Luxusleben der Gaddafi-Söhne entfacht Zorn

28. Februar 2011, 18:08
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Tripolis - Angeblich soll sie zwei Millionen Dollar für den Auftritt bekommen haben. Zu Silvester 2009/2010 lud Gaddafi-Sohn Motassem die Sängerin Beyoncé zu einer Luxus-Party auf der Karibikinsel St. Barts ein. Der nationale Sicherheitsberater Libyens trank angeblich Champagner aus der Flasche und umgab sich mit vielen Frauen. Ein Jahr zuvor soll Mariah Carey für eine Million Dollar nach St. Barts eingeflogen worden sein. Die Partys der Gaddafi-Söhne werden nun auf der Plattform Twitter als Beispiel für den Zynismus des Regimes heiß diskutiert.

Laut der britischen Zeitung Telegraph soll Muammar al-Gaddafi über ein Vermögen von 23,4 Milliarden Euro verfügen, der größte Teil davon soll sich in London befinden. Seine Söhne sind jedenfalls auch in Europa für ihre Partys (und Gewalttätigkeiten) bekannt. Motassem und sein Bruder Saadi feierten 2005 in Venedig eine "libysche Nacht", bei der Regisseur Roman Polanski auftauchte. Und in der "libyschen Nacht" in Cannes, ebenfalls auf Youtube dokumentiert, ist wieder die Symbiose aus Geld und Prostitution zu sehen.

Die wohl teuerste Party, die die Gaddafis veranstalteten, fand 2009 zur 40-Jahr-Feier der Revolution statt. Das Spektakel soll 50 Millionen Euro gekostet haben. Allein 30 Antonow-Maschinen waren notwendig, um das Equipment für die Show anzuliefern. Und Gaddafi senior ließ hundert Köche des Pariser Top-Restaurants Le Notre einfliegen. (awö, STANDARD-Printausgabe, 01.03.2011)

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