"Wollen nach dem Spiel punktegleich sein"

25. Februar 2011, 15:08
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Grazer wollen ohne etatmäßiges Sturmduo zum Tabellenführer aus Oberösterreich aufschließen

Graz - Am Sonntag (Sonntag 17:00 Uhr/live ORF eins) empfängt der Tabellendritte SK Sturm Graz den aktuellen Spitzenreiter SV Ried. Mit einem Sieg könnten die Grazer die Tabellenspitze übernehmen, sollte die Wiener Austria in Linz nicht gewinnen. Ried würde bei einer Niederlage und einem Sieg der Austria sogar auf Rang drei zurückfallen.

Die Verantwortlichen aus Ried geben sich dennoch betont locker: "Wir müssen nicht gewinnen, können aber. Wir gehen relaxt in das Spiel und wollen punkten. Sturm muss gewinnen", meinte Manager Stefan Reiter. Trainer Paul Gludovatz kündigte an, "alles zu unternehmen, um die Leistung aus den ersten beiden Spielen zu bestätigen".

Trotz der Niederlage bei Austria Wien zum Frühjahrsauftakt, zeigt sich Gludovatz mit beiden gezeigten Leistungen (0:1 in Wien, 2:0 gegen den LASK) zufrieden: "Mit der Austria konnten wir auswärts mithalten. Unser Ziel ist es, jetzt auch in Graz und dann bei Rapid (24. Runde) gegenüber den sogenannten 'Großen' nicht abzufallen. Wenn die Leistung unabhängig von den Ausfällen stimmt, dann sind wir auf einem sehr guten Weg." Lediglich mit der Chancenauswertung haderte der Coach: "Um erfolgreich zu sein, müssen wir noch effizienter werden."

Sturm setzt im Angriff auf Muratovic/Weinberger

Die Grazer haben seit dem 16. Oktober zu Hause keinen Gegentreffer mehr erhalten und zehn von möglichen zwölf Punkten gesammelt. Daran sollen auch die Innviertler nichts ändern. "Wir spielen zu Hause und wollen nach dem Spiel mit Ried punktegleich sein. Wir wollen gewinnen", erklärte Trainer Franco Foda.

Die Grazer müssen dabei ohne ihr etatmäßiges Sturmduo Roman Kienast und Imre Szabics auskommen. Während Kienast noch länger verletzt ausfallen wird, sitzt Szabics am Sonntag zumindest wieder auf der Bank. Beginnen werden der junge Marvin Weinberger und Routinier Samir Muratovic.

Gewarnt sind die Grazer vor Rieds Kompaktheit. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in Rückstand geraten. Denn dann wird es sehr schwer, ein Tor zu erzielen", meinte Foda, der sein Team am Freitag mit Video-Studium der beiden Rieder Frühjahresauftritte auf den Gegner einstimmte. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf Guillem gelegt werden. Der Spanier erzielte im Herbst auch den Goldtreffer der Rieder.

Vertrauen darf der Winterkönig aus dem Innviertel in Graz auch wieder auf den nach überstandener Grippe genesenen Kapitän Oliver Glasner. Fraglich in der Abwehr ist dessen Nebenmann Martin Stocklasa. Der Liechtensteiner kam nach einem Schlag auf den Fuß laut Gludovatz am Freitag "nicht einmal in den Schuh hinein". (APA, red)

Mögliche Aufstellungen: 

Sturm: Gratzei - Standfest, Feldhofer, Schildenfeld, Perthel - P. Wolf, Kienzl, Weber, Hölzl - Weinberger, Muratovic
Ersatz: Cavlina - Ehrenreich, Burgstaller, Mevoungou, Salmutter, Szabics, Haas

Es fehlt: Kienast (Muskelfaserriss Oberschenkel)

Ried: Hesl - Stocklasa/Hadzic, Glasner, Hadzic/Prettenthaler - Brenner, Mader, Schrammel - Lexa, Carril, Royer - Guillem
Ersatz: Gebauer - Riegler, Huspek, Nacho, Hackmair, Hammerer, Zulj

Fraglich: Stocklasa (Fußverletzung)
Es fehlt: Ziegl (Meniskusverletzung)

  • Mario Kienzl (li.) will mit Sturm Graz zum SV Ried aufschließen
    foto: apn/schaad

    Mario Kienzl (li.) will mit Sturm Graz zum SV Ried aufschließen

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