Die USS Enterprise ist am Weg durch den Suez Kanal in Richtung des Mittelländischen Meeres.
foto: foto:kevin frayer/ap/dapd
Ein übergelaufener Soldat feuert Schüsse aus seinem automatischen Gewehr ab.
foto: reuters/abc news
Christiane Amanpour interviewte Gaddafi: "Mein ganzes Volk liebt mich. Es würde sterben, um mich zu schützen"
Gaddafis Sohn Saif: Keine Beweise für Gewalt gegen Demonstranten - Libyen aus dem Menschrenrechtsrat der Vereinten Nationen ausgeschlossen
derStandard.at berichtete auch am Dienstag live über
die
Ereignisse in Libyen. Unter dem Bericht steht wie immer ein Diskussionsforum zur Verfügung. Wir freuen uns auf eine sachliche, kantige und höfliche Diskussion. Verstößt ein Posting gegen die Regeln, wird es gelöscht.
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23:01 Uhr: Wir beenden für heute unsere
Live-Berichterstattung, sind aber ab morgen Früh wieder für Sie da.
22:43 Uhr: Gaddafis Sohn Saif bestreitet erneut, dass in seinem Land mit Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen werde. Dafür
gebe es keine Beweise, sagte Saif al-Islam im britischen Fernsehsender Sky News. "Zeigen Sie mir einen einzigen Beweis. Zeigen Sie mir die
Bombardements. Zeigen Sie mir einen einzigen Angriff gegen Zivilisten." Die
Regierung sei bereit für Untersuchungskommissionen aus egal welchem Land.
Zudem befänden sich Hunderte Reporter im Land, die gehen könnten, wohin sie
wollten, um die Vorwürfe zu prüfen, sagte Seif el Islam in dem Interview, das in
der libyschen Hauptstadt Tripolis geführt wurde.
21:55 Uhr: Die UN-Vollversammlung hat Libyen wegen seiner Gewalt gegen Demonstranten aus
dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen ausgeschlossen. Die Entscheidung am
Dienstag wurde von mehr als zwei Dritteln der 192 Mitgliedsstaaten getragen.
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21:51 Uhr: Abtrünnige libysche Soldaten breiten sich auf einen Einsatz gegen Truppen vor,
die immer noch zu Machthaber Muammar Gaddafi stehen. "Sämtliche Militärräte des
Freien Libyens kommen zusammen, um einen vereinigten Militärrat zu bilden, der
einen Angriff auf Gaddafis Sicherheitseinheiten, Milizen und Söldner planen
soll", sagte der Rebellen-Offizier Faris Swei am Dienstag. Allerdings würden die
Soldaten zunächst abwarten, ob sich Gaddafis Gegner selbst durchsetzen könnten.
"Wir wollen jeder Stadt die Ehre lassen, sich selbst zu befreien. Wenn sich das
verzögert, werden wir eingreifen", sagte der Hauptmann laut Reuters auf
einem Militärstützpunkt in Adschdabija im Osten Libyens, den die Rebellen
kontrollieren.
***
21:34 Uhr: Zwei Landungsschiffe der US-Marine, die USS Kearsarge und die USS Ponce, werden um 2:30 Uhr in den Suez-Kanal einfahren. Ziel der beiden Kriegsschiffe, die 2.000 Marineinfanteristen an Bord haben, ist da Mittelmeer. Dort könnten sie falls nötig bei Evakuierungen helfen und humanitäre Hilfe
leisten, sagt Verteidigungsminister Robert Gates.
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19:10 Uhr: In der ostlibyschen Stadt Bengasi haben Aufständische am Dienstag einen Militärrat
gegründet. Das Gremium solle die militärischen Kräfte gegen Muammar al-Gaddafi organisieren und die Verbindung mit ähnlichen
Räten in anderen "befreiten" Städten herstellen, sagte die
Oppositionsvertreterin Salwa Bughaighi. Ein oppositioneller Anwalt sagte, die
genaue Zusammensetzung des Rates stehe noch nicht fest, doch würden diejenigen
Offiziere bevorzugt, die von Anbeginn an dem Aufstand beteiligt waren.
