"Marionettenregime"

Pjöngjang droht "Marionettenregime" im Süden

Martin Kölling aus Tokio, 27. Februar 2011, 17:18

Seoul schickte Luftballons mit Informationen über arabische Aufstände in den Norden

Die Demokratiebewegungen in Nordafrika heizen auch den Propagandakrieg zwischen Nord- und Südkorea an. Nachdem Südkorea Militärballons mit Lebensmitteln und Informationen über die Aufstände in Tunesien, Ägypten und Libyen in den hermetisch abgeriegelten Norden geschickt hat, antwortete Nordkoreas Militär Sonntag mit scharfen Drohungen.

Nordkoreas Nachrichtenagentur KCNA zufolge hat der Chefunterhändler Pjöngjangs in den innerkoreanischen Militärgesprächen dem "südkoreanischen Marionetteregime" mitgeteilt, dass Nordkoreas Armee "zur Selbstverteidigung" gezielt auf "Quellen der psychologischen Kriegsführung" schießen werde, falls der Süden "andauernde anti-nordkoreanische psychologische Kriegsführung mit ihrer Mobilisierung menschlichen Abschaums und faulen Dingen" nicht beende.

Der Norden reagiert damit auf die verschärfte Propaganda des Südens. Der hatte nach dem Artilleriebeschuss der Insel Yeonpyeong durch den Norden im November 2010 allen Kriegsdrohungen zum Trotz den Norden wieder aus riesigen Lautsprechern beschallt und an der Grenze zum ersten Mal seit 2003 einen riesigen, weithin sichtbaren beleuchteten Weihnachtsbaum aufgebaut.

Doch obwohl Drohungen seit Jahrzehnten zu Nordkoreas Arsenal im Propaganda-Krieg gehören, wecken sie diesmal größere Ängste. Denn der jüngste Artillerieangriff hat bewiesen, dass Nordkoreas Führer Kim Jong-il Worten auch Taten folgen lässt. Besondere Sorge bereitet, dass der Norden namentlich den Rimjin-Pavillon als Hauptziel herausgestrichen hat. Von diesem grenznahen Ausflugsziel können Touristen die "entmilitarisierte Zone" einsehen. (Martin Kölling aus Tokio, STANDARD-Printausgabe, 28.02.2011)

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Posting 1 bis 25 von 75
1 2
Halbstarker Vollmilchtrinker
04
28.2.2011, 08:36
Äußerst berechenbare Provokation

Im November wurde ein Korea Spezialist des auswärtigen Amtes gefragt, wann denn mit der nächsten Provokation zu rechnen sei -"spätestens im März" war die Antwort, "wenn die Machtübergabe bald ansteht und die Sechs-Parteien-Gespräche wieder diskutiert werden".

Nach der NK Faustkeildiplomatie lässt sich mittlerweile die Uhr stellen. Tipp: Im August gibt es wieder "Atombombentests/Wiederaufnahme der Arbeit an Nuklearanlagen", um verbilligte Reislieferungen und Importautos zu erpressen. Erbärmlich. Entsetzlich, dass so viele Millionen unter den alten Trotteln und ihren Erbprinzen leiden müssen.

Cassidorus
 
04
28.2.2011, 06:20
Allmählich wirds langweilig .... der Gstermel

und sein Filius werden wieder eine Woche lang kreischen, die Hillary wird diplomatisch verklausuliert das Götz Zitat ausrichten lassen und Lee Myung Bak wird die große Trommel schlagen lassen. Die Chinesen werden alle zur Ruhe auffordern und diskret dem Alten und seinem Söhnlein ein Zäpfchen verabreichen. In zwei Wochen ist dann alles wieder beim Alten...
Leider wird nordkoreanische Bevölkerung dazwischen weitergefoltert...

Zombieland
00
19.3.2011, 18:07

Sie haben leider recht, man sollte Kim Jung Il unter Drogen setzen das würde wohl allen Beteiligten helfen, inklusive ihm selbst.

kamelchen ist auch da
70
28.2.2011, 00:34

und die usa provozieren, provozieren und provozieren...........

der mann, der zuviel wußte...
01
28.2.2011, 15:29
Sie haben ja so recht - lassen wir doch Kim seinen Spaß! Sind ja auch seine Landsleute, die da verhungern, und wenn er SK angreifen möchte, soll er doch!

Die Querg'schlitzten schau'n eh alle gleich aus (in Ihrem Weltbild), was haben die Amis dort verloren? Und diese J(a)uche ist ja auch ein tolles System, soll doch ruhig mehr davon geben!

Und wenn Kim lieber Atomwaffen hat als seine Bevölkerung zu versorgen, was kümmert uns das?

