Harter Wettbewerb macht Orange-Mutter France Telecom zu schaffen

24. Februar 2011, 17:12
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Zahlen zu Orange Österreich am 10 März

Wachsender Konkurrenzdruck machen France Telecom und Portugal Telecom zunehmend Sorgen. Auf ihren Heimatmärkten mussten die beiden Konzerne 2010 Marktanteile und Gewinne an kleinere Rivalen abgeben. Mit Dividendenversprechen wollen sie ihre Aktionäre trotz der unsicheren Aussichten aber bei der Stange halten.

Umsatz und Gewinn gesunken

2010 setzte France Telecom, Mutter des drittgrößten österreichischen Mobilfunkbetreibers Orange, nach Angaben vom Donnerstag 45,5 Mrd. Euro um, ein Minus von 1,4 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um ein Prozent auf 15,64 Mrd. Euro. Maßnahmen zur Werbung neuer Kunden waren zwar erfolgreich, belasteten aber die Renditen. Dieser Druck halte auch 2011 an, sagte Finanzchef Gervais Pellissier. Es werde der Markteintritt eines vierten Mobilfunkanbieters erwartet, was unter den in Frankreich etablierten Konzernen für Nervosität sorge. Nicht zuletzt deshalb rechnet France Telecom bei der eigenen Geschäftsentwicklung nicht mit großen Sprüngen.

"Etwas optimistischer"

"Wir sind etwas optimistischer als Anfang vergangenen Jahres", sagte Pellissier bei der Vorlage der Bilanz für 2010. Aber im Grunde würden sich die Zahlen nicht maßgeblich ändern. Ohne neue Regulierungsauflagen dürfte der Umsatz 2011 leicht steigen, teilte der nach Marktwert drittgrößte Telekom-Konzern Europas weiter mit. Zahlen zu Österreich werden am 10. März bekanntgegeben.

Portugal Telecom

Auch Portugal Telecom kämpft auf dem Heimatmarkt mit Gegenwind. Rabattschlachten im Mobilfunk und die tiefgreifenden Haushaltsprobleme des Landes haben die operative Marge 2010 um 1,8 Prozent auf 39,9 Prozent gedrückt, teilte das Unternehmen in Lissabon mit. Der Umsatz stagnierte bei 3,74 Milliarden Euro. Ohne die wachstumsstarke Tochter in Brasilien wäre die Bilanz wesentlich schlechter ausgefallen. Eine Prognose für 2011 wagte der Konzern nicht.

Dividendenversprechen halten

Beide Unternehmen wollen ihre Aktionäre trotz der mageren Aussichten mit Dividendenversprechen für die nächsten Jahre bei der Stange halten. So wollen die Franzosen von 2010 bis 2012 jährlich 1,40 Euro pro Titel ausschütten. Portugal Telecom kündigte an, für dieses und nächstes Jahr 0,65 Euro an seinen Gesellschafter überweisen zu wollen. Danach soll der Betrag steigen. Die Aktien der PT fielen an der Börse um 0,5 Prozent, France Telecom verloren zwei Prozent. (APA/Reuters)

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