General Ahmed Katrani, der mit der Führung der aufständischen Streitkräfte in
Bengasi beauftragt ist, schloss einen Marsch auf die Hauptstadt Tripolis aus,
wie ihn mehrere Offiziere in den vergangenen Tagen erwogen hatten. "Wir sind
dort mit Oppositionellen in Kontakt, doch bitten sie uns, nichts zu
unternehmen", sagte Katrani, der nach Angaben von Bughaighi noch nicht als
Mitglied des neuen Militärrats ernannt worden ist. Die Regierungsgegner in
Tripolis seien überzeugt, die Hauptstadt aus eigener Kraft unter ihre Kontrolle
bekommen zu können, sagte Katrani.
Nach Angaben des Generals sind mehrere Gruppen von Freiwilligen von der
östlichen Küstenmetropole aus durch die Wüste in das tausend Kilometer entfernte
Tripolis aufgebrochen. "Sie bringen ihre Erfahrung nach Tripolis", sagte
Katrani. Nach Angaben des "Rekrutierungszentrums" für Freiwillige in Bengasi
wurde eine Gruppe von 40 Zivilisten und Soldaten bei Sirte von Anhängern
Gaddafis abgefangen. 18 wurden demnach getötet, andere hätten dagegen die
Hauptstadt erreicht und mehr als tausend seien in den Westen des Landes gelangt,
der noch weitgehend unter Kontrolle Gaddafis ist.
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19:06 Uhr: - US-Außenministerin Hillary Clinton warnt vor einem langjährigen Bürgerkrieg
in Libyen. "In den kommenden Jahren kann Libyen zu einer friedlichen
Demokratie werden oder es könnte in einen langwierigen Bürgerkrieg stürzen",
sagte die Ministerin am Dienstag vor einem Kongressausschuss. "Während die
gesamte Region im Umbruch begriffen ist, wird eine starke und strategische
Antwort der Vereinigten Staaten entscheidend sein."
17:31: Al Jazeera fasst in einem Video die Möglichkeiten, militärisch gegen Gaddafi vorzugehen, zusammen:
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17:13 Uhr: General James Mattis von Zentralkommando der US-Streitkräfte im US-Senat über eine mögliche Flugverbotszone über Libyen: "Meiner Meinung nach wäre dies eine große Herausforderung: man musste zuerst die Luftverteidigungskapazitäten der libyschen Armee vernichten. Das würde auf eine Militäroperation hinauslaufen, man kann nicht einfach anordnen, dass nicht mehr geflogen wird."
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16:55Uhr: "Mein Volk liebt mich. Es würde sterben, um mich zu beschützen", sagte Gaddafi am Montag in einem TV-Interview. Es habe keine
Demonstrationen gegeben, seine Truppen hätten den Auftrag, nicht zurückzuschießen. Im Westen des Landes wurden in den Orten Dehiba und Nalut regierungstreue
Truppen zusammengezogen. An der Grenze zu Tunesien beobachteten Reporter bei der
Ortschaft Nalut Armee-Fahrzeuge und bewaffnete Soldaten, die die Landesgrenze
sicherten. Fest in der Hand Gaddafis ist offenbar noch die Hauptstadt Tripolis
im Westen des Landes.
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16:30 Uhr: An der libysch-tunesischen Grenze bei Ras Jdir
versuchen Gastarbeiter die Grenze zu Tunesien überschreiten, meldet Reuters. Tunesische Soldaten schossen in die Luft,
um zu verhindern, dass die Flüchtlinge den Grenzzaun überkletterten. Chaotische
Zustände gab es auch auf der tunesischen Seite der Grenze. Tausende ägyptische
Flüchtlinge forderten wütend Hilfen ihrer Regierung und verlangten, nach Hause
gebracht zu werden. Die meisten können sich die Passage in die Heimat nicht
leisten. Die UN-Flüchtlingshilfe errichtete nach Angaben eines Sprechers eine
Zeltstadt für 10.000, deren Kapazität verdoppelt werden soll.
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14:53 Uhr: Die libysche Botschaft in Wien hat an die
Weltgemeinschaft appelliert, "greifbare Handlungen zur Beschleunigung
der nötigen Hilfsmaßnahmen für die libysche Bevölkerung zu setzen".
In einer Presseaussendung der diplomatischen Vertretung vom Dienstag
werden die "Unterdrückung und vorsätzliche Ermordung der libyschen
Bevölkerung" als "schrecklich und unbeschreiblich" bezeichnet. "Nach allem, was passiert und noch immer im Laufen ist, (...)
rufen wir den Bruder Muammar Gaddafi auf, seinen Mut und Courage
einzusetzen und eine sofortige und entschlossene Entscheidung zu
verkünden, in der er den Forderungen des Volkes entsprechend abtritt,
um mehr Blutvergießen zu ersparen, zur Bewahrung der Einheit des
Landes, sowie um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden und das Land
vor fremden Ambitionen zu schützen. Nachher soll die Entscheidung den
führenden Persönlichkeiten des libyschen Volkes überlassen werden,
eine richtige Einschätzung der Lage und eine angemessene Entscheidung
zu treffen", heißt es in der Erklärung der Botschaft und des
Botschaftspersonals.
