Wohnbau-Budget

SP weist Grünen-Kritik an Sparplänen zurück

24. Februar 2011, 19:11

Aufstockung des Wohnbau-Budgets für 2012 laut Finanzstadträtin noch nicht fix

Finanzstadträtin Renate Brauner (SP) hat wenig Verständnis für den Ärger, den die Sparmaßnahmen im Wohnbauressort beim grünen Koalitionspartner auslösen. "Es ist leicht nachzurechnen, dass in manchen Bereichen gespart werden muss, wenn es insgesamt weniger Einnahmen gibt und man sich für bestimmte Schwerpunkte entschieden hat." Zudem sei das Budget gemeinsam mit den Grünen beschlossen worden: "Wir tragen diese Entscheidung gemeinsam."

Der grüne Wohnbausprecher Christoph Chorherr hatte den Umstand, dass der rote Wohnbaustadtrat Michael Ludwig heuer weniger Geld für geförderte Wohnungen ausgeben will, im Standard als Fehler bezeichnet. "Die Wohnbauleistung muss aufrechterhalten bleiben, sonst explodieren die Mieten." Das Budget sei außerdem weitgehend von der SP ausgearbeitet worden.

Chorherr fordert "Notpaket"

Dem Wohnbauressort stehen heuer 530 statt 600 Millionen Euro zur Verfügung. Der Großteil des Budgets ist bereits für Wohnbeihilfe, Sanierungen und für in Bau befindliche Projekte reserviert. Ludwig muss deshalb bei Förderzusagen für neue Wohnhäuser sparen. Er geht davon aus, dass sein Budget 2012 wieder aufgestockt wird. Das kann Parteikollegin Brauner allerdings nicht garantieren: "Das ist von den weiteren Auswirkungen der Krise abhängig."

SP-Klubchef Rudolf Schicker hofft, dass nächstes Jahr Neubau-freundlichere Zeiten anbrechen. "Wir sind in einer Situation, die alle zum Nachdenken anregt." Chorherr fordert ein "Notpaket": "Angesichts der Chancen, die die derzeit niedrigen Zinsen bieten, muss Ludwig zügig an Banken und Genossenschaften herantreten, um neue Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen." (stem, DER STANDARD, Printausgabe, 25..2001)

derStandard.at/Panorama auf Facebook

Minister für Verwaltungsreformen
00
25.2.2011, 15:45
"Es ist leicht nachzurechnen, dass in manchen Bereichen gespart werden muss, wenn es insgesamt weniger Einnahmen gibt und man sich für bestimmte Schwerpunkte entschieden hat."

was meint sie da genau ?

schwitzende Lippe
00
24.2.2011, 21:04
also um 530 Mio€ müssen sich schon mindestens 5000 bis 6000 Sozialwohnungen ausgehen

die Baukosten ein bissl reduzieren und schon ist man bei Baukosten von 1200 bis 1300 pro m².
Und ein bissl die m² pro Wohnung reduzieren und schon ist man im Bereich des sozialen Wohnbaus.

Briefmarkenkleber
00
28.2.2011, 17:48

Dadurch werden aber die Wohnungen für den Mittelstand teuerer, aufgrund der Ausdünnung. Gescheiter ist: 5.000 schöne Genossenschaftswohnungen bauen, für die fleißige Arbeiter Ihre Altbau- und Gemeindewohnungen aufgeben - schwubdiwub - haben sie die freigewordenen Wohnungen im unteren Segment freigeschafelt und beide (Umzügler, Einziehende) sind glücklich. Um Toplagen kümmerst sich so oder so der Privatsektor oder die CON****-Altbaumafia.

echtzeit2
00
24.2.2011, 21:04
Was kostet eigentlich die Miete für die He

jimmydean
00
25.2.2011, 09:34
42

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.