ORF-Stiftungsrat Neuschitzer gegen Lorenz

27. Februar 2011, 17:20
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Von FPK entsandter Stiftungsrat verteidigt Lugners Opernballgast

Der Wiener Society-Löwe Richard Lugner bekommt in Sachen Opernball Schützenhilfe aus Kärnten. Der vom FPK entsandte ORF-Stiftungsrat Siggi Neuschitzer kritisierte am Samstag die von ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz ausgegebene Order, Lugners Opernballgast Ruby Rubacuori, zu ignorieren. Neuschitzer sprach in einer Stellungnahme von "vorauseilender offensichtlicher Zensur um Lugners flotten Logengast". Kritik an Lorenz kam laut Medienberichten unterdessen auch von "Zeit im Bild"-Redakteurssprecher Dieter Bornemann.

Der ORF habe "nicht die Aufgabe zu zensieren, oder den Oberschiedsrichter zu spielen", meint Neuschitzer. "Immerhin hat der vom ORF unterschätzte, von anderen TV-Sendern stundenlang ins Bild gerückte, nur nach außenhin tollpatschige Mausi-, Bambi- und Katzi-Partner wieder einmal für weltweite Schlagzeilen um den Opernball gesorgt", so Neuschitzer.

Die alljährliche "Opernballfrage Nummer eins" laute: "Wen holt Lugner heuer?", argumentiert der Kärnter Gremienvertreter, der ein Gleichnis zum Männertanz von Alfons Haider in der ORF-Show "Dancing Stars" zieht: "Wo war die ORF-Aufregung in der Führungsetage, als bekannt wurde, dass man Alfons Haider (auch gezielt provozierend und polarisierend) mit einem Mann tanzen lässt?" Haider wird bei der ORF-Show "Dancing Stars" mit einem männlichen Partner antreten, was ihm teils heftige Kritik bescherte.

Laut Tageszeitung "Österreich" (Samstag-Ausgabe) äußerte unterdessen auch Redakteurssprecher Bornemann Kritik an Lorenz: In einem E-Mail habe er erklärt, die Order, Rubacuori nicht zu interviewen, gelte nicht für die Journalisten der Informationsabteilungen der ORF. Man werde nach journalistischen Kriterien beurteilen, wer interviewt wird und wer nicht. Lorenz konterte demnach, er habe die Informationsabteilung in seinem E-Mail gar nicht genannt. (APA)

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