Erstickungsgefahr für Kinder durch Hartzucker-Bälle

25. Februar 2011, 10:06
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Bundesinstitut für Risikobewertung bewertet Zuckerkugeln mit Kaugummikern

Berlin - Im Süßwarenhandel sind seit einiger Zeit fast tennisballgroße, bunte Zuckerkugeln mit weichem Kaugummikern erhältlich. Sie bestehen außen aus mehreren Schichten steinhartem Zucker und lassen sich durch Lecken langsam verkleinern. Erreichen die Hartzuckerbälle eine kritische Größe, können sie versehentlich in den Rachenraum gelangen. Da sie zu groß zum Schlucken sind, können sie im ungünstigsten Fall die Atemwege blockieren. Entsprechende Fälle sind aus den Vereinigten Staaten dokumentiert. Wird die Süßigkeit nicht schnell entfernt, kann der Erstickungstod eintreten. „Auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines solchen Unfalls sehr gering ist: Von Lebensmitteln, insbesondere für Kinder und Jugendliche, sollte aber ein Risiko mit lebensbedrohlichen Folgen so weit wie möglich ausgeschlossen werden", sagt Andreas Hensel.

Die Hartzuckerbälle verschiedener Hersteller haben einen Durchmesser von rund 5 cm. Bei dieser Größe können sie in der Regel nicht in den Mund genommen werden. Um an den weichen Kaugummikern zu kommen, muss die Riesenkugel durch Lecken und Lutschen verkleinert werden. Ist eine Größe von rund 4 cm Durchmesser - das entspricht ungefähr der Größe eines Tischtennisballs - erreicht, passt er in den Mund. Die verbleibenden Zuckerschichten können dann zerbissen werden.

Aspiration führt zur Blockade der Atemwege

Durch das Ablecken und Lutschen wird eine für den Verzehrer kritische Größe erreicht, bei der die Zuckerkugel genau in den Rachenraum passt. Rutscht sie versehentlich, beispielsweise beim Spielen oder unkonzentriertem Lutschen, in den hinteren Rachenraum, werden im ungünstigen Fall die Atemwege blockiert. Aus den USA sind entsprechende Fälle bei Schulkindern bekannt. Das Leben der Kinder konnte nur durch zufällig anwesende Personen gerettet werden. Diese wendeten als lebensrettende Sofortmaßnahme das sogenannte Heimlich-Manöver an. Dem BfR sind bislang keine Unfälle mit Hartzuckerkugeln in Deutschland bekannt.

Beim Heimlich-Manöver wird versucht, durch plötzlichen Druck auf den Bauchraum einen Überdruck zu erzeugen und so die Luftwege wieder frei zu bekommen. Mit den Fingern kann ein eng im Rachenraum anliegender Hartzuckerball nicht entfernt werden; vielmehr besteht die Gefahr, ihn bei solch einem Versuch noch weiter in den Rachenraum zu drücken. (red)

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    Tischtennisballgroß können die Zuckerbälle zur tödlichen Gefahr werden.

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