Hoffnungsmarkt für Ski-Industrie

24. Februar 2011, 18:38
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Der Vizekanzler in Peking: Josef Pröll will die Gesamtexporte auf über vier Milliarden Euro verdoppeln

Peking - Vizekanzler Josef Pröll, der heuer schon in Tirol auf Skiern stand, fühlte sich auch in Chinas Hauptstadt im weißen Element. Für die zehn österreichischen Markenhersteller, die sich auf Pekings Wintersportmesse Ispo/Alpitec mit einem Länderstand präsentieren, nahm er sich Zeit, posierte mit Skiern oder vor Schneekanonen.

Österreichs Exporte nach China stiegen in den ersten zehn Monaten 2010 auf 2,3 Milliarden Euro, die Importe aus China erreichten 4,4 Mrd. Euro. Pröll nutzte sein Gespräch mit Chinas Premierminister Wen Jiabao, um seinen Wunsch nach Verdopplung der Exporte vom Stand 2009 bis 2014 auf vier Mrd. Euro anzumelden. Er sei beim Ministerpräsidenten damit auf offene Ohren gestoßen.

Skisportunternehmen aus Österreich haben die neu erwachte Begeisterung des städtischen Mittelstandes in China für Ski fahren noch zu wenig und zu defensiv genutzt, ebenso wie den jüngsten Trend für das Snowboarden. Zwar verdoppelten sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre Chinas Einfuhren an Skiern und Skizubehör aller Art. Doch der Marktanteil österreichischer Lieferanten daran rechnet sich auf nur drei bis acht Prozent hoch, heißt es im Branchenbericht "Chinas Wintersport". (erl, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.2.2011)

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    Josef Pröll beim Händeschütteln mit seinem chinesischer Amtskollegen Xie Xuren

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