Rettungskräfte: Keine Hoffnung mehr auf Überlebende

28. Februar 2011, 07:13
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Bisher 148 Leichen geborgen, rund 50 noch vermisst

Sechs Tage nach dem schweren Erdbeben in der neuseeländischen Stadt Christchurch gehen Rettungskräfte nicht mehr davon aus, noch Überlebende in den Trümmern zu finden. "Es ist höchst unwahrscheinlich, dass wir lebende Opfer in den eingestürzten Bauten finden", sagte der Einsatzchef der Feuerwehr, Jim Stuart-Black, am Montag vor Journalisten. Bisher wurden 148 Leichen aus den Trümmern geborgen, rund 50 Menschen wurden noch vermisst. Zuletzt waren überlebende Verschüttete am Mittwoch gerettet worden.

Zudem musste sich die Bevölkerung von Christchurch am Montag auf einen schweren Sturm vorbereiten, der die Bergungsarbeiten für einige Stunden stoppen könnte. Die Böen des Sturms könnten in der Stadt eine Geschwindigkeit von 90 Kilometern pro Stunde und in der Umgebung von 130 Stundenkilometern erreichen, wie die Wetterdienste vorhersagten.

Am vergangenen Dienstag war Christchurch zur Mittagszeit von einem Beben der Stärke 6,3 erschüttert worden. Zuletzt hatten Rettungskräfte am Mittwoch Überlebende aus den Trümmern der eingestürzten Gebäude geborgen. Seitdem gab es keine Lebenszeichen mehr. Es war die schlimmste Katastrophe in Neuseeland seit 1931, als bei einem Erdbeben 256 Menschen ums Leben kamen. (APA)

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    Nach dem schweren Erdbeben könnte ein Sturm die Such- und Aufräumarbeiten behindern.

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