Erstickungsgefahr für Kinder durch Hartzucker-Bälle

25. Februar 2011, 10:06
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    foto: stephanie hofschlaeger/www.pixelio.de

    Tischtennisballgroß können die Zuckerbälle zur tödlichen Gefahr werden.

    Foto: Stephanie Hofschlaeger/www.pixelio.de

Bundesinstitut für Risikobewertung bewertet Zuckerkugeln mit Kaugummikern

Berlin - Im Süßwarenhandel sind seit einiger Zeit fast tennisballgroße, bunte Zuckerkugeln mit weichem Kaugummikern erhältlich. Sie bestehen außen aus mehreren Schichten steinhartem Zucker und lassen sich durch Lecken langsam verkleinern. Erreichen die Hartzuckerbälle eine kritische Größe, können sie versehentlich in den Rachenraum gelangen. Da sie zu groß zum Schlucken sind, können sie im ungünstigsten Fall die Atemwege blockieren. Entsprechende Fälle sind aus den Vereinigten Staaten dokumentiert. Wird die Süßigkeit nicht schnell entfernt, kann der Erstickungstod eintreten. „Auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines solchen Unfalls sehr gering ist: Von Lebensmitteln, insbesondere für Kinder und Jugendliche, sollte aber ein Risiko mit lebensbedrohlichen Folgen so weit wie möglich ausgeschlossen werden", sagt Andreas Hensel.

Die Hartzuckerbälle verschiedener Hersteller haben einen Durchmesser von rund 5 cm. Bei dieser Größe können sie in der Regel nicht in den Mund genommen werden. Um an den weichen Kaugummikern zu kommen, muss die Riesenkugel durch Lecken und Lutschen verkleinert werden. Ist eine Größe von rund 4 cm Durchmesser - das entspricht ungefähr der Größe eines Tischtennisballs - erreicht, passt er in den Mund. Die verbleibenden Zuckerschichten können dann zerbissen werden.

Aspiration führt zur Blockade der Atemwege

Durch das Ablecken und Lutschen wird eine für den Verzehrer kritische Größe erreicht, bei der die Zuckerkugel genau in den Rachenraum passt. Rutscht sie versehentlich, beispielsweise beim Spielen oder unkonzentriertem Lutschen, in den hinteren Rachenraum, werden im ungünstigen Fall die Atemwege blockiert. Aus den USA sind entsprechende Fälle bei Schulkindern bekannt. Das Leben der Kinder konnte nur durch zufällig anwesende Personen gerettet werden. Diese wendeten als lebensrettende Sofortmaßnahme das sogenannte Heimlich-Manöver an. Dem BfR sind bislang keine Unfälle mit Hartzuckerkugeln in Deutschland bekannt.

Beim Heimlich-Manöver wird versucht, durch plötzlichen Druck auf den Bauchraum einen Überdruck zu erzeugen und so die Luftwege wieder frei zu bekommen. Mit den Fingern kann ein eng im Rachenraum anliegender Hartzuckerball nicht entfernt werden; vielmehr besteht die Gefahr, ihn bei solch einem Versuch noch weiter in den Rachenraum zu drücken. (red)

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Posting 1 bis 25 von 46
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mosaic9
00
28.2.2011, 11:00
Entsprechende Fälle sind aus den Vereinigten Staaten dokumentiert.

typisch. in den USA ist wiedermal alles am gefährlichsten. aber hauptsache jeder darf eine waffe bei sich tragen.

Susanne_B
32
28.2.2011, 08:14

Bei allem Verständnis: wenn ich heute sehe, wie viele Kinder schwer eingepackt mit Riesenhelmen auf dem Kopf eislaufen oder radfahren, frage ich mich, ob manche Eltern es nicht ein wenig übertreiben. Und diese Geschichte gehört auch dazu. Man fragt sich wirklich, wie wir früher überlebt haben....

hotibaer
04
28.2.2011, 14:58

Ich verstrehe ja auch nicht, warum man sich die Hände waschen, oder sich Duschen sollte. Früher hat man das ja auch nicht getan. Da hat man ein bißchen Parfum aufgetragen und damit hatte es sich.
Ich finde es ja auch nicht notwendig sich im Auto anzugurten. Das haben wir ja früher auch nicht getan.
Überhaupt war früher alles viel besser und die Kindersterblichkeit viel niedriger.

vandermonde
00
28.2.2011, 14:53
Es gibt wesentlich mehr...

