Sanochemia will mit frischem Geld Studie finanzieren

24. Februar 2011, 14:27
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Wien - Die börsenotierte Sanochemia Pharmazeutika AG will mit der geplanten Kapitalerhöhung klinische Studien finanzieren - insbesondere für das Blasenkrebsdiagnostikum Vidon, das am weitesten vorangeschrittene Forschungs- und Entwicklungsprojekt des Unternehmens. Neben dem Cash Flow sollen etwa 2 Mio. Euro an frischem Geld in eine entsprechende Nachfolgestudie fließen, präzisierte Sanochemia.

Die Kapitalerhöhung soll wie bereits am Montag angekündigt noch im ersten Quartal 2011 erfolgen. Wieviel Geld sich das Unternehmen genau holen will, steht noch nicht fest. Bei der Hauptversammlung im März 2010 sei ein Rahmen von 5 Mio. Euro abgesegnet worden, sagte Investor-Relations-Zuständige Margarita Hoch auf APA-Anfrage. Den entsprechenden Prospekt für die Kapitalerhöhung hat Sanochemia am Montag bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) eingereicht. Volumen und Angebotspreis würden vom Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat erst festgelegt.

Ein Teil des Kapitals soll jedenfalls auch zur Rückzahlung kurzfristiger Bankschulden herangezogen werden. "Mittelfristig streben wir die Rückführung aller Bankverbindlichkeiten an, da sich diese in den letzten beiden Geschäftsjahren als wesentlicher Hemmschuh für die Entwicklung des Unternehmens erwiesen haben", so Sanochemia-Chef Werner Frantsits laut Aussendung.

Außerdem will Sanochemia Geld für den Eintritt in den Radiologiemarkt in die Hand nehmen. Immerhin habe man bereits weltweit rund 40 Zulassungen für das Röntgenkontrastmittel Scanlux und 19 in Europa für das MRT-Kontrastmittel MR-Lux. Der geplante Kauf der im veterinärpharmazeutischen Bereich tätigen Alvetra erfolge dagegen im Wesentlichen durch Sacheinlage gegen Aktien, heißt es. (APA)

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