Geburt

Im Beisein des Vaters

1. März 2011, 08:07
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    foto: apa/michael sohn

    Das Miterleben der Geburt prägt auch den Vater.

Erleben des Beginns macht Männer feinfühliger und geduldiger - Expertin fordert bessere Vorbereitung der werdenden Väter

Göteborg - Obwohl sie am Geburtsprozess selbst keine vorrangige Rolle spielen, sollten werdende Väter im Kreissaal anwesend sein. Dazu raten Forscher der Universität Göteborg in der Fachzeitschrift "Midwives". "Väter sagen im Nachhinein, das Miterleben der Geburt hätte sie reifer, geduldiger und feinfühliger für die Signale des Babys gemacht. Auch Frau und Kind profitieren von ihrer Anwesenheit, doch gibt es für Väter noch kaum geeignete Geburtsvorbereitung", berichtet die Studienautorin Ana Premberg.

Händchenhalter mit Ängsten

Die Forscher befragten frischgebackene Väter nach ihren Erfahrungen. Die meisten wollten Wehen und Geburt von sich aus miterleben, manche waren von ihren Frauen dazu überredet worden. "Die Männer berichten von einer erfüllenden Erfahrung, die ersten Momente des Kindes gemeinsam als Paar und Eltern erlebt zu haben. Sie beschützen und unterstützen die Frau, indem sie etwa die Hände halten, beruhigen oder die Kommunikation mit der Hebamme, sofern die Frau nicht reden kann", so Premberg.

Als werdender Vater im Kreissaal zu stehen ist allerdings eine große Herausforderung. "Schwierig ist besonders, die Wehen der Frau zu sehen und nichts dagegen tun zu können. Viele sind besorgt um das Wohl von Frau und Kind und fürchten, dass etwas schief gehen könnte. Auch das Blut, die Spitalssituation und der Übergang in etwas völlig Unbekanntes machen dem Mann zu schaffen." Trotz starker Gefühle zwischen Euphorie und Agonie wollen die meisten ihrer Frau Sicherheit und Ruhe vermitteln - zurecht, so Premberg, denn mit ansteckender Überängstlichkeit sei ein Mann im Kreißsaal keine Hilfe.

Geburtsvorbereitung für Männer

Damit sie bei der Geburt ihren Part übernehmen können, fordert die Expertin bessere Vorbereitung für Väter. "Obwohl heute die meisten Paare beim ersten Kind gemeinsam in den Geburtsvorbereitungskurs gehen, ist der Vater oft nur der Mutter zuliebe dabei. Man sollte ihn mehr einzubinden und Männerthemen Raum geben." Nur vereinzelt bieten Hebammen bei Männerabenden Austausch oder gedankliche Vorbereitung auf den Geburtsvorgang aus Männersicht. Für viele Männer sei die wichtigste Informationsquelle allerdings der Austausch mit Arbeitskollegen oder Angehörigen, die bereits Väter sind.

Die Vorbereitung solle auch das erste Lebensjahr des Kindes ansprechen. "Das Vatergefühl stellt sich meist erst ab Geburt ein, wenn Väter ihr Baby sehen und berühren können, denn zuvor gelingt die Vorstellung kaum. Zwar kann der Vater nicht stillen und erlebt sich somit nur als zweitbestes Elternteil. Seine aktive Mithilfe entlastet aber nicht nur die Frau, sondern stärkt ihn auch selbst im Vatersein." Aufgaben gebe es genug - vom Windelwechseln über das nächtliche Aufstehen bis zum Übernehmen von Hausarbeit.

An der Beziehung zum Baby arbeiten

Die meisten Männer konzentrieren sich im ersten Jahr der Vaterschaft darauf, ihre eigene Beziehung zum Kind aufzubauen. "Das geschieht besonders dann, wenn sie in Abwesenheit der Frau auf das Baby aufpassen, mit ihm reden und auch lernen, es selbst zu trösten." Um ein guter Vater zu sein, müsse man dem Baby den Platz in der Mitte des Lebens geben, so Premberg über die Rückmeldungen der Väter. "Doch gleichzeitig ist es wichtig, sich dabei selbst als Person nicht aufzugeben und Freundschaften oder Aktivitäten außer Haus zu pflegen, wenn auch in reduziertem Maß." (pte)

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Posting 1 bis 25 von 192
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guggi102
14

Ein Dogma sollte das nicht sein, daß der Vater unbedingt dabei sein muß. Es gibt Männer, die durch ihre Ängste, ihre Ungeduld oder ihren Aktionismus sich wirklich störend auf die Konzentration der Frau und den friedlichen Ablauf auswirken können. Und auch solche, die wirklich traumatisiert werden durch das Erlebnis.
Wenn einer der Beteiligten das nicht will, sollte man das guten Gewissens respektieren.

