les rostbifs

6. Februar 2012, 14:02
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Sehr intensiver Kampf, dadurch relativ viele Fehler - was dem Vergnügen des Zuschauers aber keinen Abbruch tut.

Aussichtsreicher Beginn für England, drei Kicks von Flood zum 9:3 und gute Ansätze der Mannschaft, die ihre Vorschusslorbeeren zu rechtfertigen scheint und auf ihr Laufspiel setzen.

Doch die Franzosen hängen sich rein und verwickeln die Briten in heftige Zweikämpfe, ja erarbeiten sich sogar Schritt für Schritt Vorteile

Einige schwer nachvollziehbare Entscheidungen des Referees, alle zugunsten der Gastgeber

Flood kickt wie weiland Wilkinson in Armevorhaltetechnik

Ashton, die Arschgeige, segelt umsonst. (knapper Forwardpass, womöglich)

Frankreich leistet sich weiter zu viele Handlingfehler, die sie immer wieder schmerzhaft zurückwerfen

Iachvilis Frisur bleibt auf wundersame Weise  perfekt in Form sitzt

Mehrmals etwas Pech für die Franzosen bei ihren offensiven Kicks, die sich knapp nicht ausgehen

Frankreich gerät nach dem Wechsel unter Druck, England ein, zwei Mal knapp vor einem zweiten Kick, der die Sache geregelt hätte

Die umgekehrten Vorzeichen bewahrheiten sich annähernd

Janvion/Juzion flutscht der Ball durch die Achsel, als er ihn im Malfeld zu fixieren versucht

Frankreich etwas unglücklich in potenziell einflussreichen Szenen; kämpft sich Mitte der zweiten Halbzeit wieder ins Spiel zurück und schiebt England in die eigene Spielhälfte zurück

england insgesamt weniger fehlerhaft, besonders nach der pause sehr konzentriert - das erklärt den stand. so gesehen ist der englische sieg nicht unverdient. für frankreich wäre ohne weiteres mehr möglich gewesen, man stand sich aber zu oft selbst im weg. beide teams ziemlich auf augenhöhe, von einer deutlichen avantgarde-stellung für en, von der mancherorts bereits die rede war, kann jedenfalls in dieser partie keine rede sein.

Keinesfalls aber geben sich die Franzosen auf, so wie es ihnen im Herbst gegen Australien unterlaufen ist

Irland lange komfortabel, wollte dann die Partie aussetzen. Das ging beinahe schief. Schottland kam auf drei Punkte heran und drückte. Doch wieder einmal blieb nur das edle Bemühen. Die wirklich wichtigen Punkte kamen nicht mehr, auch weil die Iren in der entscheidenden Schlussphase, als es wirklich eng wurde ihre Disziplin (12 Penalties!) wiederfanden. Die Schotten drückten, doch es fehlte das Flair um die weit zurückgewichene irische Verteidigungslinie noch einmal zu überwinden. Auch eine enge Niederlage ist eine Niederlage. Und so geht es für Schottland trotz heuer gehobener Aspirationen doch wieder nur darum, den letzten Platz zu verhindern. Ronan O'Gara mit großer Übersicht in seinem Kicking und brachte sein Team damit immer wieder in gute Position. Andy Robinson: "Es gibt noch viel Arbeit."

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