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"Ein Sekundenschlaf kommt keinesfalls aus dem Nichts, sondern kündigt sich bei allen Autofahrern durch ähnliche Verhaltensweisen an", so Marion Seidenberger.
Wien - Zahlreiche Verkehrsunfälle, besonders in den Morgenstunden, sind auf Übermüdung zurückzuführen.
Aus diesem Grund haben der ÖAMTC, das Institut für Schlaf-Wach-Forschung (ISWF) und die ASFINAG in Österreich eine gemeinsame, großangelegte Nachtfahr-Studie zur näheren Erforschung des Sekundenschlafs durchgeführt.
Sekundenschlaf kündigt sich an
Die vorliegenden Ergebnisse zeigen: "Ein Sekundenschlaf kommt keinesfalls aus dem Nichts, sondern kündigt sich bei allen Autofahrern durch ähnliche Verhaltensweisen an", sagte Studienleiterin und ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.
Die Datenaufzeichnungen (EEG, Videos und GPS-System) von 59 Autofahrern ergaben, dass bei allen Fahrern nahezu zeitgleich im 30-Minutentakt abwechselnd die gleichen "Aktivitätsphasen" (Gähnen, Drehen und Neigen des Kopfes, Lautäußerungen wie Selbstgespräche oder Singen, Hin- und Herrutschen des Oberkörpers, unruhige Hände) und "Inaktivitätsphasen" auftreten.
Nach einem Maximum an Bewegung zu Fahrtbeginn tritt eine Art Starre ein, die dann wieder durch eine Bewegungsphase abgelöst wird. "Die Testfahrer bäumen sich gegen die wachsende Müdigkeit auf", erklärte Gerhard Klösch (ISWF). Die länger anhaltende Inaktivitätsphase, gefolgt von häufigeren Bewegungen, kann als absolutes Alarmzeichen gedeutet werden.
"Napper" fühlen sich weniger müde
Die Probanden wurden in zwei Testgruppen geteilt. Während die Gruppe der "Durchfahrer" ohne Pause ihre Runden gedreht haben, legte eine Gruppe von 28 Testfahrern ("Nappern") nach 1,5 Stunden eine halbstündige Ruhepause auf einem Parkplatz ein.
Die Befragung ergab, dass die "Napper" das Gefühl der Müdigkeit in der Pause abbauen konnten. Sie fühlten sich nach der Fahrt weniger müde und waren bei besserer Stimmung - das hat positiven Einfluss auf das Fahrverhalten. Die "Durchfahrer" hingegen fühlten sich nach der Fahrt deutlich müder als davor.
Verkehrszeichen übersehen
Während der Testfahrt sind überraschend Verkehrszeichen jeweils für die Dauer weniger Fahrrunden an den Streckenrand gestellt worden.
Mehr als 16 Prozent der "Durchfahrer" haben diese komplett übersehen. Ein Fehler, der in der Gruppe der "Napper" nicht passiert ist.
Ähnliche Ergebnisse lieferte die Messung der Reaktionszeit nach der Testfahrt: Auch hier übersahen die "Durchfahrer" mehr dargebotenen Reize. "Bei längeren Nachtfahrten kann es also zu massiven und gefährlichen Wahrnehmungsproblemen kommen", sagte Seidenberger.
Pausen bereits vor Fahrtantritt fix einplanen
Damit es zu keinem Sekundenschlaf kommt, gab der ÖAMTC folgende Tipps: Pausen bereits vor Fahrtantritt in der Nacht fix einplanen. Nicht erst dann pausieren, wenn man bereits müde ist. Eine Nachtfahrt nur ausgeruht starten. Mehr als 17 Stunden Wachzeit vor Fahrtbeginn ist ein zusätzliches Risiko.