...Radfahrer, Eisläufer und Schifahrer als früher. Und auch wesentlich mehr Autos. Dazu dann immer weniger Kinder...

± 2µm
01
28.2.2011, 13:21
manche haben es tatsächlich nicht überlebt...

fuchstritt
00
27.2.2011, 15:39

hier droht den kevins marvins jennifers zoes wieder gefahr...

spitzenkandidat.2.0.
00
27.2.2011, 14:37

wow, schlimmer als Alkohol und Tschick.

alfombra ...
37
27.2.2011, 10:13
Gehören daher verboten:

- Weintrauben oder Litschis essen, beim Tischtennis spielen
- Zähes Fleisch vorm 18. Geburtstag
- Radfahren ohne Sicherheitsgurt
- Autofahren ohne Helm
- trinken beim Telefonieren
- laufen beim Essen
- beim Nachbar spielen
- am Spielplatz toben

erlaubt bleibt daher:
Fernsehen
Spielkonsole spielen
Vorm Computer sitzen

beluga
02
27.2.2011, 00:36
ist einem mödlinger erwachsenen passiert

es ist schon mehrere jahre her, als dieser beim tennisspielen den kaugummi in die lunge bekommen hat. er ist sehr schnell erstickt und daran gestorben. jetzt bin ich bei kleinen kindern natürlich besonders vorsichtig.

Ewald S.
00
26.2.2011, 19:18
Es doch einen tötlichen Unfall mit einer Kaugummikugel gegeben,

soweit ich mich erinnern kann. Es war in Österreich oder in Deutschland, letztes Jahr! Ich denke ich hab es sogar hier im Standard gelesen.

Susanne_B
20
28.2.2011, 08:14

wenn schon, dann war er tödlich!

Franz Rieser der Phaeton von 1987
00
26.2.2011, 20:47

Ich glaub es war ein Gummiball aus einem Kaugummiautomaten.

Ewald S.
00
26.2.2011, 23:38

Ja stimmt, jetzt kann ich mich wieder erinnern.
Aber der hat wahrscheinlich auch eine ähnliche Größe.

Just N. Opinion
 
00
26.2.2011, 11:10
Warum wird die erste Hälfte des Artikels in der zweiten fast wörtlich wiederholt?

MacTux
00
26.2.2011, 08:09

und jetzt die übliche frage: ist da eigentlich schon irgendwas passiert? oder ist da man da wieder im auftrag der angstgesellschaft am werke und kümmert sich um ein non-problem?

Heavyweather
00
26.2.2011, 22:53

Dumme Eltern gibt es immer...
Die geben ihren Kindern dann so einen Zuckerscheixx und irgendein Kind ist dann arm dran.
Warum muss das Zeug unbedingt potentiell tödlich sein?

Musst es ja nicht lesen.

I_prefer_not_to
00
26.2.2011, 04:19

Schön, dass hier das Heimlich-Manöver erwähnt wird.
Es zu kennen, sollte nicht nur für die Eltern kleiner Kinder eine Selbstverständlichkeit sein.

Hier eine anschauliche Demonstration, wie es funktioniert:

http://www.youtube.com/watch?v=SQ58pUil87Q

tignosa
00
12.2.2012, 22:01
nur sollte man dabei schneller sein als in dem Film ;-)

und am Besten Wasser dabeihaben. Die Geretteten werden es nachher brauchen, um den gereizten Hals zu beruhigen. Hab leider Erfahrung damit, bin sowohl selbst schon auf diese Weise gerettet worden als auch mal wo dazugekommen, wo jemand grad am Ersticken war.

Heribert Hundstrümmerl
01
26.2.2011, 01:54

Im angloamerikanischen Raum als Jawbreaker oder Gobstopper bekannt. Sind die Dinger hierorts überhaupt verbreitet?

moshe dayan
00
27.2.2011, 12:19
gobstopper

is eher britisch-englisch als amerikanisch

alfombra ...
00
27.2.2011, 09:58

Als Angehörige der "bin-legal-im-kofferkaum-des-kombis-auf urlaub-gefahren"-Generation bin ich mit dem Zeug im Mund in Kanada aufgewachsen. Ich lebe noch.

marty fink
09
25.2.2011, 21:21
Jö...ein Monsterglobuli!

WoHo
05
25.2.2011, 18:07
'..t fast tennisballgroße, bunte Zuckerkugeln..'

vorm Ersticken holt man sich da sicher noch eine Kieferverrenkung..

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