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14:45 Uhr: Die USA haben bisher mindestens 30 Milliarden Dollar an libyschem Regierungsvermögen eingefroren. Dies sei die höchste Summe, die jemals bei Sanktionen in den USA blockiert worden sei, teilte das Finanzministerium in Washington mit.
13:12 Uhr: Die Volksrepublik China ist gegen militärische Schritte ausländischer Mächte in Libyen zur Beseitigung des Regimes von Muammar al-Gaddafi. Auch Überlegungen zur Einrichtung einer Flugverbotszone zum Schutz der libyschen Bevölkerung vor Angriffen von Gaddafis Truppen verfolge China mit Sorge, sagte am Dienstag die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Jiang Yu, in Peking. "Wir hoffen, dass das Land sobald wie möglich zur Stabilität zurückkehrt und seine Probleme durch einen Dialog friedlich gelöst werden können", so die Außenamtssprecherin.
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12:22 Uhr: Nicht einmal den Aufständen im arabischen Raum
begegnet die österreichische Politik mit Einigkeit. In einer
Nationalratsdebatte Dienstagvormittag beklagten FPÖ und BZÖ, dass
international zu wenig getan werde, um drohende Flüchtlingsströme aus
der Region abzuwehren. Die Grünen wiederum wollen von den Kärntner
Freiheitlichen, dass allfällige Parteispenden aus Libyen offen gelegt
werden.
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12:04 Uhr:Nicht nur die zurückgetretene französische
Außenministerin und Frankreichs Regierungschef, auch einer der
engsten Berater von Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat unlängst in
einem arabischen Staat ausgespannt, in dem die Bevölkerung sich nun
gegen das Regime erhebt: Henri Guaino verbrachte zum Jahresende vier
Tage beim französischen Botschafter in Libyen, wie er dem
Wochenmagazin "Les Inrockuptibles" sagte. Er habe allerdings
"niemanden auf dem Rollfeld getroffen", der ihn zu einem Flug im
Privatjet eingeladen hätte, sagte Guaino in Anspielung auf die
ehemalige Außenministerin Michèle Alliot-Marie, die nach einer
umstrittenen Privatreise nach Tunesien am Wochenende ihr Amt
niederlegen musste.
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11:34 Uhr: Ein neues Spreadsheet versammelt die Toten der Unruhen in Libyen. Bestätigt sind demnach 178 Tote, die eigentliche Zahl dürfte in die Tausende gehen.
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10:44 Uhr: Der ebenfalls bedrängte jemenitische Präsident Ali Abdallah Saleh hat den Masterplan: die Aufstände, die seit Wochen die arabische Welt erschüttern, seien ein "Gewitter", orchestriert von den üblichen Verdächtigen Israel und USA.
10:04 Uhr: Wieder einmal ist der konservative Londoner Premier David Cameron der Vorreiter in Sachen Anti-Gaddafi-Rhetorik: "Wir schließen die Nutzung militärischer Mittel in keiner Weise aus". Und: "Wir dürfen nicht tolerieren, dass das Regime Militärkräfte gegen das eigene Volk einsetzt", appellierte Cameron an die internationale Staatengemeinschaft.
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10:00 Uhr: Zeit, einen kleinen Rundumblick in die internationale Zeitungslandschaft zu machen. Der Berliner Tagesspiegel schreibt da etwa:
"Zu Beginn der arabischen Revolutionen reagierten die USA
vorsichtig. Manche argwöhnten, Obamas Amerika predige Freiheit, habe
aber Angst vor ihren Folgen. In Libyen stellen sich die USA und
Europa entschlossen auf die Seite der Gaddafi-Gegner und erwägen
sogar militärisches Eingreifen. Das ist keine Korrektur des
zögerlichen Kurses in Ägypten und Bahrain. Libyen ist ein Sonderfall.
