Google löscht unabsichtlich Daten von 150.000 GMail-Accounts

28. Februar 2011, 09:01
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Accounts auf Ausgangszustand zurückgesetzt - Unternehmen arbeitet an Wiederherstellung

Ein Verlust der eigenen Daten gehört wohl zu den unerfreulichsten Erfahrungen, die man im Computeralltag so machen kann. Besonders unangenehm wird das Ganze aber, wenn solche Missgeschicke einem großen Service-Anbieter passieren – immerhin sind davon gleich eine Vielzahl von NutzerInnen betroffen. Ein aktuelles Beispiel hierfür liefert nun Google ab: Zahlreiche GMail-NutzerInnen mussten am Sonntag feststellen, dass sämtliche Nachrichten aus ihrer Inbox verschwunden waren.

Reset

Offenbar hat Google die Accounts der betroffenen UserInnen unabsichtlich auf den Ausgangszustand zurückgesetzt, wie aufgrund des Umstands, dass in der Mailbox lediglich Begrüssungsmails zu finden waren, unübersehbar war. Wenig später bestätigte der Softwarehersteller das Problem, in einer Statusnachricht heißt es, dass man die Problematik untersuche, und an der Behebung arbeite.

Betroffen

Laut Google sind rund 0,08 Prozent aller GMail-NutzerInnen von dem Problem betroffen. Was rein prozentual nach sehr wenig klingt, übersetzt sich in absoluten Zahlen dann aufgrund der Beliebtheit des Google-Mail-Services dann doch in eine recht große Zahl: Rund 150.000 NutzerInnen dürften bei dem Vorfall – zumindest vorübergehend – all ihre Mails verloren haben.

Reparatur

Einen fixen Zeitpunkt für die Wiederherstellung aller Daten will man bei Google bislang nicht nennen, das Unternehmen spricht hier etwas vage von "in naher Zukunft". Zumindest soll aber bereits in Kürze ein weiteres Update über die aktuelle Situation informieren. Auch verweist man darauf, dass die betroffenen Accounts während den Reparaturarbeiten kurzfristig nicht erreichbar sein werden.

Vorbilder

Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass es durchaus Sinn macht, die Daten von Cloud-Services lokal zu sichern, entweder über einen Mail-Client oder mittels spezialisierter Tools. Der Fehler bei Google ist bei weitem nicht der erste große Datenverlust bei einem großen Serviceanbieter, so hatten etwa 2009 T-Mobile und Microsoft durch einen Serverausfall sämtliche Daten der NutzerInnen des in den USA sehr beliebten Sidekick-Services verloren, und brauchten in Folgen mehr als zwei Wochen um den Originalzustand wieder herzustellen. (apo, derStandard.at, 28.02.11)

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    Und da war alles weg - Mail-Löschung der anderen Art.

    Image: letter dance, a Creative Commons Attribution (2.0) image from rvoegtli's photostream

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