EU-Abgeordnete Ranner weist Betrugsvorwürfe von sich

28. Februar 2011, 22:19
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Anschuldigungen sind "falsch" - "Entsetzt, über die Medien informiert zu werden"

Brüssel/Wien - Die Europaabgeordnete Hella Ranner (ÖVP) hat die in den "Medien verbreiteten Details aus einer Anzeige der Anwaltskanzlei SCWP" als Betrugsvorwürfe von sich gewiesen. "Die Anschuldigungen gegen mich, die ich den Medien entnehme, sind falsch und ich weise die Vorwürfe entschieden zurück. Ich bin entsetzt, über die Medien informiert zu werden. Bisher hat mir niemand den Anzeigetext zur Kenntnis gebracht", erklärte Ranner am Montag in einer Aussendung. Die EU-Abgeordnete ist nach einem Bericht der Tageszeitung "Kurier" mit einer Anzeige ihres ehemaligen Arbeitgebers "wegen gewerbsmäßigem Betrug und Untreue" konfrontiert.

Die Anwaltskanzlei SCWP wirft Ranner laut "Kurier" in einer bei der Staatsanwaltschaft Graz eingebrachten Anzeige vor, die Kanzlei um einem Gesamtbetrag von zumindest 356.276,62 Euro geschädigt zu haben - "vornehmlich durch erschlichene Prämien und ungerechtfertigt erstellte Honorarforderungen" zwischen 2006 und 2008. Auch soll sich die Abgeordnete "ohne jede Grundlage oder Genehmigung der Mitgesellschafter" Beträge in Höhe von 90.000 Euro überwiesen haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Laut Ranner handelt es sich um eine zivilrechtliche Auseinandersetzung zwischen ehemaligen Geschäftspartnern. "Wer das an die Öffentlichkeit zerrt, bevor es rechtlich geklärt ist, dem geht es nicht um die Sache, sondern möchte offensichtlich eine politische Schmutzkübelkampagne anzetteln", so die EU-Abgeordnete.

Sie habe sich deshalb bisher nicht zu den Vorgängen aus ihrer früheren beruflichen Anwaltstätigkeit geäußert, weil es einfach um eine rechtliche Klärung verschiedener Sachverhalte gehe. "Jetzt zwingt man mich zu reagieren. Ich werde mit meinen Anwälten rechtliche Schritte einleiten. Die Behauptungen sind haltlos", so Ranner. (APA)

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