Stadt gab Studie zu Verkehrsberuhigung in Auftrag

28. Februar 2011, 13:09
665 Postings

Vassilakous Wunsch wäre Fußgängerzone mit Raderlaubnis - Auch Bezirke begrüßen den Plan

Auf Wiens größter Shoppingmeile, der Mariahilfer Straße, könnte es schon relativ bald ruhiger werden - zumindest was den Autoverkehr betrifft. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou hat die zuständigen Fachleute im Rathaus beauftragt, Optionen für eine Verkehrsberuhigung zu erarbeiten. Denkbar ist eine Fußgängerzone mit Raderlaubnis genauso wie ein "Shared Space". Schon in rund einem Jahr könnten erste Maßnahmen umgesetzt werden.

"Die Studie soll bis Herbst vorliegen, parallel dazu wird es Gespräche mit den Bewohnern und den Geschäftsleuten geben", erläuterte Vassilakou am Montag im Gespräch mit Journalisten. Auch ein Runder Tisch mit der Wirtschaftskammer ist bereits anberaumt. Wie die Mariahilfer Straße künftig aussehen wird, ist offen, betonte die Neo-Ressortchefin. Dass alles so bleibt, wie es ist, hält sie jedoch für unwahrscheinlich: "Das kann ich mir nicht vorstellen."

Betroffene Bezirke begrüßen Verkehrsberuhigung

Dies wäre nur der Fall, wenn das Projekt in den betroffenen Bezirken (Mariahilf und Neubau) abgelehnt werde. Tatsächlich gebe es in beiden Bezirken aber den Wunsch nach verkehrsberuhigenden Maßnahmen. In die Planungen sollen nicht nur die Mariahilfer Straße selbst, sondern auch die angrenzenden Straßen, vielleicht sogar beide Bezirke zur Gänze, einbezogen werden. Damit solle verhindert werden, dass sich der Verkehr auf andere Durchzugsstraßen verlagere, so Vassilakou.

Die Mariahilfer Straße ist schon jetzt eine eher wenig befahrene Straße. Dafür ist der Fußgängerverkehr so hoch wie kaum wo, vor allem an starken Einkaufstagen. Künftig könnte die Shoppingmeile - oder zumindest ein Teil davon - ausschließlich den Passanten gehören. Wobei eine reine Fußgängerzone nicht unbedingt ganz oben auf der Wunschliste steht: Vassilakou würde auch gerne das Radfahren dort erlauben, wie sie betonte. Für den Autoverkehr, so fügte sie hinzu, wird es zumindest weiterhin Möglichkeiten zur Querung geben müssen.

"Ich will weg von Pilotprojekten, hin zu flächendeckenden Maßnahmen", skizzierte die neue Ressortchefin heute ihr Amtsverständnis. Von Projekten in Grätzeln, von denen kaum jemand mitbekomme, dass es sie gebe, halte sie wenig. Dass sich auf der Mariahilfer Straße etwas getan hat, könnte bereits im Frühjahr 2012 zu bemerken sein, hieß es heute. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Vassilakou will "weg von Pilotprojekten, hin zu flächendeckenden Maßnahmen".

Share if you care.