Riesch gewinnt Super-Kombi in Aare

25. Februar 2011, 13:18
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"Lizz" Görgl auf Platz drei, Kirchgasser Fünfte - Deutsche in Gesamtwertung nun 216 Punkte vor Titelverteidigerin Vonn

Aare - Die Deutsche Maria Riesch hat am Freitag ihren 19. Sieg im alpinen Ski-Weltcup gefeiert. Die 26-jährige Olympiasiegerin gewann die Super-Kombination in Aare vor der slowenischen Vizeweltmeisterin Tina Maze (+0,40) sowie der Steirerin Elisabeth Görgl (0,66). Mit dem dritten Super-Kombi-Erfolg ihrer Karriere baute Riesch die Führung im Gesamt-Weltcup auf die zweitplatzierte US-Titelverteidiger Lindsey Vonn, die nach Bestzeit im Super-G im Slalom auf Rang sechs zurückfiel, auf 216 Punkte aus.

"Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Eine Kombi habe ich schon lange nicht mehr gewonnen. Das gibt mir ein gutes Gefühl für die nächsten zwei Tage", betonte die Bayerin nach ihrem fünften Sieg im WM-Winter bereits mit Blickrichtung auf die Abfahrt am Samstag und den Super-G am Sonntag (jeweils 10.30 Uhr). Zuletzt hatte Riesch am 20. Februar 2009 eine Super-Kombi im Weltcup für sich entschieden.

Der Vorsprung in der Gesamtwertung auf Speed-Spezialistin Vonn sei aber noch keinesfalls beruhigend. "Es sind jetzt 216 Punkte, also ein bisschen mehr als vorher, aber immer noch wenig. Es werden ja noch 1.100 Punkte in elf Rennen vergeben. Ein Ausfall und ein Sieg der anderen und wir rücken wieder nahe zusammen. Ich darf mich also nicht ausruhen und muss weiterkämpfen", erklärte Riesch.

Kleiner Hackler

Neben der Siegerin war auch Speed-Doppelweltmeisterin Görgl mit ihrem Podestplatz im ersten Rennen nach der WM in Garmisch-Partenkirchen zufrieden. "Heute habe ich mir im Slalom leichter getan als bei der WM. Es war ein bisschen flacher, und ich war überrascht, wie gut ich in den Rhythmus gekommen bin. Nur im Steilen hatte ich einen kleinen Hackler. Das war einer meiner besseren Slalom-Läufe", sagte die Steirerin, die in der WM-Kombination nach der Abfahrt geführt hatte und am Ende nur Fünfte geworden war. In Schweden hofft Görgl nun auf weitere Podestplätze. "Das wär' ein Traum."

Neben Görgl landeten noch drei weitere ÖSV-Damen in den Top Ten. Die Salzburgerin Michaela Kirchgasser schaffte hinter Maze die zweitbeste Slalom-Zeit und verbesserte sich damit noch auf den fünften Endrang. Die Tirolerin Nicole Hosp wurde Siebente, Weltmeisterin Anna Fenninger aus Salzburg fiel vom sechsten Zwischenrang noch auf Platz neun zurück.

"Mit meinem Slalom bin ich nicht sehr zufrieden, es war sehr rund gesteckt", meinte Fenninger und gab zu, nicht ganz so angespannt gewesen zu sein wie bei der WM. "Dort geht's um Medaillen. Ich wollte heute natürlich ein genauso gutes Rennen machen, es ist aber nicht aufgegangen. Ich bin froh, dass es bei der WM geklappt hat", sagte die 21-Jährige. (APA)

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    Maria Riesch macht Jagd auf die große Kristallkugel.

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    Für Lindsey Vonn hat eine feine Super-G-Fahrt nicht gerreicht.

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