Einziger Überlebender schwamm 23 Stunden zur Küste

24. Februar 2011, 16:05
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Boot kenterte im Golf von Aden – Überlebender schwamm zur Küste

Vor der Küste des Jemens sind 57 Menschen ertrunken. Das Boot somalischer Flüchtlinge kenterte am Sonntag im Golf von Aden, wie das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) am Donnerstag in Genf mitteilte. Der einzige Überlebende schwamm mit Hilfe eines Kunststoffcontainers 23 Stunden bis zur jemenitischen Küste bei Bir Ali, 400 Kilometer östlich von Aden. Bis am Mittwochabend wurden 23 Leichen geborgen.

Nach Angaben des Überlebenden - ein 42-jähriger Mann, der mit seiner Frau und seinen drei Kindern aus Mogadischu geflohen war - füllte sich das Schiff in schwerer See mit Wasser und sank. 54 somalische Flüchtlinge und drei Personen der Schlepper-Crew ertranken. "Wir sind entsetzt über diese Tragödie", erklärte UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres.

Nach Angaben des UNHCR handelt es sich um den schlimmsten Zwischenfall seit einem Flüchtlingsdrama im Jahr 2008, als 114 Menschen ertranken. Seit Anfang dieses Jahres kamen bereits mindestens 89 Menschen beim Versuch um, den Golf von Aden zu überqueren. (APA/red)

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