Hungerstreik: Einwanderer im Krankenhaus

28. Februar 2011, 15:23
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"Aufenthaltserlaubnis oder Tod" - Sechsmonatige Verlängerung des Aufenthalts geboten

Nach fünf Wochen ohne feste Nahrung hat sich der Gesundheitszustand der hungerstreikenden Einwanderer in Griechenland dramatisch verschlechtert. Insgesamt 25 von ihnen seien in den vergangenen drei Tagen mit Nierenversagen und Herzproblemen in Krankenhäuser gebracht worden, berichteten linke Organisationen am Montag. Trotzdem wollen die knapp 300 Einwanderer ihren Hungerstreik so lange fortsetzen, bis sie eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten. "Wir sind entschlossen: Entweder Aufenthaltserlaubnis oder Tod", sagte ein Sprecher der Migranten im Radio.

Eine Lösung ist nicht in Sicht. Die griechische Regierung erklärte am Montag erneut, die Gesetze müssten eingehalten werden. Den Einwanderern wurde mit Rücksicht auf ihren Zustand eine sechsmonatige Verlängerung ihres Aufenthaltes angeboten. Zudem plane die Regierung, generell die Voraussetzungen für eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis zu erleichtern. Statt 200 Arbeitstagen mit Einzahlung der Arbeitnehmer-Versicherungsbeiträge sollten künftig 120 Tage reichen, um ein weiteres Jahr in Griechenland bleiben zu dürfen, kündigte die Regierung an.

Zustände in griechischen Lagern unzumutbar

Die meisten dieser Einwanderer stammen aus Nordafrika und leben seit langem in Griechenland. Sie hatten von Gelegenheitsjobs auf Kreta gelebt, fanden aber wegen der dramatischen Finanzlage des Landes keine Arbeit mehr und können deshalb ihre Aufenthaltserlaubnis nicht verlängern. Griechenland ist mit dem Ansturm von Einwanderern und Flüchtlingen überfordert, die Zustände in vielen Lagern gelten als unzumutbar. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hatte Mitte Jänner die Abschiebung eines afghanischen Asylwerbers aus Belgien nach Griechenland verurteilt. Die Zustände im griechischen Asylsystem wurden dabei als "mangelhaft" gebrandmarkt. (APA)

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    Insgesamt 25 Einwanderer wurden bisher ins Krankenhaus eingeliefert.

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