"Ich war am richtigen Ort und bin sehr stolz"

27. Februar 2011, 19:46
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  • Sturm - Ried

 

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Es war insgesamt von beiden Mannschaften kein schönes Spiel, von Taktik geprägt. Wenn man dem Gegner 90 Minuten keine Chance lässt, hat man taktisch gut gearbeitet. Es war ein verdienter Sieg. Wir hatten in der ersten Hälfte zu viele einfache Ballverluste. Ich bin deshalb froh, dass es gutgegangen ist. Alle Mannschaften, die auf den Plätzen eins bis sechs liegen, haben die Chance die Meisterschaft zu gewinnen."

Mario Haas (Sturm-Graz-Torschütze): "Es ist schwierig gegen Ried zu spielen, sie machen hinten zu. Der Sieg war ganz, ganz wichtig für uns. Ich war am richtigen Ort und bin sehr stolz. Wenn es immer so gehen würde, wäre es super. Man muss aber hart dafür arbeiten. Ich fülle meine Rolle als Joker zu 100 Prozent aus, kann momentan zufrieden sein. Die Mannschaft spielt die Gegner müde, dann ist es für mich leichter, wenn ich komme."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Wir haben zu wenig investiert und zu spät den Nachweis geliefert, dass wir auch ein Spitzenteam sind. Die Defensive hat eigentlich gehalten, Sturm war nur gefährlich, wenn sie gekontert haben. Wenn sich der Gegner zurückzieht, dann weiß man, dass wir uns auch nicht unbedingt öffnen müssen. Es geht nicht um die eine Standardsituation, es geht um Leistungsbestätigung, die haben wir nicht erbringen können. Die Standards sind in letzter Zeit ein Manko unserer Mannschaft. Dass wir in 90 Minuten keine echte Chance herausgespielt haben, bis auf die Aktion von Guillem in der 25. Minute, spricht für unsere Angriffsschwäche."

  • Rapid - Kapfenberg

Peter Pacult: "Wir waren über 90 Minuten topp drauf, ich kann mich selten an ein Heimspiel mit so einer Ballzirkulation, und so einem Druck erinnern. Es war eine sehr gute Leistung, schade, dass es nur zwei Tore waren, und auch die haben wir uns hart erarbeiten müssen. Es war ein Heimspiel, auf das man sehr stolz sein kann. Kapfenberg ist mit acht, neun Mann hinten gestanden, sie haben nur die Räume eng machen können. Da ist es schwer die Lücke zu finden."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Die Defensive hat einen guten Job gemacht, genau das was ich mir vorgestellt habe. Was die Offensive anbelangt, waren wir aber zu harmlos. Ich muss Rapid gratulieren, sie haben das Richtige gemacht, uns unter Druck gesetzt. Der Großteil der Mannschaft wirkt sehr gehemmt. Es ist ein Problem, wenn du acht Wochen bis auf zehn Tage nur auf Kunstrasen trainierst. Ich habe das Gefühl, dass einige Spieler nicht wissen, wie sie sich auf diesem Terrain bewegen soll."

Adthe Nuhiu (Rapid-Torschütze): "Bis auf die erste Partie haben wir ganz ordentlich gespielt, man kann nicht immer eine Topleistung liefern. Jetzt sind wir wieder da, man kann mit uns rechnen."

  • Wiener Neustadt - Salzburg

Ton Lokhoff (Co-Trainer Salzburg): "Wenn man die Tore nicht schießt, wird es nicht einfacher. Ich habe in der ersten Spielhälfte drei hundertprozentige Chancen gesehen, da muss man minimal ein Tor schießen. Nach dem 0:1 sind wir nicht mehr richtig ins Spiel gekommen. Wir haben alles versucht, um den Ausgleich zu machen. Aber wir haben gegen eine Mauer gespielt. Das Problem war, dass wir nicht fähig waren, ein Tor zu schießen."

