US-Banken rechnen mit Strafen

27. Februar 2011, 20:18
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Behörden prüfen Abwicklungen von Wohnungskrediten und Delogierungen

New York - Gleich drei US-Banken warnen, dass sie im Zuge der Aufarbeitung von Zwangsversteigerungen mit Strafen konfrontiert werden könnten. Bank of America, Citigroup und Wells Fargo machten in Aussendungen neben den Sanktionen auf hohe Rechtsberatungskosten sowie auf ein mögliches Moratorium aufmerksam, mit dem die Welle an Delogierungen gegen Kreditnehmer in Zahlungsschwierigkeiten gestoppt werden könnte.

50 Staatsanwälte und Finanzaufseher überprüfen derzeit, ob die Banken die Wohnungskredite rechtlich korrekt vergeben haben. Vor allem die Dokumentation über Vergabekonditionen bei den Krediten sowie über die Aufklärung der Kunden über die Risiken erscheint der Aufsicht als mangelhaft. Die Angelegenheit könnte die Banken 20 Mrd. Dollar kosten. Bank of America teilte mit, die anhängigen Rechtsstreitigkeiten könnten zu einem Aufwand von bis zu 1,5 Mrd. Dollar führen. Citigroup bezifferte diesen Posten mit vier Milliarden Dollar. Wells Fargo wiederum hat seit Beginn der Prüfung 55.000 Versteigerungen gestoppt. (Reuters, red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.2.2011)

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