Vorboten für Sekundenschlaf sind: Wenn die Gedanken abdriften, Tagträume auftreten und man sich nicht an die Strecke erinnern kann, die man kurz zuvor zurückgelegt hat, unruhiges Sitzen, häufiges Herumdrehen des Oberkörpers, rastlose Hände und Kopfbewegungen, gefolgt von einer längeren Starre. (red/APA)
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weitere ganz typische Zeichen sind:
Wenn Fahrer plötzlich alle paar Minuten sich mit der Hand am Nacken massieren;
sich regelmäßig selbst am Ohrläppchen zupfen;
sich mit einer Hand seltsam auf den anderen Arm klopfen;
sich häufig am Oberschenkel kratzen;
unvermittelt das Fenster öffnen, um das Gesicht im Fahrtwind zu kühlen...
Lieber Standard,
Sie haben einen Bericht zu der Sekundenschlaf-Studie von ÖAMTC und ASFINAG gebracht.
Leider wird in dem Beitrag nicht auf die Ursache der Übermüdung eingegangen.
Diese Ursache kann in vielen Fällen eine Schlafstörung, z.B. Schlafapnoe sein. Bei Schlafapnoe(Atempausen im Schlaf) gibt es ausgeprägte Tagesmüdigkeit, lautes Schnarchen und Sekundenschlaf. In Österreich gibt es ca. 400.000 von Schlafapnoe Betroffene- genau so viele wie Diabetes!.
Nur ein geringer Teil der Betroffenen ist in Therapie. Unbehandelte schwere Schlafapnoe führt zu Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Folgeerkrankungen.
Unsere Selbsthilfegruppe bemüht sich, die von Schlafapnoe Betrofffenen zu finden und über die Krankheit aufzuklären. Die Diagnose un
Ich fahre viel Langstrecke, oft auch mal 900 km nach einem 9h Arbeitstag. Das geht genau dann gut wenn ich meinen Schlaf-Wach-Rhythmus beachte und zwischen 02:00 und 05:30 nicht fahre sondern schlafe, notfalls im Auto.
Zu viel Kaffee oder diese entsetzliche Zuckerbrühe sind eh auch keine gute Idee, Wasser, Obstsäfte und ein bissl Koffein sind der richtige Mix.
Übung ist auch ein Faktor. Wenn man das eine Zeitlang so macht (machen muss) übersteht man solche Fahrten deutlich besser als wenn man das einmal im Jahr mit dem überladenen Urlaubsauto macht.
1. Der fremde Sekundenschlaf kündigte sich leider nicht an, als der Roadtrain damals in Australien immer mehr auf meine Spur zog ... Gut, daß in Australien so viel Sand zum Ausweichen bereit steht. Und Hupen hat auch geholfen (+ ein hellwacher Schutzengel).
2. "Gähnen, Drehen und Neigen des Kopfes, Lautäußerungen wie Selbstgespräche oder Singen, Hin- und Herrutschen des Oberkörpers, unruhige Hände" hört sich verdammt nach longjog an, aber eingeschlafen bin ich dabei (noch) nie. (Habe aber auch immer das Strickzeug dabei.)
3. Hatte auch schon Sekundenschlaf in Konzerten, allerdings nicht in welchen wo Mitsingen und unruhiger Oberkörper angebracht sind. (Bei den übrigen weckt mich meine Frau mit minderzärtlichen Stößen in die Rippen.)
mein erster und letzter sekundenschlaf auf der autobahn hat mich geschockt, aber wie im artikel beschrieben hatte er sich angekündigt. später abend, am heimweg und mit leichter müdigkeit ins auto gestiegen.
seither entweder nicht müde autofahren und falls unbedingt notwendig, mit regelmäßigen pausen dazwischen.
einmal hab ich dabei sogar geträumt - sitz im flugzeug, landeanflug, am pistenrand die begrenzungsleuchten, ein rumpler beim aufsetzen - und dann hupt da einer, kein flugzeug, nein ein auto, keine piste, nein eine straße, keine rückenlehne vor mir, nein ein lenkrad.
auch ich "nappe" seitdem immer.
pettenbach...grünau:
laut öbb: 15 km in 23 min...(unter idealbedingungen versteht sich)
rechne ich das jetzt hoch sind wir bei 50 km in 1:20. is mir schon klar dass, das nicht immer so ist...
ich bleibe trotzdem beim zug und frage mich ob individualverkehr heissen muss, dass jeder eine blechkiste zu fahren hat?
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