Dietmar Beiersdorfer (Sportdirektor Salzburg): "Wir spielen einfach nicht das, was wir können. Wir verwerten die vorhandenen Chancen nicht, geben die Spiele zu leicht aus der Hand. Das ist natürlich alles sehr unbefriedigend."

Peter Schöttel (Trainer Wr. Neustadt): "Das ist eine wunderbare Geschichte für uns und wir können sehr stolz sein. In der ersten Spielhälfte hat uns Fornezzi im Spiel gehalten. Dann sind wir aus einer Standardsituation in Führung gegangen und haben geschickt verteidigt. Riesenlob an die Burschen, da ist so viel Herz und Charakter dabei. Dass wir an Salzburg dran sind, ist mir egal. Der Blick auf die Tabelle ist aber angenehm, da liegen wir in guter Gesellschaft. Aber träumen werden wir nicht."

  • LASK - Austria

Georg Zellhofer (LASK-Trainer): "Nach so einem Spiel, muss man vorsichtig sein, was man sagt. Das war ein Lehrspiel von der Austria. Was mich enttäuscht hat, war die Körpersprache und unser Zweikampfverhalten. Heute hat sich die Mannschaft fallen lassen. Wir waren bei den Gegentoren teilweise in Überzahl. Das ist unverständlich. Ich muss mich bei den Fans entschuldigen. Mann muss seinen Mann stehen, mit Herzblut und Leidenschaft spielen, dann kann man über den Kampf einmal ins Spiel kommen. Wenn das die Mannschaft nicht kapiert, wird es für uns alle sehr schwierig."

Florian Hart (LASK-Mittelfeldspieler): "Ich habe leider keine Ahnung, wir haben uns viel vorgenommen, kommen aber zur Zeit nicht zurück ins Spiel. Ich glaube noch an den Klassenerhalt, aber wir müssen endlich anschreiben, punkten."

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Es ist ein Auftakt nach Maß, so sollte es weitergehen. Ich gebe aber zu bedenken, dass wir die großen Kaliber noch vor uns haben. Wir sollten jetzt cool und am Boden bleiben. Zufrieden bin ich natürlich mit der Spielauffassung, mit dem Kurzpassspiel, mit dem uneigennützigen Kombinieren. Wir haben das schon im Herbst gezeigt, aber jetzt funktioniert das viel besser. Ich bin ein 78er (Mitglied jener Austria, die mit technisch feinem Spiel in Erinnerung blieb, Anm.), das hat mich geprägt, und das versuche ich auch der Mannschaft zu vermitteln."

Zlatko Junuzovic (Austria-Torschütze): "Wir waren sehr konzentriert. Wir haben sie nicht unterschätzt, haben die Partie extrem ernst genommen. So müssen wir auch in die nächsten Spiele gehen. Es ist schön, Erster zu sein. Das ist momentan aber zweitrangig. Wichtig ist, dass wir uns viel bewegen, kombinieren und zu Chancen kommen. Wir sind konstanter geworden, nutzen unsere Chancen besser. Wir sind derzeit nur schwer zu schlagen."

Roland Linz (Austria-Torschütze): "Ich habe vor dem Match kein gutes Gefühl gehabt. Aber es hat sich schnell gezeigt, dass wir gut in Form sind."

  • Wacker - Mattersburg

Walter Kogler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Es war ein hochverdienter Sieg, ein Erfolg, der dem Trainer Freude macht, weil die Mannschaft dafür gekämpft hat. Jetzt haben wir die 20 Punkte verlassen und vorne steht der Dreier. Die Mannschaft ist auf einem guten Weg, der Frühjahrsauftakt ist gelungen."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Die Mannschaft hat überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Wir haben nur reagiert, permanent über 90 Minuten. Da hat man absolut nichts verdient. Man kann nicht einen Punkt festhalten, dann steht man irgendwann dumm da. Das Auftreten war grundsätzlich nicht gut. Was heute los war, kann man nicht so stehen lassen. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr in der Offensive unternommen wird. Wir haben die Rechnung präsentiert bekommen. Die Spiele davor waren in Ordnung, heute war es ein kollektiver Aussetzer."

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