Miele Österreich wächst zum dritten Mal in Folge stark

24. Februar 2011, 11:27
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Investitionen in Wien und Bürmoos

Salzburg - Der Hausgerätehersteller Miele konnte in Österreich 2010 zum dritten Mal in Folge stark wachsen. Das Unternehmen mit Sitz in Wals bei Salzburg erwirtschaftete im Vorjahr einen Umsatz von rund 190 Mio. Euro, was einem Plus von etwa sieben Prozent entspricht und "absoluten Rekordumsatz" in der Unternehmensgeschichte bedeutet, wie Geschäftsführer Josef Vanicek am Donnerstag gegenüber der APA sagte. Angaben über Gewinne oder Verluste macht das Familienunternehmen nicht.

In erster Linie verdankt Miele das Wachstum dem Bereich Hausgeräte, der gut zwei Drittel des Konzerngeschäftes ausmacht und 2010 um "sieben bis acht Prozent" zulegte, so Vanicek. Da der heimische Markt seinen Angaben zufolge nur um vier Prozent wuchs, "haben wir unseren Marktanteil weiter ausbauen und die Marktführerschaft behaupten können, was bei einer Premium-Marke nicht gerade selbstverständlich ist." Als Gründe dafür nannte der Firmenchef den anhaltenden Trend zu energiesparenden Geräten. Außerdem würden die Kunden neben der Produktqualität die "kompetente Beratung" und den österreichweit flächendeckenden Werkskundendienst von Miele schätzen.

Stagnation bei Großwaschanlagen

Stagniert hat 2010 die Sparte der Miele-Gewerbegeräte (Großwaschanlagen für Hotels sowie Reinigungs- und Desinfektionsgeräte für Kliniken und Labors), im Bereich Kundendienst konnte ein Plus von sechs Prozent erzielt werden. Und ein besonders starkes Wachstum von 18 Prozent wurde im Produktionswerk Bürmoos (Flachgau) erwirtschaftet - allerdings nach einem fünfprozentigen Rückgang im Jahr davor.

Den Mitarbeiterstand hielt Miele 2010 in Österreich stabil. Im Bereich des Vertriebs blieb er mit 400 auf dem Niveau des Vorjahres, und in Bürmoos konnte er wegen der Produktionssteigerung leicht auf 220 erhöht werden.

2011 dürften die Trauben für Miele nicht mehr so hoch hängen: "Der Markt bewegt sich auf hohem Niveau seitwärts, ich hoffe leicht nach vorne. Ich habe ein Plus von drei Prozent budgetiert, wir werden sehen", so Vanicek. Geplant sind für heuer große Investitionen: In Wien wird ein neues Schulungs- und Beratungszentrum errichtet, in dem die Kunden Ostösterreichs beraten und betreut werden sollen. Und in Bürmoos entsteht eine neue Halle, in der Sterilisatoren und Containerwaschanlagen gefertigt werden sollen. Miele wird für die beiden Vorhaben 13 Mio. Euro in die Hand nehmen. (APA)

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