Proteste

"Migrantentag" in Rom, Paris und Wien gegen Ausschlusspolitik

28. Februar 2011 18:00

Rom/Paris/Wien - Das Abgedrängtwerden in Illegalität und Schwarzarbeit, die permanente Gefahr, in Schubhaft und außer Landes gebracht zu werden: Gegen diese "rassistischen Ausschlüsse unter der Regierung Berlusconi" wird am Dienstag, den 1. März in Rom, Florenz, Triest, Neapel und anderen italienischen Städten protestiert und gestreikt.

Mehrere italienische Gewerkschaften unterstützen die Aktionen zum "Transnationalen Migrant_nnenstreik". Auch in französischen Städten, allen voran Paris, starten Aktionen , die aufzeigen, was wäre, wenn Einwanderer als Arbeitskräfte und Konsumenten ausfallen würden.

Die Initiative, die das Ziel verfolgt, den "Migrant_nnenstreik" international zu einem alljährlich fixen Termin zu machen, geht auf Proteste in den USA 2006 zurück. Von März bis Mai gingen damals Millionen Menschen gegen die Verschärfung von Asyl- und Einwanderungsgesetzen auf die Straße. Teile der Pläne wurden zurückgenommen.

Fremdenrecht im Fokus

Die aktuell geplanten Fremdenrechtsverschärfungen in Österreich sind Angelpunkt der erstmaligen 1. März-Aktionen am Dienstag hierzulande. In mehreren Firmen finden Betriebsversammlungen statt, am Wiener Viktor-Adler-Markt ist eine Kundgebung angesagt. Würden in Österreich alle Migranten streiken, es hätte "akute Personalnot in Gastronomie, Pflege, am Bau und bei Reinigungsdiensten" zur Folge, sagt Ilker Atac, Mitorganisator und Politikwissenschafter an der Uni Wien. (Irene Brickner, DER STANDARD-Printausgabe, 1.3.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 42
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misterbeaker
04.03.2011 19:56

wenn man in ein land zieht in dem der eigene lebensstil nicht gerade übermässig beliebt ist sollte man sich auch nachher nicht drüber aufregen. ist ja wie bei den spezialisten die sich ein haus neben dem flughafen kaufen und sich dann beschweren daß das so laut ist und verlangen daß es leise werden muss.

San Precario - www.prekaer.at
02.03.2011 15:03
Transnationaler Migrant_innenstreik: Berichte und Bilder aus Wien

_berichte und bilder:
http://no-racism.net/article/3710

_videos:
http://www.youtube.com/user/1MaerzStreik

_info und updates:
http://www.1maerz-streik.net/medien

Mein Grossvater hiess Israel Blank
01.03.2011 15:49
Na dann koennens sich ein

anderes Land aussuchen, welches ihnen einem jeden monatlich 744,60 (Mindestsicherung) auf den Tisch knallt.

Zur Info:
-Durchschnittslohn Bulgarien: 260
-Durchschnittslohn Rumaenien: 270
-Slowakei 720
Tschechein 800
Polen 690
Ungarn 690.......................

Anton Friesl
01.03.2011 13:17
Der reinste Papier-Rassismus.,.

Im Gegensatz zum genetischen Rassismus werden beim Papier-Rassismus nicht Menschen anderer Gene/Rassen sondern Menschen mit nicht-österreichischen Papieren diskriminiert. Aber "Rassismus" macht sich halt so gut um Aufmerksamkeit zu erregen - zieht aber nicht mehr.

gracchus l'ouverture
01.03.2011 14:42
aber warum

werden ihnen die Papier vorenthalten? Wie werden denn die Asylgesetznovellen gerechtfertigt? Das ist Nationalismus, bzw. seine Kehrseite, Rassismus.

Pessimist-Realist
 
02.03.2011 09:49

Hier wird also der Rassismus/Nationalismus mit der nicht genehmigten Staatsbürgerschaft gleichgesetzt ... alamierend.
Wahrscheinlich ist für dich auch jede/r der nicht deine Meinung hat ein "rechter Recke" oder "braunes Gesindel" ...

