Weniger Lohn: Firmen strafen Teilzeit-Jobber

28. Februar 2011, 17:56
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Bei Männern ist die Lohndifferenz noch größer, so eine deutsche Studie

Düsseldorf - Angestellte, die Teilzeit arbeiten, erhalten weniger Geld als jene mit einem Vollzeitjob. Zu diesem Fazit gelangt eine Studie der Hochschule München im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung. Auf Frauen im Westen der Bundesrepublik bezogen, heißt das, sie erhalten in Teilzeitbeschäftigungen im Durchschnitt knapp 2,50 Euro weniger je Stunde als Arbeitnehmerinnen mit einer vollen Stelle. Bei Männern ist der Unterschied noch größer.

Männer stark betroffen

Die wissenschaftliche Analyse der Erhebung fand im Detail heraus, dass der Durchschnitts-Bruttostundenlohn teilzeitbeschäftigter Frauen im Westen der Republik im Jahr 2007 bei rund 13,10 Euro lag. Vollzeitbeschäftigte Frauen erhielten im Schnitt 15,60 Euro. Bei den Männern mit reduzierter Stundenzahl fällt der durchschnittliche Lohnabschlag doppelt so hoch aus. Ein Vollzeitbeschäftigter bekommt 18,10 Euro brutto, während es in Teilzeit nur 13,20 Euro sind.

Die Lohnabschläge sind im Osten mit Differenzen von 0,80 Euro je Stunde bei Frauen sowie knapp 0,30 Euro bei Männern auf Grundlage eines geringeren Verdienstniveaus insgesamt deutlich geringer. In einer Analyse der Hochschule München dazu heißt es. "Auch wenn die Lohnabschläge für Frauen, die von der traditionellen Vollzeitbeschäftigung abweichen, geringer sind als bei Männern, erzeugt die hohe Teilzeitquote eine sehr große Betroffenheit."

Kosten werden abgewälzt

Die Lage am Arbeitsmarkt ist brisant. Denn laut dem Statistischen Bundesamt kommen rund 70 Prozent der Arbeitnehmerinnen auf weniger als 35 Wochenstunden. Die Teilzeitquote der Männer beträgt dagegen lediglich knapp sechs Prozent. Obwohl das Teilzeit- und Befristungsgesetz Lohnabschläge verbietet, kommt es trotzdem zu großen Unregelmäßigkeiten. Ausbildung, Erfahrung sowie Betriebszugehörigkeit spielen eine Rolle. (pte)

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