Goldman Sachs warnt vor Ölkrise

24. Februar 2011, 10:55
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Die US-Bank sieht bereits dras­tische Engpässe auf den Rohöl­märkten, Brent-Öl erreicht den höchsten Stand seit 2008

London - Bei weiteren politischen Unruhen in Ölregionen drohen nach Einschätzung der US-Bank Goldman Sachs drastische Engpässe auf den Rohölmärkten. Die Proteste in Libyen könnten sich auf andere Ölexportländer ausbreiten und zu weiteren Lieferproblemen führen, erklärte Jeffrey Currie von Goldman Sachs. Anders als die Ausfälle in Libyen könnten diese dann nicht mehr ausgeglichen werden, so dass Rationierungen notwendig würden. Diese Sorge treibe derzeit die Ölmärkte an. Allerdings werde die Gefahr, dass sich die politischen Unruhen auf große Ölexporteure wie Saudi-Arabien ausbreiteten, als vergleichsweise gering eingeschätzt.

Der Preis für Rohöl erreichte am Donnerstag den höchsten Stand seit August 2008. Ein Barrel der Sorte Brent wurde zeitweise zu fast 120 Dollar (87,4 Euro) gehandelt. Nach den Revolten in Tunesien und Ägypten kam es zuletzt in Libyen zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Saudi-Arabien versucht unterdessen, den sozialen Druck hoher Jugendarbeitslosigkeit mit Finanzhilfen zu entschärfen. (APA/Reuters)

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