Assange darf nach Schweden ausgeliefert werden

24. Februar 2011, 15:51
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WikiLeaks-Gründer droht ein Strafverfahren wegen Vergewaltigung - Urteil noch nicht rechtskräftig

London - Ein britisches Gericht hat der Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange an Schweden zugestimmt. Richter Howard Riddle gab am Donnerstag in London einem entsprechenden Antrag der schwedischen Justiz statt. Assange werden in Schweden Sexualdelikte vorgeworfen. Ein Anwalt des Gründers der Enthüllungswebsite Wikileaks kündigte umgehend an, gegen den Auslieferungsbeschluss in Berufung zu gehen.

Assange steht derzeit in Großbritannien unter Hausarrest. Die schwedische Justiz verdächtigt ihn unter anderem der Vergewaltigung, hat aber bisher keine Anklage gegen ihn erhoben. Assange bestreitet die Vorwürfe und vermutet politische Motive hinter seiner Strafverfolgung.

Die Anwälte des Australiers hatten bereits zuvor angekündigt, gegebenenfalls Berufung einzulegen. Dazu haben sie nun sieben Tage Zeit. Das Gericht muss dann in weiteren 40 Tagen entscheiden, ob es die Berufung annimmt.

Zumindest bis zu dieser Entscheidung kann Assange vorerst in Großbritannien bleiben, wo er seit Dezember unter strengen Auflagen auf dem Anwesen eines Freundes lebt. Mit der Veröffentlichung geheimer Berichte zog sich der 39-Jährige vor allem den Zorn der Vereinigten Staaten zu. Die US-Justiz prüft rechtliche Schritte gegen Assange wegen der Veröffentlichung geheimer Regierungsdokumente über Wikileaks. (APA/AFP/Reuters)

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