Gratismatch lässt Druckmaschinen glühen

24. Februar 2011, 13:02
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"Österreich" erhöht Produktion auf 448.615 im Wochenschnitt, "Heute" auf 562.190 - "Ganze Woche" und "profil" steigern Verkauf - STANDARD verkauft 72.176 Stück - Daten als Download

Drucker und Papierhersteller dürften die neuen Daten der Auflagenkontrolle freuen: Das Match der (laut ÖAK) Wochentags-Gratisblätter "Heute" und "Österreich" lässt ihre Maschinen wieder auf höheren Touren laufen. "Österreich" gab es vor einem Jahr noch 340.866mal auf Papier, im Wochenschnitt des zweiten Halbjahrs 2010 waren es nun 448.615. "Heute" steigerte seine Druckauflage (gesamt) von 506.486 binnen eines Jahres auf nun 562.190. Merke: Druckauflagen lassen sich in den Grenzen der Druckereikapazität einfach auf Herausgeber/innen/wunsch steigern, solange der Auftraggeber die Auflage bezahlen (oder sich einen passenden Preis aushandeln) kann.

"Österreich" meldet (im Wochenschnitt Montag-Samstag) 255.793 kostenlos vertriebene Exemplare (nach 146.296 Stück vor einem Jahr). Parallel setzte die Zeitung rund 4000 Stück weniger im Einzelverkauf und 11.300 Stück im Abo weniger ab, die Verkaufsauflage inklusive gut 48.000 Stück im meist vergünstigten Großverkauf (ab 5 Exemplare an eine Adresse) sank von rund 147.000 auf knapp unter 140.000.

"Heute"

"Heute" meldet der ÖAK einen Gratisvertrieb von 545.526, vor einem Jahr waren es noch 492.806. Das sind mehr Exemplare, als das weitere Teile des Landes abdeckende "Österreich" von Montag bis Samstag verkauft und verschenkt. "Heute" verzichtet bisher auf eine Sonntagsauflage. Am Tag des Herrn steigerte "Österreich" seinen (laut ÖAK-Definition) Verkauf von 392.006 auf 438.982 Stück. Das sind um knapp 47.000 Stück mehr, während "Österreich" seine Druckauflage am Sonntag binnen dieses Jahres um 122.346 Exemplare erhöhte.

Die "Krone" druckt am Sonntag 1.585.430 Exemplare (rund 10.000 mehr als ein Jahr zuvor), die Verkaufsauflage an diesem Tag beträgt 1.345.476, rund 3000 Stück weniger als im zweiten Halbjahr 2009. Der "Kurier" hält sonntags bei 417.370 gedruckten, rund 11.000 weniger, und 309.355 verkauften, gut 11.000 weniger. Die "Kleine Zeitung" produziert mit 383.939 etwas mehr und bringt auch etwas mehr Exemplare (335.398) an Mann und Frau. Die "Presse am Sonntag" reduzierte ihre Druckauflage um gut 13.000 Stück auf 126.448, ihr Sonntagsverkauf stieg um gut 20.000 auf 92.528.

Direktverkauf

Der Direktverkauf ist einer der härteren Parameter der ÖAK für Zeitungsverkäufe, er umfasst Abos und Einzelverkauf, nicht aber Großverkäufe. In dieser Kategorie konnte im Wochentagsschnitt (inklusive Samstag) nur eine Tageszeitung laut ÖAK im zweiten Halbjahr 2010 zulegen - die "Kleine Zeitung" der Styria legte hier weiter zu.

Der STANDARD kam hier im zweiten Halbjahr 2010 auf 62.325 Exemplare. Die "Presse" liegt bei 64.893.

Unter den Wochenzeitschriften sticht die "Ganze Woche" heraus - nicht nur als schon traditionell weitaus meistverkauftes Blatt mit 343.099 allein im Direktverkauf. Noah Falks Illustrierte konnte in dieser Kategorie immerhin 15.403 Stück zulegen. Unter den wöchentlichen Titeln steigerte sich auch profil - um 1551 Hefte auf 65.724 Stück im Direktverkauf. (red)

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