Finanzstiftungsräte zufrieden - Medwenitsch: "Ohne Zweifel wirtschaftlicher Turnaround" -

25. Februar 2011, 11:42
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Stellvertreter Drozda: "Beträchtliche Konsolidierungsleistung"

Die ORF-Kennzahlen aus 2010 sind für die beiden Finanz-Stiftungsräte Franz Medwenitsch und Thomas Drozda erfreulich. Wie der ÖVP-"Freundeskreis"-Leiter und Finanzausschuss-Vorsitzende Medwenitsch sagte, markieren die am Montag dem Stiftungsrat zugesendeten Daten "ohne Zweifel einen wirtschaftlichen Turnaround". Nachsatz: "Richard Grasl macht einen hervorragenden Job als Kaufmännischer Direktor." Sein Stellvertreter im Finanzausschuss, der von der SPÖ nominierte Thomas Drozda, sprach von einer "beträchtlichen Konsolidierungsleistung".

Besonders erfreulich sei, dass es nach Jahren gelungen sei, den Abbau von Eigenkapital in der Konzernmutter zu stoppen und erstmals wieder ein positives EGT auch in der Muttergesellschaft zu erreichen, sagte Medwenitsch. "Jetzt gilt es, den eingeschlagenen Konsolidierungsweg abzusichern." Ohne Namen zu nennen, klang auch eine Message an ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zwischen den Zeilen durch: "Der Jahresabschluss 2010 ist weder ein Ruhekissen noch ein Werbemittel für die bevorstehende ORF-Wahl."

Drozda wiederum betonte, dass der ORF das Konzern-EGT mit einem Plus von 25 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr um ganze 70 Mio. verbessert habe. "Das ist eine beträchtliche Konsolidierungsleistung, die einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu verdanken ist." Vor allem im Personalbereich habe sich viel getan: "Binnen eines Jahres wurde mit dem Abbau von 295 Vollzeitäquivalenten ein wichtiger Schritt gesetzt. Das ist ohne Kündigungen und in sozial verträglicher Form geschehen. Dadurch wurde die Kostenbasis nachhaltig gesenkt."

Erfreulich sei auch, dass die Konzernmutter positiv sei und somit das Eigenkapital gestärkt werde. "In dieser Situation ist es natürlich besonders erfreulich, dass es trotzdem gelingt, die beste Redaktion des Landes zu stellen, im Hörfunk drei von vier Radiominuten im ORF zu haben und im Fernsehen vier von zehn Fernsehminuten."

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat derzeit vor allem den SPÖ-"Freundeskreis" im Stiftungsrat für eine allfällige Wiederwahl hinter sich. Die ÖVP hat eine Fortsetzung seiner Amtszeit bisher öffentlich immer ablehnend kommentiert. Wrabetz selbst hält sich mit einer Ankündigung seiner Wiederkandidatur noch eisern zurück. Offizielle Begründung: Man wolle den Wahlkampf kurz halten. (APA)

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