Google

Vorwurf: Neue Algorithmen "zerstören Geschäfte"

26. Februar 2011 11:53
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    Foto: derstandard.at

Verbesserte Suchmaschine soll "Content Farms" erfolgreich ausmisten - Betreiber besorgt

Mit der jüngsten Anpassung der Algorithmen verspricht Google sogenannte "Content Farms" weitgehend aus den Suchergebnissen zu verbannen. Rund 12 Prozent aller Seiten sollen von der Änderung betroffen sein. CNN berichtet nun von ersten Betroffenen, sie beklagen: Google "zerstört unsere Geschäfte". 

Neu gegen Alt

Die neuen Algorithmen sind laut Google Blog bereits aktiv, CNN berichtet von einer Möglichkeit die neuen Suchergebnisse mit den alten zu vergleichen. Dafür müsse man die IP-Adresse "64.233.179.104" ansurfen, worüber man zu Google-Suchmaschine mit den alten Algorithmen gelange. Google wollte diese Meldung auf Anfrage nicht bestätigen. 

Die neuen Algorithmen sollen Content Farms ausmustern, darunter würden sich etwa Demand Media, AOL oder die Huffington Post befinden  - vor allem letztere habe massiven Betrug bei Ranking in Suchmaschinen betrieben.

Ein Beispiel für den neuen Algorithmus: Sucht man nach Charlie Sheens Attacke gegen Haim Levine ("Chuck Lorre") gelangt man zu den New York Daily News, an zweiter Stelle befindet sich eine Geschichte von gossipcop.com. Der alte Algorithmus hingegen spuckt zwei Artikel der Huffington Post an erster Stelle aus, erst auf der zweiten Ergebnisseite ist die Geschichte von Haim Levine zu finden.

Beschwerden

Besorgte Seitenbetreiber melden sich im WebmasterWorld.com-Forum seit Mittwoch zu Wort, viele davon beschwerten sich über dramatische Traffic-Rückgänge über Nacht. Andere äußerten Bedenken, dass sie nicht schnell genug dazu in der Lage sein könnten, sich an die neuen Algorithmen anzupassen. Ein Nutzer mit Pseudonym "backdraft7" schreibt im Forum: "Hey Google, das ist kein Spaß mehr - IHR ZERSTÖRT UNSERE GESCHÄFTE!" Ein anderer Nutzer mit Namen "DickBaker" meint: "Mein Gott, ich habe gerade 40 Prozent meines Traffics via Google verloren". Bei Yahoo, Bing und Co sei das nicht der Fall gewesen.

Auswirkungen

Eine kontroverse Internetseite ist in Daniel Rubys, Research Director bei Chitika, Augen Demand Media. Der Marktwert beträgt zur Zeit 1,9 Milliarden US-Dollar, das ist mehr als die New York Times wert sein soll. Zwar würde Demand Media laut Ruby zum Teil sehr produktive Inhalte liefern, auf der anderen Seite würden täglich zahlreiche Artikel mit scheinbar möglichst vielen Schlüsselworten verfasst um das Suchmaschinen-Ranking zu verbessern. Larry Fitzgibbon, Executive Vice President of Media and Operations bei Demand Media, erklärte im Blog, dass einige Inhalte mehr, andere weniger oft durch Googles neuen Algorithmus gefunden würden. Wie und ob sich Googles neue Suche auf Geschäfte auswirken langfrisitg positiv oder negativ auswirken werde müsse sich erst zeigen. (red)

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Posting 1 bis 25 von 261
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Abdul Alhazred
02.03.2011 20:40

Neuesten Berichten zufolge beschweren sich Einbrecher über vergitterte Fenster, Tresorknacker über Magnetschlösser, Bankräuber über verstärkte Security am Foyereingang. Diese Maßnahmen "zerstören unsere Geschäfte", so ein anonymer Dieb.

dopingskandal!
01.03.2011 10:13
an die Google Fanboys:

wie das Spamfiltern defakto bei google aussieht » http://bit.ly/fOpyxT

Man kann sich ja, z.B. als Softwarehersteller, gut vorstellen wie das Geschäft den Bach runter geht wenn man in Google von 99,99% Crack + Serials Seiten umzingelt, geschweige denn überholt wird.

menlo
28.02.2011 15:30

Radprofis: Neue Dopingtests "zerstören den Sport"

Mathias
 
28.02.2011 08:53
Google "zerstört unsere Geschäfte"

Wieder ein Fall, welcher beweist, daß es keinen freien Markt gibt!

