Anzeigen: Zu viele Gäste, versperrte Notausgänge

27. Februar 2011, 09:14
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Schwerpunktaktion in der Nacht auf Sonntag - Einsatzleiter: Gehen Hinweisen von Anrainern und Polizei nach

Wien - Im Rahmen einer konzertierten Aktion von Magistrat und Polizei sind in der Nacht auf Sonntag in der Wiener Innenstadt drei Diskotheken sowie eine Bar überprüft worden. Im Zentrum der Kontrollen standen die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen sowie des zugelassenen Fassungsraums. Insgesamt wurden fünf Anzeigen ausgestellt, davon zwei wegen Überfüllung. In den Räumen zweier Discos hielten sich nämlich mehr Personen als erlaubt auf.

Die Behörden stellten zudem eine Anzeige wegen versperrten Fluchtwegs und eine wegen verbotenen Ablagerungen in einem Notausgang aus. Ein Lokal verstieß gegen das Tabakgesetz - es wurde im Nichtraucherbereich geraucht - und wurde ebenfalls angezeigt. Dazu kamen zwei Beanstandungen, unter anderem wegen zu lauter Musik, berichtete der Einsatzleiter Christian Lovecky vom Dezernat für Sofortmaßnahmen der Stadt Wien. Kein Lokal verstieß hingegen gegen die Jugendschutzbestimmungen.

Aktion nach Hinweisen

"Die heutige Aktion ist geheim. Wir gehen ohne Ankündigung in die Lokale hinein. Dabei muss man ständig auf alles gefasst sein" erklärte ein Behördenmitarbeiter im Vorfeld. Die Wahl der Lokale, die bei den Schwerpunktaktionen unter die Lupe genommen werden, hat System: Die Truppe rückt aus, wenn es Hinweise gibt, etwa von Anrainern oder der Polizei. Während die Stadt kontrolliert, ob Genehmigungen und Auflagen eingehalten werden, sorgt die Polizei für die Sicherheit, überprüft Identitäten und Aufenthaltsgenehmigungen.

Bei dieser Schwerpunktaktion zeigte sich deutlich, wie fahrlässig manche Lokalbetreiber mit ihren Gästen umgehen. Die Behördenmitarbeiter fanden in einer Disco etwa gestapelte Bierkartons im Notausgang vor: "Die sind brennbar, die müssen sofort weg." Dieses Vergehen wurde angezeigt. Eine weitere Anzeige wurde im selben Lokal wegen des Verstoßes gegen das Tabakgesetz ausgestellt. Die Gäste rauchten im Nichtraucherbereich: "Auch das wird von uns kontrolliert", so Lovecky.

Anzeigen: Zu viele Gäste

Für eine weitere Disco setzte es ebenso Anzeigen: Auch sie war überfüllt. Zudem verstellten Tische den Notausgang: "Das ist sehr gefährlich. Wenn etwas passiert, dann gibt es hier eine Katastrophe", zeigte sich ein Behördenmitarbeiter schockiert über den Leichtsinn des Betreibers. Beanstandet wurde außerdem die zu laute Musik.

Das Einsatzteam überprüfte neben den Discos auch eine Bar im "Bermudadreieck", aufgrund Beschwerden wegen Lärmbelästigung. Einzig die Aufhängung der Boxen wurde beanstandet.

Um 2.00 Uhr früh endete die Schwerpunktation. "Die Betreiber haben gesehen, dass die Behörde präsent ist", resümierte Lovecky. Insgesamt stellten das Magistrat fünf Anzeigen aus und hatten zwei Beanstandungen. Gegen die Jugendschutzbestimmungen verstieß keines der überprüften Lokale. (APA)

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