Österreich bleibt in der Gold-Spur

27. Februar 2011, 14:19
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Schlierenzauer, Koch, Kofler und Morgenstern gewinnen überlegen Team­bewerb von der Normal­schanze

Oslo - Österreichs Skispringern ist bei den Nordischen Weltmeisterschaften in Oslo der totale Triumph auf der Normalschanze gelungen. Nach Einzel-Gold durch Daniela Iraschko und Thomas Morgenstern haben in der Startreihenfolge Gregor Schlierenzauer, Martin Koch, Andreas Kofler und der nunmehrige Doppel-Weltmeister 2011, Thomas Morgenstern, das dritte Gold dieser Titelkämpfe geholt. Österreich gewann mit exakt 25 Punkten Vorsprung auf Norwegen und 57,3 Zähler vor Deutschland das siebente Team-Skisprung-Gold bei Nordischen Weltmeisterschaften

"Wunderschön! Es waren wieder so Super-Sprünge. Der letzte war etwas Besonderes hier auf der Normalschanze. Es gibt nichts Schöneres, als mit den Kollegen ein Lachen im Gesicht zu haben", sprach Morgenstern, der nun schon insgesamt sechsmal bei Nordischen Weltmeisterschaften Gold geholt hat. Diesmal gibt es aber ein Novum, denn erstmals wird auch Preisgeld ausgeschüttet. Morgenstern hat mit zwei Titeln schon mehr als 29.000 Euro gewonnen, für seine Teamkollegen gab es am Sonntag rund 6.800 Euro.

Druck standgehalten

Der Kärntner sprach im Auslauf auch den enormen Druck des Teams an. "Heute waren wir ganz große Favoriten und haben nur verlieren können. Aber wir haben gewusst, dass wir eine Super-Qualität haben - und die haben wir ausgespielt." Auch Einzel-Vize-Weltmeister Kofler war voll der Freude. "Jeder hat das erwartet, auch wenn es nicht das Einfachste ist. Die Wertigkeit liegt sehr hoch. Jeder Athlet ist da froh, wenn er im Team sein kann. Wir schauen, dass wir das fortführen können."

Koch freute sich über seine erste Medaille auf der Normalschanze: "Diese Medaille hat einen hohen Stellenwert für mich." Und eine erste Medaille auf der Kleinen." Und Schlierenzauer, der bei beiden Landungen gepatzt und zweimal fast gestürzt wäre, war zufrieden. "Es ist ein sehr schönes Gefühl, zu wissen, im besten Team der Welt springen zu dürfen. "Wuff" (Wolfgang Loitzl, Anm.) denkt sich jetzt sicher, leider habe ich da nicht dabei sein können. Bei mir hätte es fast auch so sein können."

Das Maß aller Dinge

Österreichs Skisprung-Team bleibt das Maß aller Dinge. Seit 2005 sind die "Adler" in Teambewerben bei Nordischen Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen ungeschlagen. Die nächste Gelegenheit für die Konkurrenz gibt es schon kommenden Samstag, wenn auch noch von der Großschanze eine Mannschaftskonkurrenz auf dem Programm steht. Schon nach acht von 21 Entscheidungen ist es, gemeinsam mit jener von 1991 im Fleimstal, mit 3 x Gold und je 1 x Silber und Bronze die erfolgreichste Nordische WM des ÖSV.

Die Skispringer haben alle drei bisher möglichen Goldmedaillen gewonnen und können ihr Konto in den Großschanzen-Bewerben am Donnerstag und Samstag weiter aufstocken. Insgesamt bedeutete der erste von zwei möglichen Team-Weltmeister-Titeln das siebente Mannschafts-WM-Gold bei Nordischen Weltmeisterschaften für die ÖSV-Adler. Am Montag hat Österreich im Kombinierer-Teambewerb wieder sehr gute Chancen auf weiteres Edelmetall. (APA)

Bisherige ÖSV-Team-Goldmedaillen bei Nordischen Weltmeisterschaften:

1991 in Val di Fiemme: Gold Mannschaftsspringen (Ernst Vettori, Andreas Felder, Heinz Kuttin, Stefan Horngacher)

2001 in Lahti: Gold Mannschaftsspringen K90 (Wolfgang Loitzl, Andreas Goldberger, Horngacher, Martin Höllwarth)

2005 in Oberstdorf: Gold Mannschaftsspringen Normalschanze (Loitzl, Andreas Widhölzl, Thomas Morgenstern, Höllwarth) Gold Mannschaftsspringen Großschanze (Loitzl, Widhölzl, Morgenstern, Höllwarth)

2007 in Sapporo: Gold Mannschaftsspringen Großschanze (Loitzl, Gregor Schlierenzauer, Andreas Kofler, Morgenstern)

2009 in Liberec: Gold Mannschaftsspringen Großschanze (Loitzl, Martin Koch, Morgenstern, Schlierenzauer)

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    Österreichs Adler feiern am Holmenkollen das Teamgold auf der kleinen Schanze.

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