Anton Friesl
01.03.2011 15:14
Ihr habt eine Rassismus-Hysterie.,.

Wenn bei einer familiären Hochzeitsfeier ungebetene familienfremde Teilnehmer ausgeschlossen werden, dann ist das bei euch wahrscheinlich auch gleich Rassismus.

Ein souveräner Staat ist eine Gemeinschaft mit Selbstbestimmungsrecht. Zu dieser Selbstbestimmung gehört auch das Recht auf Ausgrenzung von Staatsfremden. Das hat jedoch mit Rassismus nichts zu tun. Aber unsere Staatsfeinde wollen dieses Recht auf Selbstbestimmung aufheben, jammern andauernd über Rassismus und Menschenrechtsverstöße und bezeichnen jeden Patrioten als "teutschen Recken" und Nazi.

gracchus l'ouverture
03.03.2011 23:22
gehörst

du etwa zu meiner Familie? Als ob Österreich eine Familie wäre.

stefan1981
01.03.2011 12:44

migrantinnenstreik? haben heute alle kebapstandln und callshops zu?

Herr und Frau Österreicher
 
01.03.2011 13:19
sie wissen nicht, dass MigrantInnen auch in anderen Bereichen arbeiten?

Wo arbeiten sie? in der FPÖ Zentrale?

stefan1981
01.03.2011 13:34

na sie sind ja ein ganz ein staubtrockener.

Herr und Frau Österreicher
 
01.03.2011 13:38

Das hat damit nix zu tun! Witze sind nur lustig, wenn sie einen Funken Wahrheit beinhalten....

bouche dorée
01.03.2011 11:14
hingehen!

es wäre halt nur sehr fein, wenn das die, um die es weitgehend geht, auch mitkriegen würde.
so bleibt aber viel in den engen grenzen des gutbürgerlichen antirassismus stecken, der letztlich wieder zur distinktion umd zum aufbau der eigenen karriere benutzt wird.

Optimistin1951
01.03.2011 08:04
Teil 2

Hier lebende Migranten grenzen sich meiner Erfahrung- ich wohne in einem inzwischen stark von Menschen ausländischer Herkunft bewohnten Bezirk Wiens - zum Teil bewusst und gezielt von den autochthonen Österreichern ab. Viele lernen kein Deutsch und verbringen ihren Alltag nur unter anderen Migranten. In Parkanlagen und Schulen bilden bereits Kinder Cliquen, die sich aggressiv gegenüber Kindern anderer Herkunft ( Österreichern und Migranten aus anderen Ländern) verhalten usw.

Im Gegensatz dazu gibt es auch Migranten, die Sprachkenntnisse erworben haben und Wert auf Kontakte und Kommunikation zu "Urösterreichern" legen. Von diesen habe ich keine Klagen über Ausgegrenztwerden gehört, ich habe einige gezielt danach gefragt.

Herr und Frau Österreicher
 
01.03.2011 12:16

In dem stark von MigrantInnen bewohnten Viertel, in dem ich wohne, gibt es kaum nachbarschaftliche Kontakte. Wenn es welche gibt, werden die hauptsächlich von MigrantInnen gepflegt.
im allgemeinen wohnen hier eher BezieherInnen von niedrigeren einkommen. Eher mehr "Autochthone" als "MigrantInnen" verwenden dieses, um die lokale Gastronomie und Getränkeindustrie tatkräftig zu unterstützen. "MigrantInnen" gehen da eher ins Wettcafe. Probleme gibt es dennoch erstaunlich wenige. Gibt es welche, so sind diese nicht ethnisch definiert, sondern sozial. ich denke, das wird andernorts nicht viel anders sein...

