Mehrere Tote bei Protesten gegen Korruption

25. Februar 2011, 16:38
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Tausende folgen Aufruf zu "Revolution des irakischen Zorns"

Bagdad - Bei Protesten gegen Korruption und Arbeitslosigkeit im Norden des Irak sind am Freitag mindestens sieben Menschen getötet worden. Nach Angaben der örtlichen Polizei wurden bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften in der nordirakischen Stadt Mossul am Freitag fünf Menschen getötet. Zwei weitere starben demnach in Hawija, ebenfalls im Norden des Landes. Dutzende Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt.

Mehr als 20 Demonstranten seien verletzt worden, als sie in Mossul versuchten, ein Regierungsgebäude zu stürmen. Wie weiter aus irakischen Sicherheitskreisen verlautete, hatten Wachmannschaften das Feuer eröffnet.

"Revolution des irakischen Zorns"

In der Hauptstadt Bagdad und vielen anderen Städten des Landes protestierten tausende Menschen gegen Korruption, Arbeitslosigkeit und den ihrer Ansicht nach häufig untätigen öffentlichen Dienst. Im südlichen Basra protestierten mehrere hundert Menschen. Initiatoren der Proteste hatten zu einer "Revolution des irakischen Zorns" aufgerufen.

In Bagdad hatten die Behörden in der Nacht bis auf Weiteres ein Fahrverbot verhängt, um die Demonstranten an der Teilnahme an den Protesten zu hindern. Die Regierungsgegner fordern "einen Wechsel, Freiheit und eine wahre Demokratie".

Religiöse und politische Führer im Irak hatten am Vortag verlangt, auf die Demonstration zu verzichten. Bei einem Treffen mit Stammesführern in der irakischen Hafenstadt Basra warnte Ministerpräsident Nuri al-Maliki, Anhänger von Ex-Diktator Saddam Hussein steckten hinter den Protesten.

Auch der im Irak residierende Großayatollah Ali al-Sistani hatte am Vortag Zurückhaltung gefordert. Am Freitag erklärte er dann: "Wir sind mit den berechtigten Forderungen der Menschen und ihrem Recht, diesen friedlich Ausdruck zu geben." (APA)

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    Ein Ständchen für die Sicherheitskräfte in Sulaimaniya

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