Den Arbeitnehmern wird oft mangelnde Flexibilität vorgeworfen, wenn die nicht spurten, wie die "Är.sch.e" wollen!

Doch sobald Flexibilität bei der Unternehmerschaft gefordert wird, bekommt man solche Artikel zu lesen!

Es wird Zeit, diese selbstdarstellenden unfähigen Spitzenmanager in die Mülleimer zu entsorgen - zum Wohle der Menschheit ...

Emilio
28.02.2011 08:52
Das ist ja fast so, ...

... wie wenn sich ein Hacker und Pisher über eine verbesserte Firewall beklagt oder ein Radrennfahrer neue und verbesserte Methode der Dopingkontrolle als wettbewerbsverzerrend darstellt.

uncle sam3
28.02.2011 08:39
irgenwann

suchen alle nur noch in facebook.

das wird eher der grund für die nervösität von google sein.

rapidfans.at
28.02.2011 08:52
ich galub eher, in ein paar jahren suchen wir in google

was aus facebook geworden ist.

blubb66
27.02.2011 17:59
immer wieder dasselbe

- Google paßt die Algorithmen an (oder manuell die Suchergebnisse, wer weiß - patentiert haben sie das ja)
- die Google-Fanboys jubeln weil "jetzt alles besser wird" und "Seiten mit content nichts zu befürchten haben" (wer content hat, definiert natürlich Google, die größte aller Content-Farmen)
- die Skeptiker fragen sich, welche Geschäftsmodelle Google diesmal versenken will um sich selbst dort breit zu machen (http://www.searchneutrality.org/foundem-g... gle-story)
- die SEOler recherchieren schnell um ihre Spam-Techniken anzupassen (wo kauft man aktuell Links? Anscheinend bei Uni-Seiten ...)
- nach 3 Monaten gibt es noch mehr Spam in den Suchergebnissen

rapidfans.at
28.02.2011 13:00
bitte nachdenken

als konsument einer suchmaschine möchte ich halt relevante links finden. ich will nicht auf seiten gebracht werden, die mit der eigentlichen suche nichts zu tun haben oder die mich durch gezielte schummelei zu ihnen lockt.
so gesehen muss ihnen doch einleuchten, dass diese änderung des suchalgorithmus von kunden logischerweise positiv aufgenommen wird, oder?

hauptsächlicher nutzen einer suchmaschine sollte immer noch die erfolgreiche suche eines kunden sein, nicht das geschäftsmodell dritter, welches den sinn der applikation eigentlich untergräbt.

Trololo
28.02.2011 13:54
zu kurz gedacht

- google rechtfertigt search bias immer mit "algorithmen", es ist also nicht gesagt, daß sie überhaupt spam bekämpfen wollen (http://www.benedelman.org/hardcoding/)

- gegen schummelei hat sicher jeder was, nur gibt es bei änderungen am index immer a) kollateralschäden weil das nun mal heuristiken sind und b) die spammer reagieren darauf immer am schnellsten

- was die user suchen wollen, mißt man am besten an den klicks, an der verweildauer, daran ob sie gleich auf "zurück" klicken und einen anderen link anklicken. das kann google alles schon lange feststellen und verwendet es auch

mich stört vor allem dieses fanboy-gejubel, das auf einer völlig unkritischen aufnahme so einer aussendung basiert, ohne irgendwelche erfahrungswerte

rapidfans.at
28.02.2011 15:47
wenn sich serverfarmen aufregen, dass ihr modell dadurch nicht funktioniert

dann hat google genau diejenigen getroffen, die es eben auszufiltern gilt. glaub eher weniger, dass hier viele unschuldige rausgeflogen sind.
und ich bin kein google fanboi, freue mich aber, wenn die ganzen serverfaermen draußen sind.
seit ca. 2 jahren sind die ergebnisse bei google durch solche 'seo' anbieter nämlich für konsumenten wirklich wesentlich schlechter geworden.