Alexander75
01.03.2011 09:40

Hier lebende Österreicher grenzen sich meiner Erfahrung- ich wohne in einem stark von Menschen inländischer Herkunft bewohnten Bezirk Wiens - zum Teil bewusst und gezielt von den Zuwanderern ab. Viele lernen keinen offenen Umgang und verbringen ihren Alltag nur unter anderen autochthonen Österreichern. In den Parlamenten bilden sich bereits Cliquen, die sich aggressiv gegenüber Leute anderer Herkunft verhalten und den Staat ausplündern (es gilt die Unschuldsvermutung) wenn sie mal können.

Im Gegensatz dazu gibt es auch Österreicher, die Wert auf Kontakte und Kommunikation zu den Zuwanderern legen. Von diesen habe ich keine Klagen über Probleme mit Einwanderern gehört, die darauf zurückzuführen sind, dass es sich um Einwanderer han

byron sully
01.03.2011 12:55

vielen dank, grün von mir!

Ausgeflippter Lodenfreak
01.03.2011 12:54

Schwach. Da die Österreicher die Mehrheit bilden und sich viele Migranten abgrenzen, können viele Österreicher gar keinen Kontakt zu ihnen haben, die müssen sich nicht abgrenzen.
Außerdem haben die Österreicher eh schon extrem viel Vorleistung gebracht, wenn sie den Migranten die Ansiedlung und Teilhabe an unserer Gesellschaft (+ Sozialsystem) erlauben.

Sturm im Glas
01.03.2011 11:34
Mag schon sein.

Es ist aber IHR Land.
Wenn sich jemand an wen anpassen soll, dann die Einwanderer. Wenn sie so gerne unter sich sind, lieber ihre Sprache sprechen und ihre Kultur leben wollen, können sie das gerne machen. In IHREM Land, wo das alle andere auch tun. Es hat sie keiner gezwungen, herzukommen, und seit 50 Jahren hat sie auch keiner mehr eingeladen.

der paulek
 
02.03.2011 09:26
das land gehört ihnen und mir im gleichen ausmaß...

... wie jedem anderen hier lebenden menschen.

es ist nicht IHR land, es ist nicht MEIN land, es ist nicht DEREN land
es ist einfach und wir leben hier zusammen

Herr und Frau Österreicher
 
01.03.2011 12:06

An was oder wen sollen sie sich anpassen? Etwa an die hassprediger a la Strache???!!!!

Sturm im Glas
01.03.2011 16:10
Nein.

An stinknormale Wiener, die ihre Kinder in die Schule schicken, Mädchen in den Turnunterricht und auf den Wandertag, und im Sommer nicht wie Nonnen verhüllen, mit anderen Etnien heiraten, und wen sie selbst wollen, und nicht der Vater usw usw usw

Optimistin1951
01.03.2011 07:56

Migranten, die sich legal in Österreich aufhalten- mit ordentlichen Papieren, gültigen Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen bzw. anerkannte Flüchtlinge - werden nicht in Schwarzarbeit und Illegalität abgedrängt und sind auch nicht "in permanenter Gefahr", in Schubhaft zu kommen und außer Landes gebracht zu werden.

Dass dier Aufenthaltstitel erlischt, wenn ein Ausländer dem österreichischen Staat zur Last fällt ( Arbeitslosigkeit, keine sonstigen Mittel zum Lebensunterhalt), ist logisch- das galt aber vor EU-Zeiten auch innerhalb von Europa, z.B. in Deutschland für Österreicher.

Parkschwein
01.03.2011 07:14

wie wäre es mit einer aktion wo migrant~nnen aufzeigen, was wäre, wenn sie als konsumenten von steuergeld ausfallen würden?

Sturm im Glas
01.03.2011 11:37
Ich denke, es ginge dem Staat ausgezeichnet...

...wenn er den ganzen ungebildeten MigrantInnen mit ausgesprochen niedriger Beschäftigungsrate das Leben nicht finanziert müsste. Auch wenn er das bissl Mehrwertsteuer nicht bekommt.

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