Primär betrifft die Geburt die Frau und das Kind, und sonst niemanden.

Ibsen
10
Ich gehe mit Ihnen d' ´accord

Die Geburt betrifft in erster Linie die Frau und das Kind (und die Geburtshelfer).

salzmen1
00
12.4.2011, 10:00
...bei künstlicher Befruchtung , stimme ich zu!

tout a fait d`accord!

oder glaubst Du noch immer, an den Storch!

Na dann, nimm den Storch mit!

Dagmar Rehak Wien
 
03

Stimme dir vollkommen zu. Aber man sollte das auf alle möglichen Dabeiseier ausweiten. Auch Hebammen, die durch Angst, Ungeduld und Aktionismus den regelrechten Ablauf der Geburt stören, sollten besser draußen bleiben.

hagane
20

Ja genau, vor allem die Zirkusartisten und Rugbyspieler stören immer total bei den Geburten.
Aber wie du schon erwähnt hast ist das ja nichts gegen die überflüssigen Hebammen die ja generell unfähig sind weil sie zu wenig ausgebildet wurden... wie die immer panisch herumkreischen und durchdrehen, wahnsinn!
Am besten man schmeisst gebärende Mütter in ein dunkles Loch und machts zu. Nach ein paar Stunden guckt man mal nach obs schon vorbei ist.
Aber nicht, dass die Dunkelheit vielelicht auch störend sein könnte... krass diese ganzen Probleme, hast du wirklich super erkannt!

guggi102
22

Stell Dir einmal vor, wie und wo Du am liebsten einen besonders großen Stuhlgang erledigst - eine Geburt ist physiologisch nichts anderes.

Hättest Du gerne einen Defäkierhelfer, der Dir bei heller Beleuchtung stündlich Deinen rektalen Fortschritt ausmißt und Dich zur korrekten Atmung anleitet? Da wäre das dunkle Loch wesentlich besser geeignet.

salzmen1
00
12.4.2011, 10:04
..stell Dir vor,

setzt der Metheacomplex der Frau / Mutter

vorher ein oder nachher???

salzmen1
00
12.4.2011, 10:01
Stell Dir vor;

Dagmar Rehak Wien
 
00

Bis auf das Schmeißen und Gucken stimme ich dir zu.

Raphael Hythlodeus
43
irrtum, der vater sollte nicht nur bei der geburt dabei sein, sondern schon bei jeder untersuchung während der schwangerschaft.

das kind wurde gemeinsam gezeugt, das kind soll daher auch von beginn an gemeinsam betreut werden - und diese betreuung beginnt nicht erst bei der geburt.
abgesehen davon ist es einfach jedesmal ein tolles erlebnis, das wachsende kind im ultraschall zu sehen...

Thank God I'm A Country Boy
04

Ich seh das anders. ja, der Vater sollte bei den Untersuchungen dabei sein und sich auch über Geburten informieren. Damit er vorbereitet ist und dann auch frei entscheiden kann (und das kann man nur, wenn man alle wesentlichen Fakten hat) ob er dabei sein möchte oder nicht.

Aber wenn er oder die Mutter nicht möchten, dass er dabei ist, dann ist das komplett ok, wenn er eben vor der Tür wartet.

In erster Linie ist es aber wichtig, was die Mutter will, und da sollte, soweit möglich, der Vater schon mal über seinen eigenen Schatten springen.

Und Frauen dürfen auch sagen, dass sie den Mann nicht dabei haben wollen. Ja, solche gibt es.

hagane
00

wer behauptet denn, man müsse männer gegen den willen der frauen in den kreissaal ketten?

Thank God I'm A Country Boy
00

Keiner.
Aber es gibt Frauen, denen von allen Seiten eingeredet wird, sie müssten den Vater unbedingt dabei haben. Sozialer Druck, quasi.
Und wenn der Vater dann auch noch dabei sein möchte, wirds schwer, nein zu sagen.

salzmen1
10
ausgeschlossen!

Bei dem ersten Kind, trotz " Vorbereitung " um dabei sein zudürfen hat mich die weibliche Hebame ausgeschlossen.KH -Ki.

Die folgenden Kinder, zu hause geboren und bei einer bin ich Geburtenhelfer gewessen, bis Hebame an kam.

