Österreich lieferte kaum Waffen nach Libyen

25. Februar 2011, 16:02
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EU-Bericht 2009: nur 3.000 Stück Munition an Gaddafi-Regime - Deutschland, Malta und Italien sind Top-Waffenexporteure

Am Mittwoch stoppte die EU den Waffenexport in das krisengeschüttelte Libyen. Der jüngste EU-Jahresbericht zu Rüstungsexporten europäischer Staaten sagt, dass Italien, Malta und Deutschland die meisten Waffen an Gaddafis Regime geliefert haben. Auch Österreich verkaufte dem Diktator Waffen, freilich in äußerst geringem Umfang. Während insgesamt 350 Millionen Euro durch Waffen im Ausland umgesetzt wurden, flossen dabei nur 2.500 Euro aus Libyen nach Österreich.

Laut Innenministerium wurden nach Libyen lediglich 3.000 Stück Munition exportiert. Die Ausfuhren nach Tunesien beliefen sich 2009 auf 113.000 Euro. An den Jordan wurde Kriegsmaterial im Wert von 165.000 Euro und an den Katar von 220.000 Euro verkauft. Die Exporte in den Libanon beliefen sich auf 11.000 Euro, jene nach Israel auf 460.000 Euro und jene nach Ägypten auf 125.000 Euro. Nach Bahrain wurden Güter im Wert von 413.000 Euro exportiert und nach Algerien überhaupt nur um 1.000 Euro.

Die besseren Geschäfte machte die Waffenindustrie mit dem Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo sie 2009 Exporte von jeweils rund 12. Mio. Euro machte. Auch Saudi-Arabien mit vier Mio. und Kuwait mit 3,7 Mio. Euro zählten zu den besseren Absatzmärkten. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sind diese Summen aber durchschnittlich. So wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus Frankreich Material im Wert von fast 400 Mio. Euro importiert. (red/APA)

  • Der EU-Bericht zu den Waffenexporten 2009.

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