reuters)
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