Britisches Gericht: Julian Assange darf ausgeliefert werden

24. Februar 2011, 12:30
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Gegen den Internet-Aktivisten wird wegen Verdachts auf Vergewaltigung ermittelt - Anwalt kündigte Berufung an

Das Londoner Gericht hat über die Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange entschieden. Assange soll demnach an Schweden ausgeliefert werden, wo gegen ihn wegen Verdachts auf auf Vergewaltigung und sexuelle Nötigung ermittelt wird. Der Australier bestreitet die Vorwürfe und vermutet politische Motive hinter seiner Strafverfolgung.

Schweden überließ Briten Entscheidung

Die schwedische Staatsanwaltschaft hatte zuvor mitgeteilt, dass man der britischen Justiz die Entscheidung über die Auslieferung überlassen und keinen Einspruch erheben werde. Seine Anwälte befürchten, dass er in Schweden keinen fairen Prozess erhält. In Schweden droht Assange zudem eine Auslieferung in die USA. Die US-Justiz prüft rechtliche Schritte gegen Assange wegen der Veröffentlichung geheimer Regierungsdokumente über Wikileaks.

Berufung angekündigt

Ein Anwalt des Gründers der Enthüllungswebsite Wikileaks kündigte umgehend an, gegen den Auslieferungsbeschluss des britischen Gerichts in Berufung zu gehen. Für diesen Schritt ist nun sieben Tage Zeit. Das Gericht muss dann in weiteren 40 Tagen entscheiden, ob es die Berufung annimmt. Zumindest bis zu dieser Entscheidung kann Assange vorerst in Großbritannien bleiben, wo er seit Dezember unter strengen Auflagen auf dem Anwesen eines Freundes lebt. (APA/Reuters/red)

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    Julian Assange

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