Der Diktator lässt auf sein Volk schießen. Er ist, wenn man das
heutige Aufbegehren mit den Revolutionen 1989 vergleicht, 'Arabiens
Ceausescu'. In Polen, Ungarn, der DDR und der Tschechoslowakei traten
die kommunistischen Regime damals ohne Blutvergießen ab. In Rumänien,
dem Nachzügler, griff Ceausescu zur Gewalt. Die Armee verbrüderte
sich jedoch mit der Protestbewegung und hielt den Geheimdienst
Securitate in Schach. Ähnliches geschieht nun in Libyen. (...)
Ceausescu wurde 1989 erschossen. Doch nicht das Volk, sondern seine
Weggefährten ergriffen die Macht."
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09:54 Uhr: Die Unruhen in Libyen nehmen immer mehr die Gestalt bürgerkriegsartiger Kämpfe an. Berichten der Nachrichtenagentur dpa zufolge bewaffnen sich die Aufständischen nun, zumeist aus geplünderten Lagern der regierungstreuen Einheiten der Armee. Laut der oppositionellen Website "Libya al-Youm", haben junge Aufständische am Ortseingang der
umkämpften Stadt Al-Sawija eine Gruppe von Soldaten angegriffen. Sie
hätten drei Soldaten getötet und mehrere Waffen erbeutet.
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09:03 Uhr: Ein neues Video von Al Jazeera lenkt die Aufmerksamkeit auf die wirklich wichtigen Aspekte der Situation in Libyen: die humanitäre Lage der Menschen im Krisengebiet.
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08:29 Uhr: Während bei unseren deutschen Nachbarn bisweilen geguttenbergt wird, heißt das Modewort dieses Frühlings in der arabischen Welt (und darüber hinaus): mubaraken!
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08:00 Uhr: Die UNO schätzt die Lage in Tripolis zunehmend dramatisch ein: Unter-Generalsekretärin Valerie Amos sprach nach Angaben von Al Jazeera von Berichten, dass es in Tripolis bereits 600 bis 2000 Todesopfer gegeben habe. Es existierten "grauenhafte Bilder" aus der Hauptstadt.Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Gewalt in Libyen mehr als 100.000 Menschen zur Flucht in benachbarte Länder getrieben hat. Etwa 60.000 Flüchtlinge hätten sich nach Ägypten abgesetzt, weitere 40.000 nach Tunesien. Amos bat Libyens Nachbarländer, die Grenzen offenzuhalten, damit Verfolgte des Gaddafi-Regimes entkommen könnten.
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07:45 Uhr: Eine Million Dollar für ein Konzert: Popstar Nelly Furtado will eine Konzertgage, die sie 2007 von Gaddafi erhalten hat, zugunsten
guter Zwecke spenden. Die 32-jährige Sängerin kündigte via Twitter an, ihre
Gage für ein von Gaddafis Familie organisierten 45-Minuten-Auftritt
in einem italienischen Hotel zu stiften. Wer das Geld nun erhalten soll, ließ die Grammy-Gewinnerin mit
portugiesischen und kanadischen Wurzeln aber offen. Nach
Medienberichten gaben in den vergangenen Jahren auch Beyonce, Usher,
Mariah Carey und Lionel Richie Privatkonzerte für Mitglieder des
Gaddafi-Clans.
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07:30 Uhr: Die USA verlegen Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge näher an Libyen heran und erhöhen damit den Druck auf Machthaber Muammar Gaddafi. Zudem gab das Finanzministerium in Washington am Montag das Einfrieren libyschen Vermögens in Höhe von 30 Milliarden Dollar (21,7 Mrd. Euro) bekannt. Welche US-Schiffe im
Mittelmeer-Raum zur Verfügung stehen, war zunächst unklar. In der
Golf-Region und dem Arabischen Meer südöstlich von Libyen hat die Fünfte
Flotte zwei Flugzeugträger im Einsatz. US-Außenministerin Hillary Clinton
sagte in Genf, ein Militärschlag unter Beteiligung von
US-Kriegsschiffen stehe aber nicht bevor.
Kyrle: Bundesheer-Einsatz "denkbar"
Außenamts-Generalsekretär Johannes Kyrle bezeichnete einen Bundesheer-Einsatz im Rahmen einer EU-Militärmission im Bürgerkrieg als "denkbar", während Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny bestätigte, dass der Gaddafi-Clan mehr als eine Milliarde Euro auf österreichischen Bankkonten liegen hat. Italiens Außenminister Franco Frattini sagte der Nachrichtenagentur
Reuters, zunächst müsse der UNO-Sicherheitsrat einen entsprechenden
Beschluss fassen. Das Gremium sei sich jedoch noch uneins. Kyrle sagte
in der "ZiB24", bei einem entsprechendem EU-Beschluss sei ein Einsatz
sogenannter "Battle Groups" denkbar. Einer dieser Eingreiftruppen
gehören seit Jänner 180 Bundesheer-Soldaten an. Der
Außenamts-Generalsekretär betonte, dass der Schutz von Zivilisten eines
der "wesentlichen Anliegen" der österreichischen Außenpolitik sei und es
entsprechende Einsätze bereits im Tschad oder Kosovo gegeben habe.