Sind Sie eigentlich zynisch oder d@mlich?

Zombieland
00
19.3.2011, 18:09

Nicht versuchen schlau zu sein das bringt nix. Der Kim Jun irgendwas hat einen breiten *****, aber die Südkoreaner auch, u. der Ami erst recht- auf jeden Fall ist die Bevölkerung zu bedauern- aber wissen Sie einen Ausweg aus dem Dilemma?!

the hag o'hags (aka Esme Weatherwax)
02
28.2.2011, 11:47

Ist es in ihren Augen eine Provokation, dass die USA Millionen Nordkoreaner Jahr für Jahr wieder vor dem Hungertod bewahren?

rubbberduck
01
27.2.2011, 22:49

schickt team america, das kurbelt auch gleich noch die braubranche an und wir dürfen uns wieder über matt damon amüsieren

woifee 0.0
10
28.2.2011, 06:22

Was sollen die brauen, die Koreaner vertragen kein Alk.

napnap1
03
27.2.2011, 22:23

geh bitte kann den kim jong il mal wer übers knie legen.

sotho talker
 
02
27.2.2011, 21:30
hier riechts nach zensur

das hat so eine leichte ironie unter einem bericht über nordkorea...

mit dem wurzelposting eines thread verschwinden klarerweise auch meine antwortpostings, ist logisch.

selbst wenn ich die meinung des wurzelpostserstellers nicht teile, würde ich mich jederzeit dafür einsetzen damit er sie sagen kann.

jeder hat das recht auf darstellung seiner freien meinung.

another_stranger_me
03
27.2.2011, 19:14

schon wieder??

kim jong-very-ill ist echt of verkühlt in letzter zeit...

Nirgendwo
132
27.2.2011, 17:10
Ist doch keine psychologische Kriegsführung,

wenn die USA 2x wöchentlich ein Manöver vor der umstrittenen Grenze durchführt, oder?

the hag o'hags (aka Esme Weatherwax)
11
28.2.2011, 11:49

Dafür dass die nordkoreanische Bevölkerung ohne USA und Südkorea schon längst verhungert und erfroren wär, haben's die Klappe aber recht weit offen.

kurt haenel
 
00
28.2.2011, 00:33
@nirgendwo

zweimal wöchentlich, einen Monat lang womöglich....

hmmm ?

Mormoloc
04
27.2.2011, 21:27
So gar keine Argumente mehr, daß jetzt schon "2x wöchentlich" herhalten muß?

olaoaloaoa
11
27.2.2011, 17:07
Nord und Südkorea

vereint: Es müssen schon "psychologische Flugblätter" sein, ein Aufstand aus eigenem antrieb? Niemals!

Gerhard Schneider
102
27.2.2011, 16:48
Worst case

Der schlimmst mögliche Fall für Nord- bzw. Südkorea wäre zum jetzigen Zeitpunkt wohl der Sturz Kims.
Stellen wir uns vor was los wäre, wenn 24 Millionen Nordkoreaner den Anschluss wollten und auch nur 5 Millionen in den Süden aufbrächen.
Südkoreas Armee wäre gefordert, den Wohlstand der eigenen Bevölkerung zu sichern - über die Methoden möchte ich besser nicht nachdenken..

Intimissimi
02
27.2.2011, 20:27

dieses szenario ist utopisch. von einem derartigen ausgang sind wir noch weit entfernt

Andreas Hofer
00
28.2.2011, 00:39

Gar so utopisch ist das nicht. Es koennte passieren , wenn der Kessel im Norden implodiert moechte ich nicht dort sein.

Schnapphahn
13
27.2.2011, 17:49
Denken sie einfach an den Mauerfall in Deutschland.

Gerhard Schneider
00
28.2.2011, 07:10

Sie haben Recht, genau das meinte ich..

Der Mauerfall funktionierte nur deshalb, weil die BRD viel größer war als die DDR und der BIP-Unterschied weitaus geringer als in Korea. Daher kann man davon ausgehen, dass in D die Angleichung der Systeme in ca. 20 Jahren erreicht sein wird.

Standard Leser4
 
20
28.2.2011, 11:14
Sie meinen wohl noch 20 Jahre? Was zusammen 40 Jahre ergibt, fuer jedes Jahr DDR also ca 1 Jahr zum Aufholen?

Wow, und ich habe immer geglaubt es war ein Arbeiter und Bauernparadies. Lol

zimbo
 
101
27.2.2011, 17:23
Außerdem könnte China die USA für diese Aktion bestrafen.

Standard Leser4
 
01
28.2.2011, 11:23
Wie ? Verkaufen Sie den USA kein Plastikklumpert mehr?

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