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Wien - Kopflausbefall soll auf den Köpfen infizierter Menschen behandelt werden, auf die Desinfektion und Behandlung von Wäsche, Wohnung und Autos kann getrost verzichtet werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle wissenschaftliche Studie aus Australien, die das Risiko der Übertragung von Kopfläusen durch Mützen, Schals und Pölster untersuchte.
Im Rahmen der Studie wurden unter anderem in vier australischen Schulen insgesamt 1.000 Kopfbedeckungen untersucht und keine einzige Kopflaus gefunden. 5.500 Kopfläuse fanden die Forscher jedoch auf den Köpfen der Kinder, die eben diese Kopfbedeckungen trugen. Die Kopflausübertragung durch Kopfpölster betrachten die Autoren der Studie ebenfalls als vernachlässigbar, da nur 0,1 Prozent aller Kopfläuse vom Kopf auf einen Gegenstand wie den Kopfpolster wechseln.
Schluss mit Desinfektionsorgien
Das ist eine gute Nachricht für gestresste Familien, da offenbar keine Veranlassung für zeitaufwändige Desinfektionsarbeiten im Haushalt besteht. Die Kopflausbehandlung selbst ist vergleichsweise einfach.
Die Häufigkeit von Kopflausbefall sei in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen, so die Autoren der Studie. Dementsprechend wichtig ist es, Möglichkeiten zur Kontrolle dieser Infektionen zu finden. Kopflausbefall sei am besten zu begegnen, in dem jeder einzelne Fall rasch behandelt wird. Das stoppt nicht nur die Infektion selbst sondern auch das Risiko einer Übertragung auf andere.
(red)
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Quelle: 1) Canyon DV, Speare R (2010): Indirect Transmission of Head Lice via Inanimate Objects. The Open Dermatology Journal, 2010, 4, 72-76.
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