Trololo
28.02.2011 15:59
welche serverfarmen regen sich auf?

Die Huffington Post ist eine Zeitung.

Glaub nicht alles was da in Pressemeldungen steht.

Wie ich bereits geschrieben hatte sind die Suchergebnisse logischerweise immer schlechter, weil gerade die Spammer am versiertesten darin sind, sich den Google-Änderungen anzupassen, während "normale" Seitenbetreiber hinterherhinken.

Google profitiert davon, weil sie damit die "normalen" Seiten dazu zwingen, Werbung zu schalten um irgendwie sichtbar zu sein. Das dürfte mittlerweile Teil eines ausgeklügelten Optimierungsprozesses sein.

peace & love
28.02.2011 08:34
Sie scheinen wohl ...

... eines dieser klickgenerierenden mistportale betrieben zu haben : )

harte zeiten voraus, mein lieber.

blubb66
28.02.2011 11:17
wie google?

nein, mit eigenem content ...

harte zeiten gibt es schon lange, weil die konkurrenz solche SEO-methoden verwendet. leider ist google nun die konkurrenz. wer mitverfolgt hat, wie microsoft den office-markt "erkämpft" hat, wird das muster kennen. wie gut, dass es jetzt nur mehr "microsoft office" gibt. ;-)

meine schäfchen sind ja schon lange im trockenen, also sehe ich die entwicklung recht entspannt, finde aber die google-fanboys und -girls so süß, wie früher die microsoft-fans...

Rudolph Van Richten
27.02.2011 23:00

Oh weh... wie heißts so schön, wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Klappe halten, gell ;-)

No_lD
28.02.2011 12:31
hm

heisst es nicht "wenn einer keine ahnung hat... einfach mal in die fresse hauen"?
oder bin ich da von diesem proleten-gif (animiert) aus diversen autoschrauber-foren zu sehr verdorben worden?

Club-der-dichten-Toten
28.02.2011 12:45

Nein, da sind Sie zu verdorben ;-)

Es heisst tatsächlich:

"Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten."

Ist von Dieter Nuhr, einem deutschen Kabarettisten.

Am Schönsten ist's hier dargestellt: http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

No_lD
01.03.2011 12:08
danke für die info

yarry
27.02.2011 22:34
jetzt hab ich doch mal eine Erklärung für das Wort gesucht...

"A person who is completely loyal to a game or company reguardless of if they suck or not. "

und doch frage ich mich was ein Google-Fanboy ist.

[[Object alloc] init];
 
27.02.2011 21:01
Google Fanboys..

Was kommt als nächstes?

Ebay Fanboys?
Wikileaks Faboys?
Standard Fanboys?

FaithlessVoid
27.02.2011 21:44
Natürlich die

Fanboy-Fanboys

Tante Emma ausm Dorf
27.02.2011 14:08
naja

Wenn ich 'Haim Levine' google, dann ist das erste Ergebnis jenes von huffingtonpost.com...

Der junge Jim Kirk
28.02.2011 13:32

Bei mir erst an 5. stelle.

Linksverdreher
27.02.2011 14:47

wenn ich nach 'huffington post' google auch!!!

dopingskandal!
27.02.2011 13:02
die ganze Angelegenheit

wirkt sich übrigens im Moment nur im US Raum aus, lokal wird das erst stattfinden.
Und zu denen die sich über den Müll in Google beschweren: man kann jede Menge brauchbare Ergebnisse auch bei Yahoo & Bing finden.
Es muß nicht immer Google sein. Außerdem tritt man dort seine Kunden in den Allerwertesten: die größten von diesen Unternehmen investieren freilich auch in Adwords, und dazu gibt es auch Alternativen.
Also nicht jammern, sondern bessere Websites lieferen, denn DAS ist SEO.

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