Frauenquote ernsthaft prüfen

25. Februar 2011, 15:16
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Österreichs Arbeitsmarkt im EU-Vergleich gut unterwegs, aber Ältere länger beschäftigen und Familie und Beruf für Frauen besser vereinbar machen

Wien - EU-Sozialkommissar Laszlo Andor hält eine Frauenquote für ein mögliches Mittel, um die Vertretung von Frauen in Führungspositionen anzuheben. Es gebe auch andere Möglichkeiten, aber in Staaten mit gesetzlichen Frauenquoten etwa in Norwegen habe diese Maßnahme gewirkt, meinte Andor heute Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien. Daher müsse man die Forderungen nach Frauenquoten ernsthaft prüfen.

Angesprochen auf die Arbeitsmarktlage in Österreich lobte der Kommissar das Land als eines der Vorzeigeländer in der EU. Andere EU-Länder mit hohen Arbeitslosenraten, insbesondere mit weit höherer Jugendarbeitslosigkeit, könnten von Österreich lernen. Als verbesserungswürdig bezeichnete er die Beteiligung Älterer am Arbeitsleben, diese sollte gehoben werden. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Frauen müsse verbessert werden. Besonders bei der Rückkehr von Müttern ins Berufsleben gebe es hier noch einiges zu tun. (APA)

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    EU-Sozialkommissar Laszlo Andor hält die Quote für ein gutes Mittel, um den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen.

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