Klagenfurt

Prozess um Schlagerstar-Double vertagt

28. Februar 2011, 14:53

28-Jährige gab vor, Auftritte von Sängerin Michelle zu vermitteln - Wollte selbst als Double auftreten

Der Prozess wegen schweren Betrugs gegen eine 28-jährige Oberösterreicherin ist am Montag am Klagenfurter Landesgericht vertagt worden. Die Beschuldigte soll laut Anklage vorgegeben haben, in mehreren Diskotheken einen Konzertauftritt der Schlagersängerin Michelle zu vermitteln. Stattdessen wollte sie selbst als Michelle-Double auftreten und soll so einen Schaden von 3.000 Euro verursacht haben. Der Gerichtstermin konnte allerdings nicht stattfinden, da die Künstlerin krankheitsbedingt absagte.

Laut ORF Kärnten soll das Angebot, Schlagerstar Michelle zu einem Schnäppchenpreis für einen Auftritt buchen zu können, für Diskothekenbesitzer in Kärnten verlockend gewesen sein. Die 28-Jährige habe als Künstlernamen ebenfalls "Michelle" benutzt, dass sie nur als Double auftreten wollte, soll die Frau den Veranstaltern laut Anklage verschwiegen haben. Die Sängerin war mit dem Gesetz schon wegen eines ähnlichen Falles in Bayern in Konflikt geraten. Damals sei das Verfahren eingestellt worden, da der Vertrag nicht mit "Michelle", sondern mit ihrem bürgerlichen Namen unterschrieben wurde. (APA)

Kommentar posten
24 Postings
notorischerzweifler
 
00

Eine neue Erkenntnis: nicht jeder Oberoesterreicher hat in Kaernten leichtes Spiel.

die Resi-Tant Evil
00

Naja, sagen wir eher so: nicht jeder Oberösterreicher wird schadenswirksam tätig und die Kärntner bedanken sich auch noch dafür.

Sascha Kastenberger
00
Bad news are good news

Bad news are good news – da passt es doch gut. dass die betroffene Lokalität momentan bundesweite für Schlagzeilen sorgt, oder?

pridamoon.
02
Verhältnismäßigkeit?

"Schwerer Betrug" und "Schaden von 3.000,- Euro". Kommt nur mir das übertrieben vor?

die Resi-Tant Evil
03
Ja, kommt nur Ihnen übertrieben vor

Im Schlagergeschäft ...
1.) hat jeder einen schweren Schaden und
2.) wird eine heile Welt vorgegaukelt, wo keine ist - ergo Betrug.

Und Stichwort "verhältnismäßig" fehlt in dem Artikel der verhältnismäßig wahre Schlager: nämlich war das Double weder eine richtige Michelle, noch überhaupt eine richtige Frau. Sondern es war ein (erst teilweise) geschlechtsumgewandelter Mann. Und das macht die Geschichte für mich ja fast grandios.

Susanne_B
01

Es ist jedenfalls falsch. Einen schweren Betrug begeht ja nur, wer einen €3000 ÜBERSTEIGENDEN Schaden herbeiführt. Siehe § 147 StGB

Multivac, 2010-18-42, Donnerstag
02

ob das wirklich ein schaden war, dass sie nicht aufgetreten ist.
stichwort: milli vanilli

Turne
30
nun folgt das übliche...

... aufgrund der unschuldsvermutung wird die dame mehrmals höflich zur einvernahme gebeten

... dann werden 12 Jahre lang Zeugen vernommen

... dann werden alle Telefon aller Ihrer Bekannten und Verandten abgehört und protokolliert

... dann wird ein Spitzel eingeschleust

... dann wird ein Kontoöffnungsbeschluss gefasst um zu sehen, ob die Dame nicht Geld nach Sri Lanka verschoben hat

... dann wird die Anklage auf "kriminelle Organisation" ausgeweitet, weil vielleicht der Mann was davon wusste

:-) Das übliche prozedere der justiz eben

Ant
01
Wer ist denn bitte Michelle???

Ob Doubel oder Original, das wird doch eh keinen Unterschied machen.

Dirty Sanchez
 
02
Der Zwerg mit den großen Hupen und der schrillen Stimme.

War auch einmal im Spielbuben abgelichtet; durchaus ansehnliches Persönchen, fürwahr.

high contrast
02

Der Unterschied wär eh keinem aufgefallen..

Sascha Kastenberger
20
Einmal besser ins Internet geschaut,dann wäre so was nicht passiert

Nur kommisch das den Vorteil die Disco betreiber haben da sie für Bundesweite Presse gesorgt haben und man seit einen Jahr regelmäßig von den Vorfall ließt und auch oft die namen der disco.Für mich ist eines klar da ich die Geschichte von Anfang an Beobachtet habe das es ein PR-Gag ist zumal mal das Michelle-Double wirklich im google überall findet alls Double in diesem Sinne einmal besser ins Internet geschaut wäre so was nicht passiert oder wollte man das eh so haben?

NoComment
24

wie hast du bloß die schule geschafft?

Strpüpl Kotu
115
28.2.2011, 22:20
wegen sowas reagieren die gerichte aber schnell

und der karl heinz atmet noch immer keine gesiebte luft.

bei uns in bagdad
00
zwickts mi...

vom unaufgeklärten öoc skandal und der olympiabewerbung redet auch keinber, schon gar nicht die untersuchenden staatsanwälte!

Susanne_B
10

KAnn es sein, dass dieser Sachverhalt leichter zu ermitteln und zu beweisen ist als windige Stiftungskonstruktionen in zig verschiedenen Ländern?

Ja, die Justiz arbeitet in der Causa grasser sehr langsam - aber Ihre Bemerkung kann nciht wirklich ernst gemeint sein, oder?

eager beaver
027
28.2.2011, 15:51

wer auf dem foto ist jetzt die echte michelle?

RebelAngel
 
05
Rote Lola1
01
Nope!

Das ist der "Hansihinterseerfrisurenwiedergänger", ein gar grauslich Ungeheuer!!!

RebelAngel
 
00
ach...

die Welle einmal linksrum geföhnt, ein bissl Makeup drüber, 2 Packerl Tempo in den Ausschnitt gestopft und voila - keiner bemerkt den Unterschied ;-)

powidl
01
28.2.2011, 15:13
Geht in Ordnung!

Keine der zur Auswahl stehenden Michelles sind "echt".

Miguel Rodrigez
06
28.2.2011, 15:24

Die beiden "Michelles" im oberen Teil des weißen Kleids sind angeblich auch nicht ganz echt.

Macht aber nix

Dr Don Tango
04
28.2.2011, 15:02

ist doch egal wer jetzt playback singt. bei michelle gehts offensichtlich eh nur um die deplatzierten silikonkissen.

Peter Widzky
03
28.2.2011, 22:58

so deplatziert wirken die gar nicht :-)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.