Vorbereitung - kurs eher abschreckend als dienlich - förderlich.

Die KH- Hebame, für ihr war das neu das der Vater dabei ist, oder soll ich anderes Vermuten?

Das tut mir heute noch leid nicht dabei gewessen zu sein bei der Ersten.

DD1981
11

Also wenn sie so lästig und nervig sind wie aus den Postings herauszulesen ist, wundert es mich nicht das die Hebamme Sie rausgeschmissen hat...die hat zu entscheiden was für das Wohl der Mutter und des Kindes am Besten ist...und jemand der sich so aufführt wie Sie wird das wohl nicht sein.

Sie wurden sicher nicht Grundlos rausgeschmissen...

salzmen1
10
ihr auffassungsvermögen ist wohl beschrängt!Ihre lesens art auch wenn sie ein Wort gegen was ich nicht verwendet habe!

weder rausschmiss
noch weder grundlosen rausschmiss hat es gegeben!

mfg an DD1981

RS69
 
11

Mich würd eher wundern, wer sich tatsächlich von der Hebamme "vor die Tür stellen" lässt, wenn er mit seiner Frau vereinbart hat, dabei zu sein. ;-)

Karl600
01

Würde mich interessieren, wann und wo das gewsen ist. In Österreich hinkt man ja in vielen Sachen hinten nach, war die Geburt des ersten Kindes schon lange her? Heute jedenfalls ist es hoffentlich auch in kleinen Krankhäusern auch in Österreich Standard, daß der Vater bei der Geburt dabei sein darf, wenn er will.

salzmen1
10
Nein, österreich nickt nicht nach!

war vorreiter KH in Geburten-abteilung!

was nütz es wenn sie es wissen, gehen sie dann nicht hin, mit ihrer Schwangeren?

Es ist nicht zeitbezogen , nicht Ortsbezogen, SONDERN personenbezogen noch genauer Hebambezogen!

Warum wollen sie das wissen?

Vielmehr interessiert mich wie lange solche " Kranken geschichten " Geburt ist keine Krankheit aufbewahrt werden müssen und ob man ( Vater oder Sohn ) Einblick nehmen können!

lei lei Faschingsontag ist !

Karl600
01

Warum mich das interessiert? Weil man durch Wissen um die näheren Umstände ein besseres Verständnis bekommt, warum das so passiert ist. Wenn die Geburt vor 30 Jahren in einer kleinen Quetsche in Tirol oder Nordslowenien war, ist es nicht überraschend, daß der Vater nicht dabei sein darf. Wenn das noch vor 10 Jahren in Wien passiert ist, ist es unerwartet und eine Ausnahme. Klar?

Aufbewahrung von KGs findet man mit Google im jeweiligen Krankenanstaltengeseetz, für Wien z.B. "Krankengeschichten sind nach ihrem Abschluß von der Krankenanstalt mindestens 30 Jahre.....aufzubewahren."

Was mich auch wundert, man macht sich doch wohl vor der Geburt aus, wie´s dann ablaufen wird, dazu gehört ja auch die Gegenwart des Vaters oder einer sonstigen V

salzmen1
10
das Sie Tirol, ..disqualifizieren als sein sie " hinterwälder "verwundert mich sehr bei Ihrer ausgewählten Wortwahl!

ein Erlebnis in Wien: ca 10 bis 15 Minuten zu Fuß von Kaffee Landmann entfernt.
Auf die Frage wo und wie komme ich zum Kaffee Landmann?

Wiener, mh,weiss ich net, ken ich net!
Tiroler in Wien, auf die gleiche Frage, genaue und peräzise Antwort!

Sie sollten ihr gedankliche Missbildung von Tirol ändern , sie sind noch zu jung das es chronisch wird!

Brauchen sie noch ein beispiel von Vent?

Statistisch hinkt der osten ( Wien ) in vielen nach, und siehe Freundlichkeit - Auskunft usw.!

einigen wir uns bei 25 jahre, und Ausnahme!

Ihre theoretische Verwunderund, kan ich nicht nach vollziehen!

guggi102
01

Wegen der Krankenhausunterlagen: 30 Jahre müssen sie aufbewahrt werden von einem Krankenhaus, und Du hast ein Recht auf Herausgabe, wenn Du die Obsorge hast - bzw. das betroffene Kind, wenn es volljährig ist.

salzmen1
00
.....mit besten Dank!!!!!!!!!!

salzmen1
00
Nein, österreich nickt nicht nach!

RS69
 
01

Frage: Warum haben Sie sich von der Hebamme ausschliessen lassen?

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