"Über eine Milliarde Euro"
Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny bestätigte indessen "Einlagen aus Libyen mit einem Betrag von über einer Milliarde Euro" bei österreichischen Banken. Unbekannt ist, wie viel der Gaddafi-Clan in österreichischen Unternehmen, Stiftungen oder Immobilien veranlagt hat. Das Vermögen von Gaddafi, fünf Familienmitgliedern und 20 Personen aus seinem engeren Umfeld ist einem EU-Sanktionsbeschluss zufolge einzufrieren. Großbritannien stoppte die Ausfuhr von 900 Millionen Pfund in Banknoten, die von Gaddafi-Vertrauten im Nordosten Großbritanniens abgehoben worden waren, nach Libyen. (bed/flon/APA/Reuters)
Alle Zeiten beziehen sich auf die Mitteleuropäische Zeitzone (MEZ). In Libyen ist es eine Stunde später als in Österreich.
Nicht alle Informationen in diesem Livebericht können aufgrund
der Lage in Libyen mit der gewohnten Gründlichkeit überprüft werden.
Dies gilt speziell für Informationen, die uns über Twitter, Facebook und
Augenzeugenberichten zugetragen wurden.
Rebellen nehmen Soldaten als Geiseln - NATO übernimmt Kommando zum Schutz des UNO-Flugverbots - VAE beteiligt sich an Libyen-Einsatz - Sarkozy droht arabischen Gewaltherrschern
Nato einigt sich doch noch auf Übernahme des Kommandos - AU will mit Regierung und Rebellen sprechen - Medwedew ruft Obama an - Rebellen: Zentrum von Misrata eingenommen - Franzosen schießen Kampfjet ab
USA erkennen Waffenstillstand nicht an - Erneut Luftangriffe in Tripolis - Gebäude in Gaddafis Residenz zerstört - Nato streitet über Einsatz - Arabische Liga kritisiert Angriffe
Gaddafi-Truppen drängen Rebellen zurück - USA kappen Beziehungen zu Gaddafi - EU-Parlament fordert Anerkennung des Rebellenrats - Frankreich hat Rat bereits anerkannt - Niederländische Soldaten sollen freikommen
Auch lokaler Rebellenführer getötet - Rebellen nehmen Ras Lanuf ein, Regierung dementiert - Erneut heftige Gefechte um Ölhafen Brega - Interpol warnt vor Gaddafi-Familie
US-Präsident kündigt Luftbrücke an - Internationaler Strafgerichtshof ermittelt gegen Gaddafi - Rebellen lehnen Gespräche mit Gaddafi ab - EU-Sanktionen offiziell in Kraft
Gegenregierung in Bengasi gebildet - Saif Gaddafi: Regimegegner sind Terroristen - Kairos Al-Azhar-Universität ruft Regierungssoldaten zur Befehlsverweigerung auf - London, Berlin, Rom und Ankara verständigen sich auf Maßnahmen
Erneuter TV-Auftritt Gaddafis - Ban fordert vom UN-Sicherheitsrat Maßnahmen - UN-Vizebotschafter: Tausende Tote bei Protesten - 200 Söldner von Aufständischen getötet - NATO will nicht eingreifen, auch Flugverbot "zu früh" - USA und EU verhängen Sanktionen
Zehntausende vor Racheakten auf der Flucht - Gaddafi klammert sich an seine Macht - Ex-Justizminister: Gaddafi gab Befehl für Lockerbie-Anschlag - Mindestens 640 Tote - EU bereitet Sanktionen vor
Es ist verwunderlich, dass die USA ihre Truppen rund um Libyen nun in Stellung bringen. Es könnte sein, dass die Amerikaner einen Einsatz vorbereiten, aber dies ist natürlich nur eine Spekulation. Entscheidender wird sein, dass Libyen bald wieder zur Normalität zurückkehren muss, genauso wie Tunesien. Ansonsten sehe ich wirklich schwarz und ein Bürgerkrieg wird realer denn je: http://2010sdafrika.wordpress.com/2011/01/1... ren-volk/.
