Tripolis - Angeblich soll sie zwei Millionen Dollar für den Auftritt
bekommen haben. Zu Silvester 2009/2010 lud Gaddafi-Sohn Motassem die
Sängerin Beyoncé zu einer Luxus-Party auf der Karibikinsel St. Barts
ein. Der nationale Sicherheitsberater Libyens trank angeblich Champagner
aus der Flasche und umgab sich mit vielen Frauen. Ein Jahr zuvor soll
Mariah Carey für eine Million Dollar nach St. Barts eingeflogen worden
sein. Die Partys der Gaddafi-Söhne werden nun auf der Plattform Twitter
als Beispiel für den Zynismus des Regimes heiß diskutiert.
Laut der britischen Zeitung Telegraph soll Muammar al-Gaddafi
über ein
Vermögen von 23,4 Milliarden Euro verfügen, der größte Teil davon soll
sich in London befinden. Seine Söhne sind jedenfalls auch in Europa für
ihre Partys (und Gewalttätigkeiten) bekannt. Motassem und sein Bruder
Saadi feierten 2005 in Venedig eine "libysche Nacht", bei der Regisseur
Roman Polanski auftauchte. Und in der "libyschen Nacht" in Cannes,
ebenfalls auf Youtube dokumentiert, ist wieder die Symbiose aus Geld und
Prostitution zu sehen.
Die wohl teuerste Party, die die Gaddafis veranstalteten, fand 2009
zur
40-Jahr-Feier der Revolution statt. Das Spektakel soll 50 Millionen Euro
gekostet haben. Allein 30 Antonow-Maschinen waren notwendig, um das
Equipment für die Show anzuliefern. Und Gaddafi senior ließ hundert
Köche des Pariser Top-Restaurants Le Notre einfliegen. (awö, STANDARD-Printausgabe, 01.03.2011)