Der zu wenig Bekannte

28. Februar 2011, 18:21
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Das Literaturhaus am Inn in Innsbruck widmet seine Aufmerksamkeit im März dem Werk und der Person Karl-Markus Gauß

Innsbruck - Karl-Markus Gauß ist vieles. Er ist Literaturkritiker, Reiseschriftsteller, Essayist, Kolumnist, Chronist, Romancier, Herausgeber und vielfacher Preisträger. Karl-Markus Gauß ist aber auch eines: wenig bekannt.

Dem will das Literaturhaus am Inn zumindest in Innsbruck Abhilfe schaffen. Es widmet dem 1954 geborenen Salzburger einen Schwerpunkt unter dem Titel Das Fremde zuhaus'. Am Mittwoch wird Gauß in der Kulturbackstube aus seinem Buch Im Wald der Metropolen (Zsolnay 2010) lesen. Es ist ein Streifzug durch unseren Kontinent, er wird gar als eine Art Kulturgeschichte Europas gelobt. Gauß spürt alte Schriften und vergessenen slawische Volksgruppen auf, und dabei scheint er aus einem unermesslichen Reservoir an Wissen zu schöpfen.

Das Buch Die Donau hinab entstand zusammen mit dem Künstler und Verleger Christian Thanhäuser. Gemeinsam erkundeten sie den Lauf des Flusses, der Völker und Kulturen verbindet. Gauß schuf das Donau-Alphabet und Thanhäuser vervollständigte das komplexe Bild mit einer Unzahl an Zeichnungen und Holzstichen.

Gesprächsrunde

Diese und die Edition Thanhäuser werden am kommenden Freitag im Literaturhaus präsentiert. Ende März ist der Literaturzeitschrift Literatur und Kritik gewidmet, deren Herausgeber Gauß ist.

Den Abschluss macht am 31. März eine prominente Gesprächsrunde über Karl-Markus Gauß. Zu Wort kommen Autoren wie Michael Köhlmeier und Daniela Strigl, die mit Grenzgänge (Zsolnay 2010) ein Buch über Gauß und sein Werk vorgelegt hat. (Dorothea Nikolussi-Salzer, DER STANDARD - Printausgabe, 1. März 2011)

  • Das Ansehen und die Bekanntheit von Karl-Markus Gauß hebt im März das 
Literaturhaus Innsbruck.
    foto: standard/matthias cremer

    Das Ansehen und die Bekanntheit von Karl-Markus Gauß hebt im März das Literaturhaus Innsbruck.

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