Luxemburgisch hüpfen

25. Februar 2011, 19:03
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Die aus Düdelingen stammende, einstige Krachmacher-Band Eternal Tango animiert in Ebensee und im Wiener Chelsea zum Tanzen - Gutes Schuhwerk ist nötig

Ebensee - "Don't Wanna Be A Star" heißt es in einem Song der Band Eternal Tango, der sich auf ihrem letzten Album Welcome To The Golden City befindet. Weil die Musiker aus Luxemburg kommen, genauer: aus der Kleinstadt Düdelingen, dürfte sich dieser Wunsch auch erfüllen. Luxemburgs Beitrag zur Popgeschichte beschränkt sich bisher auf Radio Luxemburg, das in der Mediensteinzeit der 1960er, noch vor Ö3, als einziger Sender schwarze Musik aus Großbritannien und den USA auch in Österreich verbreitete.

2002 lud Eternal Tango zum ersten Pogo-Tanz, vier Jahre später wurde ein Großteil des Personals ausgetauscht, das aktuell aus Sänger David Moreira, Bassist/Sänger Tom Gatti, den Gitarristen und Sängern David Schmit und Joe Koener sowie Schlagzeuger Pit Romersa besteht. Auf einer Split-CD (2004), mit der gleichfalls im Großherzogtum beheimateten Band Spyglass, krachte es metallisch und melodisch-hartkernig. Ende 2007 legten Moreira & Co dann First Round At The Sissi Café vor: viel Shouting, allein und im Chor, alles ganz ohne Twist.

Mit Welcome To The Golden City - der Titel ist eine ironische Anspielung auf die Heimatstadt - hat sich das Quintett endgültig in Richtung Emocore und Powerpop entwickelt. Geblieben ist ein feines Gespür für Ohrwürmer und eingängige Melodien. Live sorgt Eternal Tango für ordentlichen Druck, der zwar sicher nicht zum Tangotanz animiert, aber jede Hüpfburg überflüssig macht. (Gerhard Dorfi, DER STANDARD - Printausgabe, 26./27. Februar 2011)

  • 26. 2., Kino Ebensee, 20.30
  • 27. 2., Chelsea, Wien, 21.30
  • Eine Band, die das Kleinstadt-Leben zu schätzen weiß: Eternal Tango aus 
Düdelingen.
    foto: mike zenari

    Eine Band, die das Kleinstadt-Leben zu schätzen weiß: Eternal Tango aus Düdelingen.

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