Freihändige Interaktion abseits von Videospielen soll künftig Alltag und Berufswelt erfassen
Spiele auf der Xbox 360 waren nur der Anfang: In den kommenden Jahren sollen Bewegungssteuerungen wie Kinect einen wesentlichen Teil von Microsofts Angebot stellen. Die lange Zeit als "natural user interface" bezeichneten Ideen sollen dank des ersten kommerziellen Erfolges künftig in zahlreichen Bereichen des Lebens Einsatz finden, erklärte der Konzern vergangene Woche im Rahmen einer Technologiepräsentation.
Der erste Schritt
Laut Craig Mundie, Microsofts Leiter der Forschungsabteilung, sei Kinect für Spiele nur der erste Schritt gewesen. "Es ist nicht strikt auf den alleinigen Einsatz in Spielen festgelegt. Es wird viele andere Anwendungen geben", erklärte Mundie gegenüber dem Branchenportal TechFlash. Passend dazu bestätigte Microsoft kürzlich erst die offizielle Unterstützung von Kinect für PC. Damit werden Entwicklern alle nötigen Werkzeuge in die Hand gelegt, um abseits von Hacks ganz offiziell Programme für die Sensorsteuerung schreiben zu können.
Demos
Wie Kinect und dessen Nachfolger den Alltag und die Arbeitswelt bereichern könnten, zeigte das Unternehmen anhand diverser Beispiele. So ließe sich der Sensor etwa zum Scannen von Gegenständen und sich sodann auch gleich zur Manipulation der erzeugten 3D-Objekte nutzen. Für die noch unmittelbarere Videokommunikation könnte Kinect einen Raum dreidimensional abtasten und dann über einen Bildschirm wiedergeben. Der Betrachter vor dem Bildschirm kann dann mit Hilfe eines eigenen Sensors sprichwörtlich in den Raum hineinsehen und aktiv die Betrachtungsperspektive verändern. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit sei die Verknüpfung von Kinect mit Mobiltelefonen als Steuerungseinheiten.
(Video: Beispiele zum alternativen Kinect-Einsatz)
Unsichtbar
Microsoft hofft damit, auf lange Sicht die Art und Weise mitgestalten zu können, wie in Zukunft mit Technologien und Computersystemen interagiert wird. (zw)
Irgendwie kann ich mir immer noch nicht vorstellen, an meinem Arbeitsplatz a'la "Minority Report" zu arbeiten...
Microsoft soll vielleicht für den Anfang das "Natural Keyboard" (das ich sehr liebe, und deshalb sowohl in der Fa. unter Windows, als auch zu hause am Linux-Rechner verwende) etwas leiser macht: schreibt man schnell darauf, erzeugt es eine lästige Geräuschkulisse.
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