also wenn die USA und ihre Verbündeten wirklich den Luftraum sperren wollen müssen sie militärisch intervenieren und so wie sich das Libyen darstellt überhaput gar eine Besetzung durchführen, hab dazu einen interessanten Blog gefunden: http://ini-fz.info/blog/ein-... iehen.html
es scheint ganz offensichtlich, dass die westlichen demokratieversteher weiterhin ihre weigerung betreiben, die neuen zeichen der zeit zu erkennen.
spätestens in fünf jahren werdet ihr erkennen, wo die ignorante gutheissung eurer imperialen machteliten und bankster, ressourcen-ausbeuter und assozialen einseitigen wohlstandspolitik hingeführt hat.
Das ist doch alles eine westliche Medieninszenierung. Angeblich Luftangriffe auf Demonstartionszuege, und dann null Beweise und keine Toten. Oder eine Schlacht um eine Stadt, bei der laut Opposition dann lediglich 2 Tote zu beklagen sind. Uebrigens, in afrikanischen Fernsehsendern zeigten sie auch die Bilder von ca. 20 getoeteten Maennern, Haende auf dem Ruecken gefesselt. Hier hiess es aber in den Kommentaren, dass diese Opfer es gelynchte Soldaten und Soeldner Gaddafis waren! In der Westpresse zeigte man die Bilder als Beweis fuer die angebliche Grausamkeit Gadaffis.
jedenfalls gibt es berichte, wo teile der "friedlichen" "demokratiebewegung" über 200 "ausländische" "söldner" sowie 2 ärzte eines krankenhauses in bengasi hingerichtet haben sollen.
Al Jazeera News kann man sicher nicht vorwerfen,
U.S. Interssen zu vertreten - aber deren Berichte aus Lybien sprechen eine andere Sprache - in Bänden !!
Mal anschauen, Du sucker .....(nomen est omen)
könnten eu u. usa zb. mit einer flugverbotszone bei der befreiung vom diktator helfen! Da der diktator anscheinend unansprechbar ist, kann die internationale gemeinschaft noch auf die befreiungskräfte in libyen setzen u. diese unterstützen. Die möglichkeiten dazu sind mannigfaltig.
das tut ihre demokratie des westens bereits seit den 80er jahren, indem zum beispiel die cia den monarchstischen teil der "friedlichen" "demokratibewegung" unterstützt. jetzt im moment natürlich verstärkt.
aber sowas wollen die demokratieversteher ja nicht wissen.
Klar ist welcher ins IIrre führende Revolutionär Lybien beherrscht oder noch daran glaub dass er "herscht".
Die EU und die Usa als Lebensmittel liefernden Nationen an Lybien ( 90 % davon abhängig weil sie das nicht proddzieren können - aber sehr wohl Erdöl und Erdgas und Erze exportieren können) alles bezahlen können - sogar ihren ehemaligen Diktator Gaddafi. Durch die künstlich erzeugte Ware "Lebensmittel" erspart sich die Union von Europa und USA eine militärische IIntervention und einen Gesichtsverlust in der arabischen Welt. Man tut einfach nichts - und falls die Lebensmittelfrachtschiffe nicht pünktlich ankommen wegen der mangelnden Sicherheitsgarantien - naja, das war es dann Mohammed al Gaddafi ! Blöd gelaufen eben für Ihre Hoheit. Blöderweise oder besser klugerweise befinden sich alle Erdölquellen - alle Flughäfen, alle Pipelines in den
hat rein gar nichts mit der EU Verfassung zu tun.
Das wäre dann der Europäische Gerichtshof.
Nichtauskenner und Heißluftbläser können das leider nicht auseinanderhalten.
zeigen sie mir ein einziges gericht in einem "demokratischen" system, dass sich selber kontrollieren kann und gleichzeitig durch seine machteliten selbst ernannt wurde?
pardon, aber eine einrichtung wie dieser sog. gerichtshof, der angebl. die:
"... Human Rights is an international treaty under which the member States of the Council of Europe promise to secure fundamental civil and political rights"
verteidigen soll, bleibt praktisch ohne faktengebung, wenn er sich in den einzelnen mitgliedsstaaten nicht durchsetzt.
oder haben sie jemals ein urteil umgesetzt gesehen, dass einen beschluss für die mitgliedsstaaten erreicht hat und dieser dann auch umgesetzt wird?
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